Beiträge von Shevas

    Danke. Da bin ich ja beruhigt.
    In der Mittagshitze mag ich selbst auch nicht unterwegs sein, und falls wir doch mal während der heißen Zeit unterwegs sein werden, passe ich das Tempo an. Beim zu Fuß gehen dürften wir da keine Probs haben und radeln kann ich auch langsam. Bademöglichkeiten für den Hund finden sich hier etwa alle 2 Kilometer - für Abkühlung ist also gesorgt.


    Die Gelenke und Knochen sind lt. TA spitze. Der fand auch sein Blutbild welches wir im Januar, als er ankam erstellen ließen un- und außergewöhnlich gut.


    Das Canicox bekommt er vorsorglich und eher prophylaktisch. Die Schleimbeutelentzündung - das war wohl meine Schuld: Wir sind im Winter aufs Feld, das war einen Tag nachdem er einen Pfotenverband loswurde (am Bahngitter verletzt und Kralle eingerissen) und schon zwei Wochen "Schonzeit" hatte. Dort hab ich den Ball geworfen. Unter dem Schnee sah man die tiefe Ackerfurche nicht, da ist er ganz blöde aufgekommen beim Hinterherjagen. Ich hab das dann verschleppt, weil ich mal ausnahmsweise nicht so mimosenhaft sein wollte und dachte "warten wir das Wochenende ab". Fakt war, dass er nach drei Tage später (Sonntag) nach etwa 200 Metern Fußmarsch gestreikt hat. Er hat dann Cortison (Spritze) und ruhige Spaziergänge (so lange wie er mitmacht) verordnet bekommen. Die Spritze mussen wir noch einmal wiederholen, seither ist nichts mehr gewesen.


    Über den Setter an sich hab ich mich schon informiert. Hier in der Gegend sieht man hauptsächlich Labradore und Berner-Sennenhunde, die meisten im Alter fett, viele sind fast ausschließliche Hofhunde - kann man also keinerlei Vergleiche ziehen - umso mehr wundert mich natürlich seine Agilität.


    Ich kann mich allerdings erinnern, dass meine Mam während seiner besten Jahre mindestens einen drei- bis vierstündigen Spaziergang durch die Heide machte - eben weil er sonst zu Hause unerträglich nervig war. - Der schmeißt Dir dann in einer Tour Spielzeug vor die Füße oder hält es fest und winselt oder er drückt Dir ständig seinen Dickschädel an die Beine oder an den Hals (bei Mam durfte er auf die Couch). Couch ist hier verboten, als Alternative hat er ein orthopädisches Hundebett aus Memory Foam bekommen, eben auch um Knochen und Gelenke in den Ruhephasen zu entlasten. Das hat er voll akzeptiert.


    Sanny - wieso meinst du es ist viel für einen "reinrassigen" Hund?

    Hallo,


    ich brauch mal wieder Euren Input.


    Ich bin ja nun seit Ende Januar durch Erbe auf den Hund gekommen. Carlos ist ein Irish Setter, sehr lieb, sehr gut erzogen, sehr futtermäkelig.


    Wer das Problem der Futterumstellung mitgelesen hatte - das haben wir mittlerweile recht gut im Griff. Gewicht ist nun auch stabil.


    Meine Frage nun: Carlos ist 11 Jahre. Gesundheitlich ist er topfit, Knochen sind gut. Von einer im März erlittenen Schleimbeutelentzündung durch Fehltritt hat er sich gut erholt. Carlos ist es aus der Vergangenheit gewöhnt lange Spaziergänge zu machen, allerdings war meine Mam nicht mehr so gut zu Fuß, da waren viele Pausen drin. Äußerlich sieht man ihm "Alter"nur an der ganz leicht ergrauten Schnute an. Leute die ihn nicht kennen und von hinten springen sehen, sprachen mich schon an "der ist wohl noch recht jung?"


