Beiträge von Nonsequitur

    Hallo,


    wenn man nach den Werten im dubarfst-Kalki geht, eignet sich Lammmilz als Eisensupplement (etwa 100 g auf 1 kg Fleisch, das sollte man natürlich nicht in jedem Rezept machen), bei Rindermilz lohnt sich das vom Eisengehalt her nicht.
    Ich verfütter sie ab und zu als Abwechslung.


    Liebe Grüße, Nadine

    Hallo Sabrina,


    das Phosphorsupplement (Knochenmehl oder Dicalciumphosphat, wie schon geschrieben wurde) ist nicht im Kalkulator zuviel (oder unnötig) enthalten, sondern fehlt eigentlich im Grundrezept.
    Dahinter steckt eine Sicherheits-Überlegung: Das Grundrezept soll man ja mit allen denkbaren Fleischsorten verwenden können, auch mit solchen, bei denen man den Phosphorgehalt nicht kennt. Das heißt, wenn man Phosphor hinzufügt, dann hat man am Ende vielleicht zuviel davon im Futter - und wenn man's nicht hinzufügt, wahrscheinlich zuwenig. Nur bei ganz wenigen Fleischsorten reicht der Phosphorgehalt aus, um den Bedarf zu decken, aber das Minus ist je nach Sorte unterschiedlich groß.
    Eine leichte Unterdosierung von Phosphor macht bei gesunden erwachsenen Katzen nix aus, solange das Calcium-Phosphor-Verhältnis grob stimmt. Aber eine Überdosierung kann auf Dauer auf die Nieren schlagen, die ja sowieso eine Schwachstelle bei Katzen sind. Also haben sich die Macher des Grundrezepts lieber für die Unterdosierung entschieden und das Phosphorsupplement weggelassen.
    Im Kalki ist der Phosphorgehalt der Fleischsorte genau bekannt - jedenfalls wenn man der Datenquelle glaubt, was ja ein eigenes Thema ist -, also hat man da ne vernünftige Berechnungsgrundlage für die Knochenmehlzugabe.


    Zur Sicherheit solltest du halt langfristig nicht NUR nach Grundrezept füttern, sondern auch Kalkulator- und/oder (Franken)Prey-Rezepte dazwischenschieben. Oder wenn deine Miezen ganze Knochen fressen, mal zwischendurch einen Hühnerflügel o.ä. anbieten. Aber das gilt ja sowieso für alle Barfmethoden, dass Vielfalt besser ist als Einfalt :)


    Liebe Grüße, Nadine

    Hallo,


    Es ist also glaub ich möglich den Wochenbedarf einer Katze an Vitamin D auszurechnen. Ist nur ziemlich umständlich :) Mit dem Kalkulator könntest du so genau auf die Woche oder die ganze Ration ziemlich leicht errechnen wie viel Vitamin D pro Katze benötigt wird. Wenn du mehrere Mischungen hast wird das auch wieder etwas umständlich aber um das Rechnen kommt man glaub ich nicht rum :)


    So umständlich ist das doch gar nicht:
    1. Rezepte machen
    2. Die laut Kalki bzw. Grundrezept benötigte Lachsmenge für alle Rezepte zusammenzählen
    3. Anzahl der Tagesportionen zusammenzählen, die die Rezepte ergeben sollen
    4. Lachsmenge laut 2. durch die Anzahl der Tagesportionen laut 3. teilen und mal 7 nehmen -> ergibt Lachsmenge für eine Woche
    5. Lachs in die errechneten Wochenportionsgrößen teilen und separat einfrieren.
    Das ergibt natürlich nur Durchschnittsmengen, nicht aufs Milligramm genau die Menge Lachs, die zur Supplementierung der in der jeweiligen Woche verfütterten Barfportionen nötig wäre - aber diese Ungenauigkeit kann man getrost vernachlässigen.
    Wenn man nur z.B. sechs Tage die Woche Barf füttert und einen Tag Dose, macht man die Lachsportionen entsprechend kleiner (nimmt also im Beispiel die Lachsmenge in Schritt 4. nur mal 6 statt mal 7).


    Bei den üblichen Vitamin-D-Supplementfischen ergibt das aber nicht mal eine komplette Fischmahlzeit pro Woche, sondern nur nen kleineren Snack, den man problemlos zusätzlich zur normalen Barf-Tagesportion reichen kann. Meine Miezen bekommen z.B. grade wöchentlich zusammen etwa 35 g Hering (den ich wegen der Thiaminase außerhalb der Mahlzeiten gebe, der sollte auf keinen Fall ins Futter gemischt werden).



