Beiträge von Shevas

    Wir haben braunen Output :kon: Allerdings sind wir jetzt bei 60.000 Einheiten Kreon. Lt. Doc geht da noch was. Ich soll mich also weiter rantasten, wie bisher. Allgemein gefiel Carlos dem Doc gut, abgesehen eben vom Gewicht. Carlos ist jetzt unter 37 kg.


    Ich hoffe, das gibt sich nun wieder. Denn dummerweise - seit wir scheinbar die richtige Dosis Kreon gefunden haben und die Verdauung optimiert ist - seither überlegt sich dieser Hund wieder ob er überhaupt Hunger hat.


    Hirse klappt übrigens wirklich gut.

    Dankeschön für Deine Antwort.
    Bislang hatte er von jedem Trofu Blähungen bekommen, von manchen mehr von anderen weniger. Ein getreidefreies Trofu hatte ich auch mal, hat er nicht vertragen, weiß aber nicht mehr, was da als Ersatz drin war. Dofu mit Pansen (Rinti) macht auch Blähungen - und was für welche :wacko:


    Rohrzucker hab ich da. Zähne sind nicht das Problem, sind auch kaum noch vorhanden, also abgenutzt durch viele Jahre Suppenfleisch


    Das bisschen Fett am Hühnerherz werde ich ganz sicher nicht abschneiden. Rinder- und Schweineherz bekomme ich hier fast ausschließlich ohne Fettkranz (was ich wegen der Katzen oft bedaure). Das bisschen Fett von der Hühnerbeinhaut scheint auch nicht das Problem zu sein. Da bleibt der Kot ja gut geformt. Einmal jedoch als das Katzenbarf gediebt hat - welches ja deutlich fetter ist, gab es Kuhfladen.


    Ach so, wollte ich noch sagen zur Menge: Hatte ihm letztens mal eine Extraportion gegeben, also eine zusätzliche Mahlzeit. An dem Tag gab es "unser Grundrezept" morgens mit Joghurt, am späten Nachmittag mit 400 g Katzenfutter und am späten Abend mit 40%igem Quark. Was soll ich sagen? Obwohl er seinen Napf neuerdings fast immer komplett leert und ich bange habe, er hätte noch Hunger - von der letzten Mahlzeit hat er mal kurz geschlabbert, aber eigentlich stand sie zum Frühstück noch da.


    Output ist bei 2 x täglicher Fütterung mit jeweils 1 Kapsel Kreon 25.000 gut geformt, tendenziell wird der Stuhl etwas fester und farblich geht es mehr und mehr vom ursprünglich karottenorange ins braune. Es tut sich also etwas. Ich hoffe ja, dass die Farbveränderung auch gleichzeitig als bessere Nährstoffverwertung zu werten ist. Ich schau erst mal noch etwas mit der Dosierung, eventuell braucht er ja noch etwas mehr.


    Kartoffeln sind keine guten Energielieferanten? Ich hatte die als "Mastfutter" und "leicht verdaulich" im Kopf???


    Hirse und Amaranth werde ich mal versuchen. Aber zunächst einmal Rohrzucker. Was denkst Du? Einen Esslöffel pro Mahlzeit?


    Wenn das Kreon anfängt zu wirken, wie lange mag es dann dauern, bis Carlos wieder etwas zunimmt? Hat da jemand schon Erfahrungen?
    Sonst erst mal nix zu kritteln an unserem "Grundrezept"?
    Eine Frage noch: Carlos liebt Trockenfisch (hatte ich eigentlich mal für die Miezen gekauft, die mögen das aber nicht) - kann man den zwischendurch als Leckerli bzw. Belohnung geben? Oder sollte man auf Leckerlis ohne Enzyme generell verzichten?