    Mein Mann und ich sind einigermaßen sportlich. Er joggt, gern auch mal Strecken von 12 - 15 km. Der Hund geht mit, murrt nicht, ist natürlich ko wenn er heim kommt. An den Tagen wo er nicht joggen geht - also der Hund - fahre ich gern mit ihm Abends eine Runde Rad. Da kommen dann sicher auch so 15, manchmal auch ein paar mehr Kilometer zusammen. Er läuft dabei IMMER ohne Leine. Mit dem Rad habe ich ein moderates Tempo, da kann er bequem traben. Manchmal flitzt er auch vor weil er etwas zu erledigen hat :D Wenn´s bergab geht, geb ich natürlich auch mal "Gas", da rennt er dann im gestreckten Galopp mit, meist springt er dabei noch umher und verlangt bellend nach seinem Ball. Machen wir Raucherpause buddelt er. Geschwommen wird zwischendurch auch (hier ist viel Wasser) - das liebt er. Ich hab bisher nicht erlebt, dass er unterwegs "schlapp macht" oder Pausen dazu nutzt sich hinzulegen und auszuruhen. An den Wochenenden machen wir dann eher mal lange (bis max 3 Stunden), gemütliche Spaziergänge bei denen er Aportieren, Buddeln und Schwimmen (wenn die Temperaturen es zulassen) kann


    Erlebt haben wir in der Vergangenheit zwar schon, dass er sich ins Feld legt und nicht mehr weiter möchte, aber das war in Situationen wo wir ihn vorübergehend zur Pflege hatten, er übergewichtig war und - meist im Hochsommer.


    Nun muss ich dazu sagen, wir sind beide voll berufstätig. Carlos ist tagsüber an die 9 Stunden allein mit den Miezen.
    Morgens machen wir etwa halbstündigen Spaziergang mit viel Apportieren, Abhang rauf und runter flitzen, Gehorsamsübungen, dann ist er halt allein und hat Zeit auszuruhen :D


    Ach so, als er die Schleimbeutelentzündung hatte und humpelte - da war natürlich zu erkennen, wann es ihm zuviel wurde. Er lief dann auch einfach nicht mehr weiter, blieb stehen, bis man umdrehte "Richtung Heimat".


    Im Normalfall trabt und rennt und hüpft er jedoch lebenslustig durch die Felder, sucht seine geworfenen Spielzeuge (und findet sie) und nutzt jede Gelegenheit zum buddeln oder dazu sich ins Wasser zu legen um zu saufen oder Schwimmen. Zur Bewegung animieren muss ich ihn draußen nicht.


    Verlangen wir ihm zuviel ab mit dem Joggen und Radeln? Woran erkenne ich, ob er überfordert ist?
    Mir ist es ehrlich gesagt sehr angenehm, wenn er zu Hause "tot" ist. Unausgelastet ist er im Haus ziemlich nervig (hängt ständig am Rockzipfel, gibt mit Spielzeug an etc.) und wir haben nicht wirklich Platz um drin mit ihm zu toben, andererseits fehlt mir wirklich die Erfahrung, was man von einem alten Hund verlangen kann - den letzten hatte ich als Schüler, das ist nun schon eine Ewigkeit her und meine Mam hatte ihn abgegeben ehe er bei uns alt werden konnte.


    Auch wenn er sich nichts anmerken läßt - ich hab ein bisschen Sorge, er könnte diese Aktivität nur uns zu Liebe mitmachen. Er ist sehr bemüht immer alles richtig zu machen.


    Vielleicht ist es noch wichtig zu erfahren, dass er in der Vergangenheit der Chef im Hause war und auch viel Verantwortung tragen musste - Sitzplätze für meine Mam suchen und frei machen (falls besetzt, setzte er sich vor die Menschen und schaute sie an bis entweder meine Mam kam oder die freiwillig gingen), etwas von den Einkäufen tragen, Medikamentenboten an der unteren Haustür abfangen und die Tüte nach oben tragen und halt generell auf meine Mam aufpassen - er ließ sie nie aus den Augen. Das braucht er hier alles nicht mehr und nach seiner Trauerzeit konnte man förmlich sehen, wie eine Last von seinen Schultern abfiel. Er hat nun auch schon bemerkt/gelernt, dass wir auf IHN aufpassen und er keinerlei Verantwortung tragen muss.