    Zitat

    Und wenn dann natürlich Roh :st: Das Kochen zerstört die Vitamine normalerweise. Also geh ich einmal davon aus, dass dies auch beim Fisch so ist.


    Vitamine werden nur teilweise beim Kochen zerstört - aber da man nicht genau weiß, zu welchem Teil, ist es natürlich besser, den Fisch roh zu geben.


    Liebe Grüße, Nadine

    Hallo,


    wenn du nicht grade nen Ultra-Mäkelprinzen hast, dann ersparst du dir wirklich nen Haufen Arbeit und Hirnschmalz, wenn du erstmal ein Kilo Fleisch mit allen natürlichen Supplementen fertig vorbereitest und hinstellst (evtl. nach ein paar Tagen Gefrierzeit, damit die Supplemente ins Fleisch einziehen können) und guckst, ob das gefressen wird.


    Wenn nicht: Die größten Akzeptanzprobleme machen (tatsächlich) Fortain, Weizenkeimöl, Seealgenmehl, Lachsöl und Schmalz.
    Weizenkeimöl würd ich gar nicht erst verwenden, sondern die Vitamin-E-Tropfen von Allcura. Und Fleischfett / Geflügelhaut statt Schmalz.
    Blut find ich viel sympathischer als das stinkige Fortain, meine Miezen auch - da musst du halt gucken, ob du das bei einem Schlachter in deiner Umgebung bekommst, oder du bestellst es beim Frostfleischversand, ein paar Läden haben das mittlerweile im Sortiment.
    Und bei Seealgenmehl und Lachsöl muss man halt nach und nach einschleichen. Vom Seealgenmehl müssen sowieso nur ein paar Krümel ins Futter. Die beiden Suppis waren bei meinen Miezen z.B. überhaupt kein Problem.
    Die restlichen Pülverchen und feuchten Supplemente (Leber, Lachs) gehen normalerweise problemlos - auch wenn er Leber pur nicht frisst, davon kommen ja auch nur ein paar Fitzel ins Futter, und vor allem wenn du sie pürierst, geht sie in den anderen Zutaten völlig unter.


    Viel Erfolg :)


    Liebe Grüße, Nadine


    PS. Die Vitamin-E-Tropfen stecken in nem Tropffläschchen, aus dem wirklich nur einzelne Tropfen rauskommen. Je wärmer das Zeug ist, um so leichter tropft es raus. Da Lagerung im Kühlschrank bei den Tropfen sinnvoll ist, kannst du sie ja anfangs direkt aus dem Kühlschrank verwenden, dann bist du erstmal auf der sicheren Seite.

    Hallo,


    ich bekomm von "meinem" Metzger meistens ungerührtes Blut - da wird morgens geschlachtet und das Blut anschließend sofort gekühlt, und wenn ich es nachmittags abhole, hat es etwa die Konsistenz von Wackelpudding. Das hacke ich mit dem Löffel in Stücke, und die fressen meine Miezen anstandslos mit, fast lieber als sie das flüssige Blut schlabbern.
    Soweit ich von anderen mitbekomme, könnte man es stattdessen auch mit dem Mixer pürieren, dann wird es wieder halbwegs flüssig.


    Liebe Grüße, Nadine

    Jo, das sieht schon sehr viel besser aus :yes:
    Der Herzanteil ist immer noch ein bisschen hoch, aber wenn du weißt, dass deine Miez das verträgt, dann kannst du das schon so füttern. (Mein Kater z.B. kriegt Kotzeritis, wenn zuviel Herz im Futter ist.) Und etwas weniger Schmalz ginge auch - wie gesagt, beim Energiebedarf reichen 80-90%, du bist jetzt bei knapp 100%, die Zahl wird über die Fettmenge reguliert.
    Dann frag ich nur nochmal - gibt es nen speziellen Grund, warum du Jod, Eisen und Vitamin D über Tabletten supplementierst und nicht mit natürlichen Zutaten (also Seealgenmehl, Fortain/Blut, Fisch)?


    Liebe Grüße, Nadine

    Hallo,


    vielleicht hat es dir noch niemand erklärt oder du hast es noch nicht gelesen: Du musst die Tagesration nicht jeden Tag einzeln frisch supplementieren, sondern kannst größere Mengen Fleisch mit allen Supplementen fertig vorbereiten und portionsweise einfrieren. Dann halt jeden Tag eine vorbereitete Portion auftauen. Mit größeren Fleischmengen rechnen sich auch die Rezepte direkt viel einfacher, weil ein paar Mikrogramm dann nicht direkt nen Riesenunterschied im Gesamt-Nährstoffgehalt bedeuten.


