Nur aus Neugier

  • Hallöchen,


    als einer der 3 wenigen Frettchen - Barfer hier melde ich mich auch einmal zu Wort ;) Frettchen zählen zwar zu Kleintieren im Allgemeinen (beispielsweise wenn es um Mietrecht und andere Regelungen geht), werden aber aus medizinischer Sicht schon losgelöst von Klein - oder Nagetieren als Heimtier wie Hund und Katze betrachtet und benötigen seit Oktober 2004 laut EU - Ordnung für die Ein- / Ausfuhr von Heimtieren (zwischen EU - Mitgliedsstaaten) den EU - Heimtierpass und somit auch die gültige Tollwutimpfung und den Mikrochip.


    Frettchen erfreuen sich als Haustiere immer größerer Beliebtheit und werden im Grunde schon mit Hunden und Katzen auf eine Stufe gestellt, was die Ernährung und Haltung betrifft. Ein Frettchen braucht eine Mindestfläche von 1 Quadratmeter, wobei gilt : je größer desto besser !! (egal bei welcher Tierart)
    Idealerweise hält man seine Fretts frei in der (dann hoffentlich frettchensicheren) Wohnung, in einem eigenen umgebauten Frettchenzimmer, in einem großzügigen Außengehege oder einem großen Selbstbau mit zusätzlichem Freilauf.


    Meine Frettchen bekommen neben dem Frischfleisch in erster Linie Futtertiere, die sie nahezu komplett fressen und verwerten können. Ratten finden meine wohl etwas zäh :D Zudem muss ich bei Ratten Pankreas und Darm entfernen, der riecht meinen Feinschmeckern zu streng 8)
    Bei großen Meerschweinchen fressen sie das Fell und größere Knochen nicht mit, bei kleineren Futtertieren wie Mäusen oder Hamstern lassen sie nichts aus. So ist die Fütterung im Grunde auch eine ganz saubere Sache, denn nichts bleibt von den Futtertieren übrig.
    Füttert man Eintagsküken häufig (täglich), so sollte man den Dottersack entfernen. Mache ich bei meinen Fretts ohnehin, nachdem sie eine Zeit lang nur die Köpfe verspeist haben ;( ... so essen sie sie wieder ganz.


    Gruß,
    Ricarda

  • @ Cherry-Ferrets Also nur um das mal zu sagen, Meerschweinchen sitzen bei mir im Käfig und deshalb hab ich doch mal hart schlucken müssen, als ich gelesen hab, das Du sie verfütterst. Das sticht mir doch ins Herz, wenn ich mir vorstelle, wenn ich so ein süsses Tier mit Knopfaugen in den Fängen einer Fritte seh :tra:


    Ich finde Fritten sehr interessant und doch spiezeller als Katz oder Hund und finde sie gehören nicht in Anfängerhände.



    @ Cattac Klar probiere ich es weiter, aber ist halt nicht so einfach, wie bei Küken find ich , weil ich finde Mäuse stinken nach Mäusepipi und das finden meine Kater wohl ekelig.

  • Ach, Jeanette, das wird noch!


    Ich weiß noch ganz genau, wie du ganz am Anfang ängstlich warst und nach Küken fragtest, weil die ja so süss sind und... das es irgendwie eklig ist.


    Ich hatte dir dann gesagt, daran gewöhnt man sich.


    An die Küken hast du dich ja schon gewöhnt! :)


    Soo... die Frostmäuse dich ich kaufe, die riechen absolut nicht nach Urin. Echt nicht!
    Und ich weiß, wie das riecht, wenn man 2 Mäuseböcke hat. Das riecht nicht, das stinkt!
    Denke daran, ich hatte mal eine Lockenmauszucht. ;) Daher weiß ich, dass die Böckchen kleine Stinker sind.


    Versuche diese Unsicherheit und den Ekel zu überwinden. Dieses überträgt sich auf deine Katzen, verunsichert sie noch mehr und daher kann es auch sein, dass sie dann denken "Frauchen hat Angst, Frauchen findet das blöd... ohhh.... ich finde das auch dooooof".


    Also... einfach machen! :)

  • Huhuu Cherry-Ferret.


    Bis jetzt kann jeder Richter frei entscheiden ob Frettchen Kleintiere sind oder nicht und damit erlaubt oder nicht. Leider.


    Wird aber werden.
    Man ist bemüht die Frettchen als Haustiere anerkannt zu machen.

    Viele liebe Grüße
    Vanessa

    ©kiddy

  • @ Kiddy


    Vor dem Gesetz werden Frettchen als Kleintiere bzw. "Dinge" gesehen - aus medizinischer Sicht nicht !!


    @ Jeanette


    Sicherlich hört es sich für dich hart an, wenn ich sage, dass ich auch Meerschweinchen verfüttere - für den anderen sind es Ratten oder Mäuse.
    So ist die Nahrungskette : fressen und gefressen werden.


    Analysen des Mageninhaltes vom Waldiltis (dem direkten Vorfahren der domestizierten Form Frettchen) haben ergeben, dass dieser sich zu etwa 46 % von Kleinnagern (6 % davon machen Kaninchen aus), 14 % von Vögeln und 17 % von anderen Wirbeltieren ernährt.


    Zwar haben sich seit der Domestizierung des Frettchen die Organe verändert (längerer Darm, um aus der veränderten Fütterung des Menschen noch ausreichend Energie gewinnen zu können), dennoch ist die Fütterung ganzer Futtertiere eine Art guter / natürlicher Ernährung, bei der die Frettchen das Futter komplett verwerten können.


    Und somit gehören auch Meerschweinchen auf den Speiseplan meiner Frettchen. Anfangs war es auch für mich eine Überwindung, ich hatte als Kind selbst Hamster und Meerschweinchen. Ich denke aber in diesem Fall nicht an mich, sondern an die bestmögliche Ernährung meiner Tiere und gerade bei Frettchen halte ich hochwertige Futtertiere für wichtiger als Frischfleisch, wenn man möglichst nahe am Speiseplan der direkten Vorfahren bleiben will (kein Iltis wird schon mal ein Rind oder ein Lamm erlegt haben).


    Viele Grüße,
    Ricarda

  • Ja schon, aber unsere Hauskatzen erlegen ja auch kein Rind oder Lamm und trotzdem Füttern,wir das.