    Wenn es für die Beantwortung wichtig sein sollte, hier Infos zu seiner Ernährung:
    Carlos hält sein Gewicht aber gut. Da er sehr mäkelig ist, kann ich ihn nicht voll barfen. Fleisch mag er sehr gern. Knochen verträgt er nur in geringem Maße ohne den Kot fest werden zu lassen. Kot muss weich sein aufgrund eines Dammbruches und eines Stieltumores über dem After. Unser TA sieht keinen Grund zur OP so lange der Tumor keine Probleme beim Kotabsatz macht und wir den Dammbruch im Griff haben - wie gesagt, Carlos ist bereits 11. Er bekommt also als Grundnahrungsmittel Dosenfutter (überwiegend Rinti, manchmal Rocco, manchmal Animonda).


    In der Regel sieht seine Fütterung so aus, dass er 800g Dofu bekommt vermengt mit Haferflocken, Pürree aus gegarter Möhre + Apfel (beides gegart, sonst spuckt er es aus), etwas Joghurt, etwas Öl (Distel-, Walnuss-, Sesam-, Maiskeim- oder Kürbiskernöl), 2 Tabletten Canicox (gemörsert, sonst spuckt er es aus) - das als Grundnahrungsmittel. Manchmal bekommt er auch noch etwas Kartoffeln, Nudeln oder Reis mit hinein. Wenn das aufgegessen ist gibt es entweder noch Dose pur oder wechselndes Fleisch so zwischen 400 - 1000 g (Suppenfleisch, Rinderherz, Pansen weiß oder grün, Gehacktes, Hähnchen- oder Putenbrust, -mägen -herzen, Kopffleisch, seltener Hähnchenkeule, oder auch mal gegartes vom Schwein (Herz, Nieren, Leber). Als Knabberzeugs gibt es auch mal Kehlkopf, Schlund trau ich mich nicht wirklich. Gefüttert wird die Hauptmahlzeit abends, wenn morgens der Napf mal leer sein sollte bekommt er etwa eine halbe Dose, dann nur mit Haferflocken, Öl und manchmal etwas Quark (mag er eigentlich gar nicht). Trofu gibt es nur selten und wenn, dann in kleinen Mengen oder halt unterwegs als Belohnungsleckerli, er verträgt es schlecht (Durchfall, Blähungen - unabhängig vom Getreideanteil).


    Danke für´s lesen. Ich freue mich auf Input und falls noch Fragen sind... :computer3:

    Ich hab schon öfters bei meinen Katzen ohne Krankheitsanzeichen einen großen Checkup veranlasst. Meist jährlich, weil wir eben auch nicht mehr jährlich impfen.


    Warum - nun, das ist relativ einfach erklärt. Jedes gesunde Individium hat im Rahmen der Normwerte seine individuellen Werte. Hast Du einige Blutbilder von Deinen Tieren anfertigen lassen als sie gesund waren, kannst Du im Vergleich Veränderungen schneller feststellen.


    Ein zwar nicht ganz passendes Beispiel weil kein Blutwert betroffen ist, aber anschaulich: Ich hab normal niedrigen Blutdruck. D.h. bei mir sind Werte von 99/56 - 114/64 "normal". Hätte ich jetzt im Rahmen der Norm einen normalen Blutdruck von z.B. 135/76 wäre das für mich nicht normal (und wahrscheinlich Ursache für einen Schädel wie Eckkneipe)


    Bei einer Katze die gesund IMMER z.B. noch im Normrahmen befindliche aber am untersten Wert grenzende Leukozyten aufweist und plötzlich am oberen Ende der Norm liegt, würde ich z.b. etwas genauer hinschauen, weil es für sie NICHT normal ist. Ohne Vergleichsblutbild würde es allerdings gar nicht auffallen, weil "in der Norm".

    Danke, dass Du Dir die Mühe machst, Dich durch die langen Beiträge zu wühlen.


    Heut zickt er wieder etwas rum und muss wohl erst mal eine Runde schlafen, ehe er sich überlegt zu essen. Ist ein EL Joghurt im Futter, das ist erst mal eine Bremse - bis er sich überwunden hat, dann geht es ganz gut.


    Dofu mit Fisch mochte er in der Vergangenheit wohl nicht so gern. Bin ja gespannt auf morgen, hab grad Seelachs und Lachs gedünstet. Wenn er nicht will - so ein gutes Kilo Fisch ist für die Miezen keine staubige Arbeit.


    Heute war eigentlich als "Nachtisch" Hähnchenleber mit Schmalz und Kokosraspel angedacht. Die Raspeln kleben immer so gut am Fleisch und sind so schön faserig.