    Hallo zusammen,
    ja ich hab auch schon gesucht und gelesen ;)


    Der Problemhund ist unser Carlos (Irish Setter, 13 Jahre, nur noch 36 kg) tierärztlich untersucht, natürlich - Probleme mit der Verdauung, relativ sicher Bauchspeicheldrüseninsuffizienz. Außerdem Perinealhernie (bisher unproblematisch), einige (ziemlich sicher) gutartige Stiltumore, u.a. oberhalb des Afters. Unverträglich auf Getreide (Blähungen, DF)


    Mittlerweile komplett umgestellt vom Fertigfutter, da er hier immer wieder mit breiigem gelben DF reagierte und vor allem - immer weniger wurde. Auf Anraten des TA haben wir die Kohlehydrate erhöht. So sieht sein Grundfutter nun etwa so aus:


    2,5 kg Kartoffeln (mit Schale gegart, mit Kochwasser pürriert)
    1 kg Möhren (mit Schale gegart, mit Kochwasser pürriert)
    1,5 kg Fleisch (hauptsächlich Hühnerbeine, mageres Schwein, Hähnchenherzen, Rinderhack, ab und zu Leber, alles gegart)
    10 Eier
    5 g Eierschale pro kg Fleisch
    einen TL Bierhefe
    Statt Salz zum Kochen gebe ich Instant-Rindsboullion bei - auch als Geschmacksverstärker.


    Von dieser Mischung bekommt er täglich etwa 1,6 Liter. Obendrauf gibt es zum Frühstück einen Becher Joghurt 3,5 % oder Quark 40 %, am Abend obendrauf eine Dose Lux (Katzenfutter, kein Getreide, kein Zucker, 9 % Protein).


    Ergänzen tun wir das ganze außerdem mit je 1 Kapsel Lachsöl und Vit E, ab und zu eine Vitamintablette A-Z und Enzymen (Kreon). An die richtige Dosierung müssen wir uns noch herantasten, da ist unser TA auch etwas hilflos.


    Hiermit haben wir ihn gut stabil. Er nimmt nicht weiter ab (wo auch?), ist munter, tobt und rennt herum, das Fell ist glänzig, und der Output ist nun endlich gut geformt, rutscht gut heraus (was wichtig ist wegen der Hernie und damit es nicht am Tumor kleben bleibt)
    Das Output hat sich von ungeformt ockergelb zunächst in geformt karottenorange (etwas dunkler als Futterfarbe) gewandelt und nun, nach Einsatz des Kreons wird die Farbe zunehmend dunkler, geht also ins braun. Ab und an kommt am Ende noch mal etwas weiches, ockerfarbenes. Wobei ich das nicht überbewerten will, Carlos bekommt auch DF nach Baden im See, Pfützenwasser trinken und manchmal reicht es auch schon, wenn er nass ist vom Toben durch das noch taunasse Getreide.
    Mit den Enzymen "spielen" wir jetzt erst seit etwa einer Woche.


    Bauchweh, Übelkeit und Erbrechen - haben wir nicht.
    In den letzten 11 Jahren, also ehe er zu uns kam, wurde er "mischgefüttert": Fleisch, Dose, Trofu. Bei Rohfleisch wird er sehr schnell mäkelig. Unpürriertes Gemüse oder gar Obst geht gar nicht (manchmal koche ich nun einen Apfel mit).


    Meine Frage an Euch - ist das zu wenig Futter? Habt ihr sonst noch Ideen zur Verbesserung der Mischung? Knochen soll nicht, wegen der Hernie.

    Polypen? Eventuell könnte man, wenn er wegen der Zähne in Narkose liegt mal eine Sono machen.


    Afi hatte tief am Rachen einen Schleimpfopf, zäh wie alter Kaugummi. Speiseröhre ansonsten unauffällig, Atemwege auch ohne Entzündungsmerkmale. Nur dieser Pfropf. Das blieb Geräuschlos, äußerte sich nur darin, dass sie keine Küken am Pfropf vorbei bekommen hat. Der hat sich aber nach 2 Wochen AB völlig aufgelöst

    Hallo Heike,
    ich kann nun zwar zur Lysin-Frage nichts beitragen, aber es klingt in Deinem Post, als würdest Du meinen Siam beschreiben. Mal wird geschnoddert, mal wird gehustet, dann tagelang nix, dann geht es wieder mal mehr oder weniger heftig los. Klare Augen, guter Appetit, gutes Allgemeinbefinden. Wir haben auch schon diverse Experimente durch. Synolux, Zithromax über mehrere Wochen, Cortison als Ausschluss oder Bestätigung einer möglichen Allergie - negativ. Blutbild ist gut.