    Gibt es nen bestimmten Grund, warum du so viel künstliche Vitaminpräparate verwendest? Natürliche Supplemente sind eigentlich besser, weil halt natürlich - bei den künstlichen Pulvern gibt es immer Diskussionen drüber, wieviel davon der Körper eigentlich aufnehmen und verwerten kann.
    Speziell die A-Z-Tabletten lass bitte weg, die werden heutzutage für Katzen nicht mehr empfohlen, weil sie halt nun mal auf Menschen und deren Bedarf abgestimmt sind.


    Hast du verstanden, was die Zahlen in den grauen Feldern im Kalkulator bedeuten? Das sind Mengenvorschläge, nach denen du dich richten solltest. Und wenn du das Rezept ausgefüllt hast, solltest du hinterher nochmal von oben nach unten durchgehen und die Mengen nochmal nachjustieren, weil die sich durch die Zugabe anderer Supplemente immer nochmal ändern können.


    Das Ziel der ganzen Geschichte ist, dass in der Auswertung, die du gepostet hast, unten rechts überall möglichst genau 100% steht. Nur beim Energiebedarf dürfen ca. 80-90% stehen, weil der Kalkulator nen sehr hohen Energiebedarf annimmt, da kann/sollte man ruhig drunter bleiben.


    Liebe Grüße, Nadine

    Hallo,


    SiRu hat ja schon das meiste erklärt, ich würd nur gern noch eben auf dem Leinöl rumreiten ;) Hat das in deinem Katzenfutter einen bestimmten Sinn, den man dir erklärt hat?
    Prinzipiell ist Pflanzenöl für nen reinen Fleischfresser nämlich wirklich keine gute Idee, weil darin einige essentielle Fettsäuren fehlen - und für das Omega-3- zu 6-Verhältnis tut das Lachsöl schon genug.


    Hier ist ein toller und ausführlicher Artikel zum Thema: Jasper: Achtung fettig! [Fett in der Katzenernährung] - the3cats


    Liebe Grüße, Nadine

    Hallo,


    wenn du z.B. mit dem dubarfst-Kalkulator arbeitest, dann kannst du Rezepte speziell nach Kitten-Bedarfswerten in diversen Altersstufen ausrechnen, die sind da alle drin gespeichert.
    Zu Komplettsupplementen noch irgendwas dazuzugeben, artet aber nur in wüste Raterei aus - also da solltest du dich an die Packungsbeilage halten und fertig. Da regelt sich der erhöhte Nährstoffbedarf dann allein über die Fressmenge.


    Liebe Grüße, Nadine

    Hallo,


    zu der Calcium-/Phosphor-Sache im Kalkulator verweise ich grad mal auf mein Posting von gestern abend: Erste Bastelstunde mit dem Kalkulator und viele Fragen :-/
    In der zweiten Liste steht außer Knochenmehlen auch Dicalciumphosphat zur Auswahl, das kann man auch bei Harnkristallen auf jeden Fall verwenden, weil es keine mineralischen "Verunreinigungen" enthält wie Knochenmehl. Aber wie SiRu auch schreibt, Knochenmehl in Maßen dürfte OK sein.


    Liebe Grüße, Nadine

    Hallo,


    nur nochmal zur Verdeutlichung der Calcium- und Phosphor-Geschichte: Du musst NICHT alle drei (bzw. vier) Eingabezeilen in dieser Rubrik ausfüllen. Du wählst nur ein Knochenmehl oder Dicalciumphosphat in der ersten ODER zweiten Zeile aus, so dass der Bedarf an Phosphor gedeckt ist; und anschließend wählst du noch in der dritten Zeile ein reines Calciumsupplement aus, um den Calciumbedarf aufzufüllen und das Ca/P-Verhältnis richtig einzustellen. Die vierte Zeile ist für Resteverwertung.
    Die Auswahlreihenfolge ist wichtig, weil du die richtigen Mengen nur so rum justieren kannst.


    Also hast du am Ende z.B. Knochenmehl und Eierschalenmehl im Rezept, oder Fleischknochenmehl und Calciumcitrat, oder Dicalciumphosphat und Calciumcarbonat. Keine zwei Knochenmehlsorten wie jetzt bei dir im Proberezept.


    Zeile 1 und 2 unterscheiden sich dadurch, dass die Präparate in der zweiten Zeile verhältnismäßig mehr Phosphor liefern.