    Ein bisschen Durchfall mal wegen zuviel Fett wäre wohl nicht so schlimm. In den letzten Jahren mit Mischfutter (Dose, Fleisch, Trofu) hat er - wohl wegen des Trofus - immer sehr dünnen Kot und stinkige Blähungen gehabt. Und ich dachte erst, das wäre von der getrockneten Lunge die er gern mal als Leckerchen bekam. Aber davon - zumindest bei der gegarten - war gar nix.


    Im Dofu kann ich gut das ganze "ungeliebte Zeugs" untermischen, was er für seine Verdauung braucht. Das Fleisch hinterher möchte ich ihm nicht auch noch "versauen" ;) Deshalb gibt es das auch immer erst NACH Dose. So hab ich auch etwas im Blick, wie sein Hunger ist.


    Fett füttern will ich ihn keinesfalls. War er aber auch noch nie. Selbst mit den 46 kg nicht, obwohl er da für meine Begriffe schon etwas zuviel drauf hatte. Gegen ein kleines Pölsterchen hab ich gar nichts einzuwenden, auch bei den Miezen nicht. Bei den Miezen bin ich ja durch damalige Ausstellungen im Blick "geschult". Meine hatten immer "gute Kondition" - die Umschreibung der Richter für "etwas zuviel auf den Rippen". Mein Orientalenkastrat hatte gerade im Frühjahr noch Winterspeck und dann auch schon mal "sehr gute Kondition" :D Störte mich nie, denn sobald die Heizung abgestellt wurde, war er wieder aktiv und hat den Speck abtrainiert. :lach: Nur Carlos liegt ja nicht auf der Heizung rum. Humpeln ist übrigens schon wieder etwas besser, wenn auch nicht weg.


    Das hier ist er übrigens - mit noch 46 kg und unter Mischfütterung inkl. Trofu. Bild ist relativ aktuell


    Und das hier ist von gestern - müder Hund, liegt wie ausgegossenr um und war nicht zu bewegen aufzustehen


    für einen optischen Gewichtsverleich taugen die nicht. Aber Deine Mühe soll ja auch belohnt werden. :schü:

    Wollt mal wieder einen Zwischenbericht geben.


    Was nicht geht:
    Rohe Innereien - nicht wirklich und gewolft schon mal überhaupt nicht
    Euter - geht gar nicht
    Quark - ist wiederlich
    Getreide - verträgt er nicht gut (Blähungen, selbst bei kleinsten Mengen, wie z.B. 100g teures Mistkatzenfuttertütchen)
    Leinöl


    Was geht:
    Möhre und Apfel zusammen gegart und pürriert geht ganz gut.
    Haferflocken werden aktzeptiert
    Nudeln - wenn´s nur wenige sind wird´s toleriert.
    Joghurt in kleinen Mengen wird akzeptiert
    Schweinelunge und -nieren gegart geht. Lunge ist allerdings etwas, was er grad gar nicht braucht.
    Pansen mag er gern.
    Geflügelmägen
    Geflügelherzen
    Geflügelleber
    Jegliches Muskelfleisch geht gut.
    Kehlkopf zum knabbern geht gut - muss ich aber auf den Kot aufpassen. Daher max. 1x wöchentlich
    Hühnerbeine sind total lecker - wegen Knochen aber max. 1 x wöchentlich möglich
    Suppenfleisch hat hohen Suchtfaktor bei ihm, möchte ich derzeit nicht, bis er bei der Fütterung etwas aufgeschlossener ist
    Rinderhack - naja. Gemischt gegart hab ich noch nicht probiert.
    Rührei geht gut
    Distelöl
    Walnussöl
    Rapsöl


    Wir waren jetzt zur Trauerfeier und Beisetzung und so konnte ich etwas mehr über seine letzte Zeit im alten Heim erfahren. Also unterm Strich hat er bei uns wesentlich mehr Bewegung, selbst wenn unter der Woche mal keine langen Spaziergänge möglich sind.