    Hier futtern weit mehr als nur zwei oder drei, von daher kommt Lysin ins Futter nicht in Frage. Aber in Absprache mit meinem Doc - dessen Vermutung bei dem "Krankheitsbild" ist, dass sich Turny irgenwann in der Praxis oder Klinik fiese Bakterien eingefangen hat, die vermutlich multiresistent sind und die er nicht mehr los wird. Sonograpie hatten wir auch schon, das nur am Rande. Also jedenfalls behelfen wir uns an den schnupfigen Tagen mit Meersalznasenspray und an den hustigen Tagen mit Spitzwegerichsirup vom Discounter - vom letzteren etwa 1 ml das reicht meist als einmalige Tagesdosis.


    Einen Grashalm in der Nase sieht man mit dem blosen Auge nicht.
    Zähnchen sind ok? Zähne (Forl, Zahnfleischtaschen) können auch manchmal Ursache für solch ungeklärte "Erkältungssymptome" sein.

    Ich habe noch kein sicheres Katzengeschirr gesehen. Selbst aus einem als "absolut ausbruchsicher" geltendem USA-Import wanden sich meine Miezen innerhalb von wenigen Sekunden heraus. Will ich meine Miezen also SICHER FIXIEREN bekommen sie ein weiches Halsband ohne Sollbruchstelle. Ideal, wenn es auch noch ein wenig mehr als fingerbreit ist, denn das würde im Falle eines panikhaften Ausbüchsversuchs den Druck besser verteilen.


    Für den Gartenspaziergang mit einer sehr gelassenen Katze mag ein Geschirr ok sein. Katzen haben da auch verschiedene Vorlieben. Hab hier welche die finden "Kleidchen" total klasse, können Halsbänder aber auf den Tod nicht ausstehen. Auch den umgekehrten Fall beobachte ich - also da wird mit Geschirr sich ganz flach auf den Boden gedrückt während von einem Halsband gar keine Notiz genommen wird.


    Aber wie gesagt - ein ausbruchsicheres Geschirr - nee.

    Die Leukos sind niedrig, einige Leberwerte erhöht, was auch auf einen Virusinfekt deuten könnte. Auch Trauer kann auf die Leber schlagen.
    B-Komplex gibst Du ja schon, eventuell zur Leberunterstützung noch etwas erhöhen. Eventuell könnte man auch mit Mariendistelpräparaten arbeiten.
    Die Leberwerte hat Dein TA möglicherweise nicht angesprochen, da ALT und AST gering erhöht bei vielen Infektionen vorkommen können.


    Wenn Du nichts übersehen möchtest, und auch angesichts des Alters Deiner Minki würde ich einen Termin beim Kardiologen vereinbaren und das Herz im Ultraschall checken lassen (bitte vom FACHmann), denn erhöhte Leberwerte können auch Folge einer Herz- bzw. Klappeninsuffizienz sein.


    Die restlichen Werte find ich völlig ok. Sehe auch keinen Grund an der Fütterung etas zu ändern.
    Wegen der dennoch leicht erhöhten Leberwerte - wie zuverlässig ist die gute Qualität Deiner Ausgangsmaterialien? Könnte da mal ein Rind dabei gewesen sein, dessen Fleisch nicht so wirklich für den Sonntagsbraten geeignet war? Ich will keinesfalls etwas unterstellen - aber eine leichte reversible Vergiftung aufgrund von Futtermitteln oder Grünpflanzen etc. wäre mir lieber als ein Leberleiden oder eine Herzschwäche. Vielleicht einfach mal die nächsten 6 Wochen Rindfleisch aus dem Supermarkt kaufen, füttern und dann nachtesten?