    Wenn du dann mal "echte" Rezepte machst, musst du natürlich vor allem bei den verschiedenen Knochenmehlen vorher gucken, welches du tatsächlich in der Küche stehen hast oder bestellen kannst - also wie darin der Calcium- und Phosphorgehalt ist, denn das wirkt sich schon deutlich auf die Supplementierung aus. Ich empfehle, kein Fleischknochenmehl zu nehmen, denn Fleisch hast du ja schon im, äh, Fleisch drin.


    Das Ca/P-Präparat in der ersten Zeile hat nur nen pauschalen Mengenvorschlag (x Gramm pro kg Fleisch), da musst du im Kalki rechts nach dem Rest-Phosphorbedarf gucken und die Menge des Supplements so eintragen, dass dieser Rest möglichst auf Null steht.


    Und Vorsicht beim Bio-Eierschalenmehl in der Liste der Calciumpräparate - das bringt auch nochmal ein bisschen Phosphor ins Futter. Also wenn du das auswählst, musst du obendrüber die Menge des Ca/P-Supplements nochmal nach unten korrigieren.


    Liebe Grüße, Nadine

    Huhu,


    Ich habe gelesen man soll sich eins für Menschen zulegen, aber in einem anderen Bericht habe ich gelesen das Präparate für Menschen nicht geeignet sind.


    Dann war der erste Bericht vermutlich ein paar Jährchen älter als der zweite :)
    Vor etwa 5-10 Jahren war es noch üblich, solche A-Z-Präparate für Menschen zu benutzen. Die Savannahcats-Website übers Barfen (die du vielleicht gelesen hast) ist in dieser Zeit entstanden. Heute wird das nicht mehr empfohlen, weil es nun einerseits eine detailliert durchdachte Supplementierung mit weitgehend natürlichen Ergänzungsmitteln (Leber, Lachs, Eierschalenmehl ...) gibt, und andererseits Fertigsupplemente in Pulverform speziell für Katzen, in denen mehr oder weniger alles drin ist, was zum Fleisch noch dazu muss.



    Gibt es da auch was speziell für Katzen?


    Ja, mehreres - hier ist ein (nicht mehr ganz taufrischer) Überblick: Liste von Supplementen - im oberen Drittel der Seite stehen die Komplett- und Fertigsupplemente, unten kommen dann die Einzelbestandteile für die natürliche Supplementierung.



    2. Wenn ich ein Viataminpräparat füttere muss ich dann noch zusätzlich B-Vitamine füttern.


    Wenn du eines der Fertigsupplemente für Katzen verwendest, brauchst du m.W. keine zusätzlichen B-Vitamine. Jedenfalls nicht laut Packungsanleitung - mit dem Kalkulator könntest du das ggf. noch nachrechnen, wenn du's ganz genau haben willst.



    Welchen B-Komplex füttert ihr?


    Ich nehm dazu Bierhefe.



    6. Ich würde gerne Biofleisch verfüttern. Gibt es da Shops die Ihr mir empfehlen könnt?


    Bio ist ja nicht gleich Bio, ich glaub, die Biosiegel der üblichen Shops sind da nicht so das Wahre ... es gibt einen Shop, der fast nur Bioland-Fleisch hat, aber die Preise lassen zumindest mir die Augen tränen, und die Abnahmemengen sind für dich dann wohl auch nicht geeignet: Gustoso Fleisch Shop



    7. Meine Katzen fressen gerne Quark. Füttert ihr sowas noch zusätzlich oder ist das total verpönt bzw. gesundheitlich fragwürdig?


    Als Leckerli ist Quark unbedenklich, weder besonders gesund noch irgendwie schädlich. Die Meinung in der Barfergemeinde ist dazu nicht einheitlich ... es gibt Puristen, die schimpfen über solche nicht-artgerechten Nahrungsmittel, andere sehen das gelassener.
    Ich persönlich verfütter inzwischen fast gar keine Leckerlis mehr, außer ab und zu im Winter zu Beschäftigungszwecken - aber nicht aus Gründen der reinen Barf-Lehre, sondern weil es meinen Katzen völlig wurscht zu sein scheint, ob sie Leckerlis kriegen oder nicht. Ich kann sogar Salami-Pizza offen in der Küche stehen lassen, das interessiert hier keine Katz.