    Nach 1,5 Stunden mit dem Rad ist er geschafft (bin wirklich sehr langsam gefahren, und hab zum Buddeln angehalten, er wollte auf den letzten 300 Metern noch seine Püppi geworfen haben), da will er abends auch nur noch mal an den Baum und bitteschön gleich wieder rein *lach*
    Den Abend hat er seine Dose weggeputzt und hinterher noch etwa 2,5 kg "Schweinerei" (Lunge, Herz, Niere)


    Momentan humpelt er wieder. Er hat sich gestern vertreten auf dem Feld im Schnee. Da war ein schneebedeckter Graben. Er will rennen und rennt auch, humpelt aber. Ich denk, ich schau mir das noch zwei Tage an. Druckempfindlich ist er beim Abtasten nicht. Also gibt es die nächsten Tage eher kürzere Spaziergänge mit Buddeln und sonstigen Übungen.


    Tja nun - was kann ich ihm geben, damit er zunimmt?
    Öl oder Schmalz zum Futter?
    Öl gab es jetzt immer einen Schuss drüber, so aus dem Bauch heraus.
    Kohlehydrate? Kartoffeln würde er mir abnehmen.
    Fettes Schweinefleisch?


    Fisch, z.b. Seelachs oder Lachs hab ich noch nicht probiert. Versuchen wir demnächst mal.


    Ich rationiere sein Futter nicht. Er frisst meist abends/nachts und haut sich eventuelle Reste am Vormittag weg. Dann gibt es erst abends wieder. Wenn er am Abend den Napf leer hat, gibt es Nachschlag (meist fleischiges, seltener noch eine Dose)


    Mein Eindruck ist, dass die Wirbelsäule und die Hüftknochen zu gut zu sehen sind - mir jedenfalls. Rippen sieht man noch nicht, fühlt sie aber sehr schnell. Die Beinmuskulatur wirkt insgesamt besser ausgeprägt. Er ist - abgesehen vom aktuellen Humpeln - leichtfüßiger. Insgesamt sehr verspielt und bewegungsfreudig. Schätze ihn momentan auf 41 kg. 43 dürfte er gut haben, der TA hat auch bei knapp 46 kg gesagt, er bräuchte nicht abnehmen. Ich weiß aber auch, dass Muskeln schwerer wiegen als Fett, von daher dürften es wohl auch 44 kg. Bei 45 kg springt er nicht mehr so unbeschwert ins Auto.


    Komplett auf Barf umstellen wird nicht funktionieren. Dafür lehnt er zuvieles ab und quittiert solche Versuche dann mit Nahrungsveweigerung. Ich möchte dem alten Hund auch nicht Dinge aufzwingen, die er absolut wiederlich findet. Hier bitte ich um Euer Verständnis. Bei einem jüngeren Hund würde ich das durchziehen, aber Carlos ist 11. Wer weiß, wie lange er noch hat. Da soll es ihm auch schmecken und vor allem soll er regelmäßig essen, muss ja nicht immer die gleiche Menge sein. Denke, dass ein Mix aus Dose und Fleisch durchaus ein gangbarer Weg ist einen Hund gesund zu ernähren


    Verdrauung klappt übrigens momentan sehr gut, gute weiche geformte Konsistenz, Farbe wird allmählich dunkler (war vorher eher ocker). Seit Absetzen des Trofus keine Blähungen mehr. Der Dammbruch macht auch keine Probleme, abgesehen davon, dass er manchmal wohl nicht ganz einschätzen kann, ob er nun fertig ist.


    Ein Superleckerli haben wir auch gefunden: Getrocknete kleine Fische. Da ist er ganz narrisch nach. :D


    Noch eine Frage
    Hauptfutter ist ja Dose (800g). Worauf sollte ich innerhalb einer Woche achten bei der Zufütterung (durchschnittlich wohl um die 600 g)? Bei den Miezen muss ich vorsichtig sein mit Leber (Vit A) und Rinder-, Lammherz (Vit D) Ich versuche das nur 1 x wöchentlich zu geben momentan.


    Sorry, wenn es wieder alles etwas lang wurde und vielleicht auch etwas durcheinander. Aber immerhin kann ich nun schon mal sagen, dass wir uns schon ganz gut aneinander gewöhnt haben und die Waagschale auf Seiten der Freude wesentlich schwerer ist ;)

    Ja, ich hab auch gesehen, dass einigen Diätfuttermitteln Taurin zugesetzt ist. Aber ist es schädlich für Hunde? Wie gesagt, die Frau behauptet, es könne Nierenschädigungen auslösen.
    Mir ist das unklar, da Taurin ja durchaus Bestandteil von Muskelfleisch ist. Oder liegt es in der Dosierung?




