Thyronorm verursacht Übelkeit? // Schilddrüsenüberfunktion Katze

  • Hallo, ich bitte um Hilfe.


    Anfang des Jahres durfte eine Katze aus dem Tierschutzverein in dem ich tätig bin bei meinem Bruder einziehen.


    Die Katze ist 11 Jahre alt, hat eine SDÜ und wurde abgegeben, da sie sich angeblich plötzlich mit ihrer Schwester nicht mehr verstand. Sie ist und war auch schon immer Wohnungskatze.


    Futter hat sie wohl ihr Leben lang die Lidl Tütchen und Trockenfutter bekommen.. an der Umstellung (erstmal auf besseres NaFu) arbeiten wir momentan.


    Die SDÜ war ja bereits bekannt (Mein Bruder hat dazu keine Werte, ich habe ihn bereits darauf hingewiesen beim TA nachzufragen).

    Die Katze hat in ihrem alten Zuhause 0,5ml Thyronorm morgens zum Fressen bekommen. Mehr weiß ich von der alten Stelle nicht (auch nicht wie lange sie die SDÜ schon hat).

    Meinem Bruder ist dann allerdings aufgefallen dass die Katze (Leni) sehr aufgeregt war und angefangen hat zu hecheln. Der TA meinte dann man solle die Dosis auf 1,0ml erhöhen (Nachdem ein Blutbild genommen wurde und die 0,5ml Dosis laut TA zu niedrig war). Danach war Leni sehr passiv und hat um sich rum nicht mehr viel wahrgenommen. Daraufhin wurde die Dosis wieder auf 0,5ml gesenkt (ohne vorher zu testen) und nach dem nächsten Blutbild wurde die Dosis auf 0,75ml morgens angehoben. Diese Dosis kriegt sie nun seit 1,5 Wochen. In 1,5 Wochen steht der nächste Test an. Sie verhält sich laut meinem Bruder ruhiger aber aufmerksam. Jedoch kotzt sie jetzt ständig. Jeden Tag, zu unregelmäßigen Zeiten, immer Futter (also kein Fell). Vor der Erhöhung der Dosis zwar auch schon, aber wohl nicht so oft. Kann das am Medikament liegen?


    Ich hab hier im Forum gelesen dass es Spätzünder gibt, die etwas brauchen um auf das Thyronorm anzuschlagen. Hätten sie die neue Dosis länger geben sollen? Die 0,5ml haben sie ca. 1 Monat gegeben, die 1,0ml nur eine Woche, die 0,5ml dann wieder 3 Wochen und jetzt die 0,75ml seit 1,5 Wochen. Das erscheint mir doch etwas kurz um das Medikament richtig anschlagen zu lassen.


    Das alles erfolgte nach Absprache mit dem TA!


    Vielen Dank schon mal für hilfreiche Antworten..

  • Erst mal finde ich die Abstimmung mit dem TA gut und wichtig.


    Und ja, es gibt Katzen, die auf Schilddrüsenüberfunktion-Medikamente ungünstig reagieren. Meist durch Kötzeln.

    Was die Gründe sind, weiß ich nicht, kann ich nur vermuten:

    Katze hatte schon lange SDÜ

    Katze ist relativ alt.

    Das gerade gegeben Medi ist für diese spezielle Katze nicht so gut geeignet.

    (Ist ja bei Menschen mit manchen Medis auch.)


    Evtl. kann es helfen, die Medis zu einem anderen Zeitpunkt zu geben.

    Nicht nüchtern zu geben

    Anderes Medikament zu geben.


    Mein Kater Janek hatte auch SDÜ, er hat allerdings ein anderes Medikament bekommen. Thiamatab-Tabletten, zuletzt mit 2,5 mg. Eine Tablette täglich.

    Da er Freigänger war und ich morgens nicht gerantieren konnte, dass er zur ziemlich gleichen Zeit seien Tablette bekam, weil er schon im Revier unterwegs war, hat er sie abends bekommen.


    Sprecht noch mal mit dem TA.

    Da braucht die Katze erst mal gar nicht dabei zu sein.

    Fragt wegen Erbrechen.

    Ob doch anders Medikament, ob andere Zeit möglich wäre.

    Lydia mit Janek (geb. 2004?), SDÜ, rechtes Auge fehlt und Bella (geb. 2009?)
    und Felix im Herzen (April 1995 - 22. März 2015), hatte CNI


    Kinder lehren uns Geduld, Katzen testen sie.


    Offizielles Mitglied der Barf-Sekte


    Es heißt EHK (Europäische Hauskatze) nicht EKH (Europäisch Kurzhaar)

  • Kuhkatze

    Hat den Titel des Themas von „Thyronorm verursacht Übelkeit? // SDÜ Katze“ zu „Thyronorm verursacht Übelkeit? // Schilddrüsenüberfunktion Katze“ geändert.
  • Das hatte ich ganz vergessen: das Kotzen hatten sie dem Tierarzt schon vorgetragen. Er hat dann Omeprazol verschrieben, das hat aber auch nur die ersten Tage geholfen, dann ging alles von vorne los.


    Danke für die Tipps, geb ich so weiter :hal:

  • Hi Du,

    falls es noch relevant ist.

    Probleme mit dem Thyronorm kenne ich von meiner Katze. Sie hat zwar nicht mit Übelkeit und Kotzen, aber mit heftigem Unwohlsein darauf reagiert. So schlimm, dass ich schon dachte, sie ist zusätzlich an etwas anderem erkrankt.

    Es wurde besser, als ich die Dosis in Absprache mit dem TA verringert habe. Die Werte sind glücklicherweise trotzdem noch in Ordnung. Sie gehört dabei zu den Spätzündern. Die ersten Blutwerte nach der zu hohen Dosis waren o.k., blieben es allerdings auch bei der geringeren Dosis.

    Meine (ca. 13 Jahre) bekommt das Thyronorm allerdings morgens und abends, genau im Abstand von 12 Stunden. Könntest du, wenn es in deinen Tagesablauf rein passt, beim TA mal ansprechen. Wäre ja dann nur die halbe Menge auf einmal, evt. hilft das schon.

    Ich mache es nun seit einem halben/dreiviertel Jahr so, dass sie morgens das Thyronorm in einem halben Teelöffel Leckerchenpaste bekommt plus einen Eßlöffel normales Futter daneben. In der Regel frisst sie beides auf.

    Die restliche Futterportion gibt es dann nach ihrer Lust und Laune, aber mit Mindestabstand von einer halben Stunde.

    Abends ist es komischerweise weniger wichtig, ob sie es vor oder nach ihrer Hauptmahlzeit bekommt, da waren auch die Unwohlerscheinungen geringer.

  • Hallo, danke für die Antwort. Hat sich bei meinem Bruder zwar höchstwahrscheinlich erledigt, aber eventuell hilft es ja wem anders.


    Nachdem Leni letzte Woche mit Maulatmung dran saß ist mein Bruder mit ihr sofort in die Tierklinik. Dort wurde sie auch erstmal über Nacht behalten, da sie sich in einem lebensbedrohlichen Zustand befand.

    Anscheinend hatte sie Wasser in der Lunge und eventuell etwas mit dem Herzen. Sie hat dagegen Medikamente bekommen, ist seit ein paar Tagen wieder Zuhause und seitdem auch wieder vollkommen normal, ohne Übelkeit oder sonstigen merkwürdigen Verhaltensweisen. Um genaueres abzuklären müssen sie kommende Woche nochmal zum Tierarzt. Sie haben auf jeden Fall Glück gehabt dass sie es so früh gemerkt haben...