    8. In einem Shop habe ich Hünherhaut gesehen. Kann man die auch als Fettquelle anstelle von z.B. Schmalz füttern?


    Jepp :)



    9. Wenn ich im Rezept z.B. 30 gr. Lachs bei 1kg Fleisch drin habe, sollte ich dann trotzedem noch einmal die Woche Fisch füttern oder wird das dann zuviel?


    Der Vitamin-D-Bedarf ist mit den 30 Gramm gedeckt. Wenn du zusätzlich noch Fisch füttern willst, dann welchen, der arm an Vitamin D ist, wie z.B. Seelachs. Allerdings musst du den ja auch wieder supplementieren, wenn du mehr als Leckerlimengen verfüttern willst, und das ist eher was für Profis. Also, auf der sicheren Seite bist du, wenn du außer als Vitamin-D-Supplement gar keinen Fisch gibst.



    Ja, antauen lassen, klein schneiden oder wolfen, supplementieren, portionieren, einfrieren, fertig....
    und nein, das darf man so machen, auch wenn man immer gesagt bekam man dürfe das nicht.


    Das bekommt man heute von kundiger(!) Seite auch nicht mehr so gesagt :) Vgl.: Stimmt’s?: Ab ins Kühlfach | ZEIT ONLINE
    Außerdem ist ANgetautes Fleisch viel besser zu schneiden als ganz AUFgetautes, weil es nicht so wegflutscht. Man bekommt halt kalte Finger davon.


    Liebe Grüße, Nadine

    Huhu und willkommen zurück bei den Barfern,


    ja, es hat sich einiges getan :)
    Ich barfe jetzt seit zweieinhalb Jahren und hab in der ganzen Zeit weder Fleischwolf noch Knochenbeil gebraucht. Bei fertig vorgewolftem Fleisch muss man mit dem Antauen und Verarbeiten m.E. aber schon mehr aufpassen als bei stückigem, das bekommt deutlich leichter ein "Gschmäckle".
    Und das Angebot an stückigem Fleisch im Frostversand wird meiner Meinung nach immer besser. Hähnchenkeulen selbst entbeint hab ich erst zwei- oder dreimal in den gut zweieinhalb Jahren, die ich jetzt barfe. Meistens gibt es bei irgendwem fertig ausgelöstes Hähnchenkeulenfleisch zu kaufen, aktuell beim Tierhotel. Einmal hab ich mich an einer Putenkeule versucht, weil ich dachte, "größer" kann ja nur "einfacher" bedeuten, aber denkste. Seitdem nie wieder ;)


    Bei den Eintagsküken wird der Dottersack vor dem Wolfen mit ziemlicher Sicherheit nicht entfernt, aber das ist nach neueren Erkenntnissen auch wurscht - die Geschichte vom angeblich alarmierend hohen Vitamin-A-Gehalt des Dottersacks entstammt wohl einem verrutschten Komma, ähnlich wie seinerzeit beim Eisengehalt von Spinat. Wenn du deine Miezen nicht NUR mit Küken ernährst - was man u.a. wegen des vermutlich geringen Calcium- und Fettgehalts sowieso nicht sollte -, kannst du den Dottersack ruhig dranlassen.


    Lamm- und Pferdeblut hab ich irgendwo auch schon gesehen, ich glaube bei Haustierkost.


    Liebe Grüße, Nadine

    Hallo Petra-Christine,


    leider ist Katzenbarfen ne etwas andere Geschichte als Hundebarfen, du wirst also das Wissen vom einen nicht unbedingt 1:1 aufs andere übertragen können.
    Die Hauptunterschiede: Katzen sind im Gegensatz zu Hunden wirklich reine Carnivoren, deshalb kann man Nährstoffe fast gar nicht mit pflanzlichen Zutaten ins Futter bringen; und Katzen in freier Natur nehmen mit ihren kleinen Beutetieren immer ausgewogene Mahlzeiten zu sich, während Hunde von ihrer größeren Beute ja mal diesen und mal jenen Teil abbekommen und deshalb bei den Nährstoffen vermutlich mehr Spielraum haben. Außerdem kommen Katzen meistens nicht mit größeren Knochen klar, und nicht alle mögen gewolfte Knochen, deshalb ist man bei der Calciumversorgung eingeschränkter.


    Katzenbesitzer haben außerdem oft mit Mäkelei zu kämpfen, aber bei so einem Kleinteil dürfte das noch kein Problem sein, die gewöhnen sich schnell an jede Art von geeignetem Futter. :)


    Die meisten sagen, Katzenbarf wär viel komplizierter als Hundebarf - ich finde eher das Gegenteil, weil's beim Katzenbarfen m.E. nur wenige, aber dafür vernünftige Ansätze gibt, während einem beim Hundebarf jeder was anderes erzählt, jeder auf irgendein anderes Öl oder Pulver (oder auf völlige Öl- und Pulverfreiheit) schwört und wirklich fundierte Quellen dazu irgendwie kaum zu finden sind.