    Euter ging gar nicht. Quark ist ein absolutes No-Go. Zwei Tage haben wir es versucht, auch Rinderleber und Hähnchenherzen konnten ihn nicht dazu bewegen die Euter-Quarkpampe zu futtern. Nun ist es eingefroren und wartet auf die Hunde meiner Freundin ;)


    Dafür hat er dann gestern zwei Dosen Rinti ohne Zusätze weggehauen und sogar die gegarten Möhren aus dem Napf geleckt :D
    Dafür war dann heute der Output etwas fester. :S


    Heute gab es dann zunächst 1 Dose inkl. Möhren, Haferflocken und Joghurt (in kleinen Mengen - etwa 3 EL pro 800g-Dose sind akzeptabel). Wir tasten uns langsam ran. Als Nachschlag gab es dann noch 500g Blättermagen. Ich denke, die Menge sollte ausreichen.


    Wenn wir so klarkommen, also 1 Dose + 500 g Fleisch/Innereien wäre ich schon glücklich. Das wären dann etwas mehr als 2,5 % vom Körpergewicht, aber eben inkl. Dose. Vielleicht kommen wir ja dahin, dass er täglich 1/2 Dose plus Gemüse etc. bekommt + 500 g Fleischiges + Zusätze und wir so auf max. 1100 g Futter am Tag kommen im Durchschnitt. Das müsste dann doch eigentlich reichen, oder? Klar darf er gern mehr essen, wenn wir einen "anstrengenden" Tag verbracht haben.


    Gegarter Apfel geht mittlerweile auch. Denke, dass wir anderes Gemüse und ggf. auch Obst in homöopathischen Dosen einschleichen werden.


    Momentan bekommt Carlos AB. Wir hatten ein kleines Unglück als ich ihn abholte. Da ist er im Zug auf den Stufen ausgerutscht und zwischen Zug und Bahnsteig gerutscht. Es gab ein paar Tropfen Blut auf dem Bahnsteig, aber Carlos lief normal und leckte nirgends, also maß ich dem weiter keine Bedeutung bei - jedenfalls nicht mehr nachdem meine Beine aufhörten zu zittern. Am Samstag beim Bürsten stellte ich eine kleine Schwellung an der Wolfskralle fest. Behandelte dies in erster Hilfe erst mal mit Betaisodona-Lösung und anschließend mit antiseptischer Bepanten. Lt. TA am Montag war das gut. Nun hat er einen dicken Verband und Zugsalbe drauf. Es hat sich entzündet. Die Kralle ist abgebrochen und entfernt worden. AB wäre noch nicht unbedingt nötig gewesen, aber da er ja momentan noch so schlecht gegessen hat und auch wegen des Umgewöhnungsfaktors, war mir lieber direkt damit anzufangen als morgen ein böses Erwachen zu erleben. Morgen kann der Verband ab. Wenn alles gut aussieht, stehen für die nächsten Tage noch Fußbäder an. Falls nicht, müssen wir uns noch mal beim TA sehen lassen.

    Ich muss jetzt mal ganz doof fragen: Ist Taurin für Hunde schädlich?


    Manchmal futtern meine Miezen ihr Barf nicht auf. Der Hund nimmt es gern. Klar ist Katzenfutter anders ausgelegt als Hundefutter. Wir reden hier von Mengen von 100 - 200 g und das nur gelegentlich.


    In meinem Katzenfutter sind etwa 10 % Ballaststoffe enthalten, keine Knochen. Basis ist in der Regel Muskelfleisch, auch mal Innereien wie Lunge, Milz, Niere (selten). Taurin gebe ich eher an der oberen Grenze.


    Eine Arbeitskollegin meines Mannes behauptet nun, Taurin könne bei Hunden Nierenschäden auslösen ?(:watt:
    Kann das sein? Wo doch Taurin Bestandteil von Muskelfleisch ist?


    Einerseits freu ich mich ja, einen Abnehmer für verschmähtes zu haben, andererseits möchte ich Opa Carlos natürlich nicht schaden.

    Danke Sunny, so lange wird es wohl auch bei uns dauern, bis wir komplett assimiliert worden sind :schü: und Carlos einfach nur als Freude empfinden.