    Bin halt jemand, der dann lieber alle Möglichkeiten abklärt und die Flöhe husten hört :wacko:;)

    Unsere Bande bestand aus Kurz- und Halblanghaarkatzen ehe unser Cooniemix einzog. Der war Freigänger mit Hund und anderen Katzen auf dem Hof.
    Tiger tätzelt gern. Besonders wenn sich eine/r verkriecht, da kann der richtig in Rage kommen. Bös gemeint ist das sicher nicht von ihm, denn eigentlich ist er sehr sozial und umgänglich. Dennoch hat sein Tätzeln den anderen z.T. Angst gemacht.
    Er hat es erst gelernt, als keiner der anderen noch etwas anderes als Knurren oder Fauchen für ihn übrig hatte und sie auch sonst nichts mehr mit ihm zu tun haben wollten.
    Da es keine Verletzungen gab, hab ich mich nicht groß eingemischt. Ab und zu mal ein Kissen geworfen und gut - war ja egal wen ich damit treffe. Einer zetert, einer stänkert - ist nie der falsche.
    Mitterlweile ist Tiger völlig in die Gruppe integriert. Seine "Tätzelanfälle" hat er nur noch selten und dann auch nicht mehr allzu lange ;-)
    Hat hier etwa ein halbes Jahr gedauert.
    Allerdings ist meine Bande auch zu 98% im Haus. Ausgang in den Garten gibt es nur in Begleitung.


    Eventuell wäre das Zyklene noch etwas für Euch, falls die Stecker nicht funktionieren. Darauf scheinen ja auch nicht alle Katzen anzusprechen.

    Ist aber nur ein Anhaltspunkt. Katzen sind ja auch Individualisten was die Menge des Futters angeht.
    Mein erster Kater konnte täglich 400 g Dose plus noch etwas Trofu verdrücken - mit 3,8 kg atlethischer Figur. Später hatte ich mal einen ausgesprochen muskulösen 4,3 kg-Pflegling, der es mit Müh und Not auf etwa 70 g Feuchtfutter plus 1 TL Trockenfutter gebracht hat.
    Eine gute Jägerin fängt lt. Leyhausen draußen im Durchschnitt zwischen 8 - 12 Mäuse am Tag. Wie viele sie davon komplett futtert weiß ich nicht.

    5 Küken bei einer 3-kg-Katze ;)
    Zu Zeiten der Wundheilung hat sie aber mit 2,7 kg auch schon mal 9 - 10 Küken weggeputzt (erhöhter Energiebedarf)


    TK-Mäuse, -Gerbils, -Hamster werden hier nur bespielt aber leider nicht gefuttert.


    Afi futtert nun seit 6 Jahren ausschließlich Küken. Das bisschen was sie mir alle paar Wochen mal als Leckerli abnimmt (Paste) ist nicht erwähnenswert. Allerdings, als sie letztens einen Schleimpfopf im Hals hatte (keine Entzündung sichtbar) hat sie die Küken nicht runtergebracht und nach Aufzuchtmilch verlangt. Das ich da Babybrei und Bioserin untergemischt hab, war für sie akzeptabel, allerdings nur bis zu dem Tag, wo sich der Schleim aufgelöst hatte, danach war wieder Totalverweigerung und nur noch Küken angesagt,


    Afi reguliert die Nährstoffzufuhr selbst. Es gibt Tage, da futtert sie nur Köpfe. Manchmal sind die Beine oberlecker, manchmal sortiert sie den Dotter aus. Reste gebe ich raus zu meinen Streunern, da wird das gut angenommen


    Babymäuse hatte ich auch mal probiert. Die rochen nach Pipi. Hatte keine Chance die einer meiner Katzen schmackhaft zu machen. Letztlich wurde die Schildkröte meiner Freundin damit gefüttert :D


    Ohje :wacko: bedeutet ja im Umkehrschluss, dass man sich, wenn man nicht gerade einen passenden Tierarzt findet, extrem in die Thematik von Erkrankungen reinlesen muss. :watt:


    Schaden tut es sicher nicht. Ganz gleich ob es um Dein Tier geht oder um Dich selbst - aber dafür gibt es ja Foren mit Berichten von Leuten die das nicht getan haben und die dann berichten können was alles schief gegangen ist :wacko:

    Hmm, bei meinem ersten Besuch bei meinem jetztigen TA hatte ich Bummis Krankenakte mit (CNI) einschließlich der Analyse unseres selbst gemachten Futters im Vergleich zu den handelsüblichen Fertigfuttern. Bummi hatte damals Durchfall - andere Geschichte. Aber danach haben wir immer sehr sehr gute fachliche Gespräche gehabt und er wurde bis heute nie müde mir etwas im Detail zu erklären oder die Fachbücher mit mir zu wälzen wenn ich etwas nicht genug verstehe. Trofu hat er mir noch nie angeboten, außer mal als Leckerli für den einen oder die andere Patientin :D
    Ich denk, man darf das den TA auch nicht krumm nehmen. Zum einen sind sie Mediziner und nicht Ernährungsberater. Bei uns würde keiner auf den Gedanken kommen vom Hausarzt einen umfassenden Diätplan bekommen zu können, und das auch aus gutem Grund. Zum anderen wollen die meisten Tierhalter doch alle das gleiche - ein gesundes Tier ohne Aufwand und am besten kostenlos. Nachdem RC ja sehr werbewirksame Prospekte in den Praxen ausgelegt hatte "nur ...Cent pro Mahlzeit" haben die sicher guten Zulauf bekommen. Wer ist schon so bekloppt wie wir und nimmt jede Futterzusammensetzung genauestens unter die Lupe und googlet dann noch was sich hinter den Phantasiebezeichnungen verbirgt?

    Convenia kann wie alle anderen Medikamente Nebenwirkungen haben. Eine Katze die körperlich "gut im Schuss" ist kommt auch gut durch eventuell auftretende Nebenwirkungen. Einer Katze die noch nie zuvor Convenia bekommen hat und die körperlich arg "in den Seilen hängt" würde ich ebenfalls kein Convenia geben. Ich hab bei meiner Bande bisher keine Nebenwirkungen bei Convenia feststellen müssen - außer einer entspannten Dosi, die die Pillen nicht vergessen kann und ebenso entspannten Katzen, denen nichts aufgezwungen wird ^^


    Auch wenn Convenia nicht unbedingt DAS AB bei Maul-/Rachen-/Zahnfleischentzündungen ist, ist es doch gut Schleimhautwirksam. Nicht, dass Du denkst, meine Bande bekommt am laufenden Band AB, aber mit 11 befellten Mitbewohnern stehe ich öfters mal beim Doc und lass schauen wenn irgendwas "anders" ist. Währent den Anfängen ist hier mein Motto und oft genug bekomme ich zu hören, dass ich noch beobachten kann oder diverse Hausmittelchen probieren sollte. Auch wenn mein Doc AB anspricht (welches hätten sie denn gern? Wir könnten.... :D ) Ist meine Gegenfrage zunächst "muss es schon sein, oder..."


    Es muss übrigens auch gar nicht FORL sein. Nicht wenige Katzen leiden auch ohne FORL unter chronischer Gingivitis-Stomatitis. Ich bin froh, einen TA zu haben, der sich sehr regelmäßig weiterbildet und mich auch gern an den Erkenntnissen der Fortbildungen teilhaben lässt. Der Konsens unter den Ärzten ist eigentlich immer der gleiche gewesen - Ruhe oder deutliche Beruhigung gibt es immer erst, wenn die Zähne draußen sind. Gingivitis-Stomatitis kann außerdem auf eine Autoimmunerkrankung hinweisen. Nicht zwingend sind hier die üblichen Allergieparameter im Blut erhöht. Im letzteren Falle sollte eine deutliche und schnelle Besserung mit Cortison herbeigeführt werden können. Allerdings sind dabei das noch geringe Alter der Miezen zu beachten und das Risiko für cortisoninduzierten Diabetes.


    Von Rachenabstrichen hält mein Doc übrigens gar nix - Katzen sind Fleischfresser, da finden sich immer alle möglichen fiesen Bakterien im Maul.

    Ja, Zähne, Atemwege, Auge - das hängt ja alles zusammen.
    AB wurde bei meinen Bengeln übrigens auch immer schon mind 2 Tage vor geplanter Zahn-OP angesetzt, damit die Entzündung schon etwas abklingt und sie hinterher noch abgedeckt sind. Wir haben uns meist für ein 14-Tages AB per Spritze entschieden, weil a) die Bengels wenig kooperativ sind und b) es mir wiederstrebt einer durch OP geschundenen Schnute Tabletten einzuzwingen.