    Lies dir am besten mal ein paar Einsteiger-Themen und -anleitungen durch - ich finde die hier am besten:


    Barfen - Ernährung unserer Samtpfoten
    B.A.R.F.-Tutorial Archive - Haustiger - Katzen verstehen (mehrere Teile, unten auf Seite 2 ist der erste)


    Guck dir außerdem hier bei dubarfst die Grundrezepte an, damit kannst du schon mal eine Weile "überleben" und siehst außerdem direkt, welche Supplemente wir so üblicherweise verwenden und in welchen Mengen:


    Grundrezepte Natürliche Supplemente, easyB.A.R.F und Instinct TC (geändert)
    Grundrezept mit Knochen


    Und dann bestellst du dir am besten hier unter dem Menüpunkt "db-Lizenzen" den Kalkulator und das Einsteigerscript. Mit dem Kalkulator kannst du selber Rezepte berechnen, die nicht so pauschal sind wie das Grundrezept, sondern an die verwendete(n) Fleischsorte(n) angepasst.
    Dann noch hier lesen und Fragen stellen, dann bist du schon ganz gut vorbereitet :)


    Als Ergänzung kannst du immer mal ganze Beutetiere füttern, wie Eintagsküken oder Frostmäuse - ich persönlich zieh da für meine Miezen z.B. ganzes gewolftes Kaninchen oder Huhn vor, das kann man ja fertig kaufen.


    Ach ja, und OT aber trotzdem sehr wichtig: Das Kätzchen sollte (wenn es gesundheitlich durchgecheckt, geimpft etc. ist) einen etwa gleichaltrigen und gleichgeschlechtlichen Spielkumpel bekommen. In dem Fall würde ich zu einem Kätzchen raten, das 12-14 Wochen alt ist und bisher bei ihrer Mutter und ihren Geschwistern gelebt hat, also gut sozialisiert ist und deiner Kleinen die wichtigen Dinge beibringen kann, die sie verpasst hat, weil sie so früh von ihrem Wurf getrennt wurde.
    Katzen sind soziale Tiere, sie sollten nicht ohne Artgenossen aufwachsen müssen. Menschen und Hunde sind als Sozialpartner zwar OK, aber halt doch nicht dasselbe wie ein Artgenosse, der mit deiner Miez kätzisch "reden" und spielen kann. Auch wenn die Kleine später Freigang bekommt - in nem normalen Wohngebiet würde ich eine Katze frühestens im Alter von etwa 10 Monaten rauslassen, weil sie vorher einfach zu unvorsichtig sind. Und die Zeit bis dahin ist die kritischste Zeit für die Sozialisierung, die sollte sie nicht ohne Artgenossen isoliert in der Wohnung verbringen.


    Liebe Grüße, Nadine

    Hallo @Chalame ,


    nicht wundern, ich hab dein Rezept in einen neuen Thread verschoben, damit die Kommentare nicht mit denen zum Rezept der Erstellerin des anderen Threads durcheinandergehen. Manchmal gibt's ja Leute, die lesen nur den ersten Beitrag und geben dann gleich ihren Senf dazu.
    Zu deinem Rezept: Tja, da fehlt wirklich noch so ziemlich alles. Bisher hast du ja nur Eisen, Fett, Natrium und Taurin ergänzt. Hast du dich denn schon mal ein wenig ins Thema eingelesen?


    Liebe Grüße, Nadine

    Hallo Lydia,


    du hast dich da wohl mit den Einheiten beim Fleisch vertan - sicher wolltest du kein Rezept für 2 g (zwei Gramm) Fleisch rechnen, sondern eins für zwei KILOgramm (also 2000 g) ;)
    Wenn du das korrigierst, dann wird die genaue Dosierung der Supplemente auch gleich viel einfacher.
    Das Prinzip scheinst du ansonsten ja verstanden zu haben, nur mit der Energie kannst du ruhig auf 80% des angegebenen Bedarfs runtergehen, indem du entsprechend weniger Schmalz zufügst. Der Kalki nimmt nämlich einen sehr hohen Kalorienbedarf an.
    Du kannst die korrigierte Version ja dann nochmal einstellen :)


    Liebe Grüße, Nadine