    Er überrascht mich allerdings immer wieder - nachdem er ja gestern 500 g Pansen mit Möhre eingatmet hat (einige Möhrenstückchen konnte er erfolgreich aussortieren) hat er gerade Futter im Napf gesucht. Also hab ich den Rest Dosenfutter-Zutatenpampf hingestellt und siehe da - das erste Mal seit er hier ist, hat er innerhalb von 12 Stunden eine vernünftige Menge gefuttert :sp:


    Heute Abend gibt es geschnittenes Euter. Mal sehen, ob ihm das auch schmeckt.


    Mich wundert ohnehin, dass er diesmal fast gar nicht gezickt hat mit dem Futter. In der Vergangenheit konnte ich immer davon ausgehen, dass er die ersten zwei bis drei Tage gar nichts nimmt. Gegessen hat er ja vom ersten Tag an, nur halt relativ wenig.


    Jetzt bin ich erst mal einige Tage zu Hause. Da werden wir gut üben nach dem Rütter-Buch und seine bekannten Kommandos etwas aufpolieren und etwas über Sozialstrukuren mit Hund lernen. Es dürfte dann für uns auch einfacher werden, wenn wir wissen, wie wir einen Hund "zu nehmen" haben. Als Katzenhalter ist es ja relativ einfach definiert, da bist Du als Mensch Personal :D und das ist auch ok.

    Es interessiet ihn nicht wenn der Napf voll rumsteht.
    Mehrere Portionen geht auch nicht - bin ja berufstätig.


    Ich hätte mir unter diesem Aspekt keinen Hund angeschafft, aber nun, ich bin nicht gefragt worden. Nun müssen wir sehen, wie wir alle klar kommen. Bisher jedenfalls toitoitoi, geht alles glatt.

    Danke noch mal für all Euren Input. Hund und Katze sind schon recht unterschiedlich in ihren Bedürfnissen. Meine Miezen futtern alle zusammen ja auch kaum annähernd das, was sie futtern sollten und schaffen es teilweise trotzdem noch Speck anzusetzen und zu mäkeln. Die können z.B. drei bis vier Tage meinen, dass ca. 480 g fertig zubereitetes Barf täglich für 7 Katzen völlig ausreichen. Zusammen haben die nicht ganz 40 kg. Da liegt Carlos mit seinen etwa 600 g täglich von der Futtermenge gar nicht so übel.


    Das Rinti liegt bei 11% Protein bei 9 % Fett
    das Terra Canis zwischen 8 - 13,1 % Protein und 0,9 - 12,1 % Fett
    und Lukullus zwischen 10,1 und 11,2 % Protein und 6,6 - 7 % Fett

    Ja, so war das mit 43 kg. Nicht gesehen aber gut gespürt. Er ist aber auch recht gut bemuskelt. Ist gut, ich werd drauf achten.


    Versuche heute mal herauszufinden, ob Carlos generell ein "Anstandshäppchen" liegen lässt. Gab heute eine ganze Dose mit den üblichen Zutaten (Möhre, Joghurt, Haferflocken, Diestelöl).


    Ich bin mittlerweile jedoch zuversichtlich, dass diese selbstgewählte FDH bald ein Ende hat. Er ist mittlerweile sehr empfänglich für Leckerlis bei den Spaziergängen :D


    Kot ist übrigens super. Weich aber gut geformt. Stinkt kaum noch. Pupsen ist auch fast, weg obwohl es gestern getrockneten Pansen gab auf sein Bettchen.

    Heute morgen war noch etwa die Hälfte übrig. Nachdem ich aber das übrige pure Rinderhack von den Miezen noch mit draufgelegt hab, war zumindest heute Abend alles ratzeputze weg :bäääh: Carlos bekommt nun den Beinamen "Bananenesser" :lach:


    Armer Hund, für heute hab ich noch eine Portion davon. Die "Beule" von seinem Dammbruch ist momentan kaum zu spüren :thumbup:


    Ich hatte ihn einmal nach einem langen Urlaub von 6 Wochen hier von 48 auf 43 kg gebracht. Hauptsächlich mit Laufen mit und ohne Rad (ich, nicht der Hund), Schwimmen und Buddeln und Nasenarbeit. Da fand ich ihn völlig ok, nicht zu dünn. 42 kg wären wohl auch noch ok gewesen. Weniger sollte er sicher nicht haben. Damals hat er auch gut zwei Wochen rumgezickt mit dem Futter, das ist nun aber schon gut 5 Jahre her.
    Meint ihr, das ist in Ordnung, wenn ich das Gewicht von damals als kritische Grenze sehe?