    Putzig, ich hab nach Zahn-OP meist gegartes gereicht und zwar fein pürriert und suppig. Hab gedacht, wenn mir ein Zahn gezogen wurde, wollte ich auch lieber erst mal nur Suppe und nichts wo ich drauf rumkauen muss. Das ging auch gut.


    Von anderen Katzenhaltern hab ich auch schon gehört, dass die TA dazu raten Trofu zu füttern, weil das meist direkt abgeschluckt wird.


    Von Komplikationen hab ich aber bei keiner Fütterung gehört. Denke also man sollte es von der Mieze abhängig machen.


    Mein Doc hat bei FORL übrigens erst eine Seite komplett gezogen und 6 Wochen später die andere. Einzig die Fangzähne sind noch drin, die hätte er zeitlich nicht geschafft und toitoitoi machen die bisher auch keine Probleme.

    Ich hab hier 10 Katzen - drei mit FORL.
    Bei einem hat der ständige Stress durch Schmerz und immer wiederkehrende ZFE wahrscheinlich Krebs ausgelöst - es wurde zunächst für eine Zahnfleischtasche gehalten, war es sicher aus, darin bildete sich ein orales Lymphom. ;( Nach der Entdeckung blieben ihm gerade noch drei Monate.


    Der nächste hatte immer ZFE und geschwollene Lymphen. Diverse Zahnsteinbehandlungen, diverse AB-Therapien - die Lymphen blieben Haselnussgroß. Ich hab dann die Notbremse gezogen und verlangt "alles raus" - FORL. Heute ist er putzmunter und die Lymphen sind sozusagen unsichtbar und unfühlbar.


    Der dritte finf im Alter von etwa 8 Jahren an. 3 ZFE in zwei Jahren. Bllitzeblanke Zähne, immer wieder mal ein bisschen schnupfig, sonst putzmunter. Röntgen brachte es an den Tag: Die Wurzeln im Kiefer völlig verrottet - der sichtbare Zahn wunderschön! Diesem Kater wurden die Zähne in zwei Sitzungen gezogen. Er war hinterher wie ausgewechselt. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie sehr ihm der kaputte Halteapparat geschmerzt haben muss. ;(


    Mandelentzündungen entstehen gern wenn eine ZFE vorliegt und das entzündete Exudat abgeschluckt wird. Mandelentzündung ist dabei noch harmlos. Auch die inneren Organe wie z.B. Herz und Nieren werden bzw. können dadurch dauerhaft geschädigt werden. Zwei meiner Sternenkatzen, die ich im schlechten Zustand mit 9 und 13 Jahren übernommen hatte, hatten deutliche CNI-Werte. Nach Zahnsanierung besserten sich die Werte, bei einem von ihnen dauerhaft in den Normbereich.


    FORL kennt keine Altersbegrenzung. Es ist mit Ernährung nicht in den Griff zu bekommen.


    Für mich heißt es heute: 3 x ZFE im Zeitraum von zwei Jahren = Zähne raus.


    Eine Freundin, die aktiv im Tierschutz arbeitet berichtete übriges einmal, dass die alten Katzen die rundum gesund sind alle keine Zähne mehr haben. Das sollte einem zu denken geben.


    Meine beiden zahnlosen haben kein Problem mit Barf. Ich schneide einen Großteil der Stücke so, dass sie sie gefahrlos schlucken können, aber sie knautschen auch gern die größeren Stücke auf den "Felgen" klein. Und die können auch ohne zähne ganz schön zukneifen!


    Zahnstein ist auch so eine Sache. Da kannst Du putzen und machen und tun. Wenn die Speichelzusammensetzung ist wie sie ist, wird Katze immer wieder Zahnstein bekommen. Was willst Du tun? Jährlich unter Narkose die Zähne sanieren lassen? Jährlich mind. 1 x AB-Kur geben? Glaubst Du, das ist unterm Strich für die Katze weniger belastend als eine OP?


    Das sind gelebte Beispiele aus meinem Haushalt. Ich hoffe, ich konnte Dir damit einen Denkanstoß geben.