    So, ihr lest jemanden, der den Morgen gar nicht erwarten kann. Weil... der Gourmet tischt auf:


    400 g Rinderhack
    1 Banane (sehr zerkleinert)
    1,5 Möhren (musig)
    1 Hand voll Haferflocken (etwa 15 g)
    1 kleine Tasse ungesalzenen Reis
    1 kl. Becher Quark 40 %
    etwas Maiskeimöl um alles geschmeidg zu rühren
    1/2 TL Bierhefe


    Alles in allem wieder 600 g. Noch ist der Teller nicht leer. Obst mag er ja eigentlich bisher so überhaupt nicht, aber Gemüse ja auch nicht und gequetschte Möhre geht. Mal sehen ob das frische Hack es rausreißt.


    Bitte: :barf1:

    sunny, genau das ist ja Zweck des ganzen. Nicht gerade Durchfall, aber eben doch weicher Kot.


    Appetit hat er wohl schon, nur schmeckt es ihm (noch) nicht, glaub ich. Ist wohl auch kein Wunder wenn man nach 11 Hundejahren plötzlich Gemüse und Joghurt essen soll. Er hatte letzten Montag beim TA knapp 46 kg auf die Waage gebracht. Leckerlis wie Schweineohren, Würstchen oder Kauknochen nimmt er ohne weiters an.
    Könnte mir vorstellen, dass es ihm jetzt so geht wie "ich hab ein bisschen Hunger, aber das ist nicht lecker". Hoffe dass es nächste Woche ein "ich hab so Kohldampf, ich kann ein halbes Schwein fressen" ist :whistling:


    Angedacht ist, dass ich die 800g-Dose weiterhin mit Gemüse, Joghurt/Quark, Haferflocken/Weizenkleie, evt. Rührei, Öl anreichere und das auf 2 Mahlzeiten aufteile. Wenn er das verputzt hat soll er halt Fleisch/Innereien bekommen. Muss ich bei diesem Plan Kalzium zugeben? Knochen soll er ja nicht.


    Ach so - das Blutbild war übrigens superspitzenmäßig!

    Ok, wenigstens Milz hab ich bestellt. Auch etwas Euter und Innereienmischung. Werde sehen wie er drauf anspricht.


    Gestern futterte er 600 g Futter aus Dose (Rinti), Rührei, Haferflocken, Möhre, Joghurt und Leinöl. Heute gab es nach laaaangem Spaziergang erst einmal 400 g Hähnchenherz mit Kokosraspeln. Futter wie oben wurde anschließend serviert aber noch nicht angerührt.


    Mehr als max. 600 g hat er mir bisher noch keinen Tag abgenommen. Ist ein bisschen wenig, oder? Aber reinzwingen kann ich es ja auch nicht. Soweit ist er munter, verspielt und gut drauf.

    Hihi, die Probs hab ich auch hin und wieder.
    Pur wird das Fleisch gefuttert und mir quasi aus der Hand geschlagen und wenn ich es dann zubereitet hab, eingefroren und wieder aufgetaut ist es plötzlich bäääh. Manchmal wird auch gekotzt. Aber der Output ist gut, also muss genug drin bleiben.
    Frisch supplementiert geht hier gar nix. Mindestens 2 - 3 Tage MUSS es eingefroren gewesen sein.
    Ich laß mich aber auf keine Kompromisse mehr ein, geht auch finanziell gar nicht mehr, und schon gar nicht wenn ich einen ganzen Eimer voll von einem Rezept gemacht hab. Dann gibt es 1/2 Portion für die nächsten Tage und siehe da - am Tag 4 ist es plötzlich wieder lecker.
    In ganz heiklen Phasen füttere ich dann auch mal für 2 Wochen Dofu, spätestens dann schmeckt das Barf wieder.


    ich hab mir allerdings angewöhnt die Miezen von allem zu verarbeitendem Fleisch zunächst pur kosten zu lassen. Wird es dann genommen, kann ich mir sicher sein, dass es nicht angegammelt ist.