Allergikerbarf - Umstellung von FC auf Einzel-Supplemente

  • Hallo,


    ich möchte hier mal meine Pläne für die kommenden Veränderungen der Barf-Rationen meines Katers Puschkin mit euch teilen und dazu Anmerkungen, Erfahrungen und einige Antworten zu aktuellen und noch aufkommenden Fragen bekommen.


    Ein klein wenig Vorgeschichte (ich versuche mich kurz zu halten), damit ihr hoffentlich etwas Verständnis habt, dass ich mit neuen potenziellen Allergieauslösern sehr zurückhaltend bin:
    Puschkin, 10 Jahre alter Hauskater, ist seit 7 Jahren bei mir. Bis zu seinem Einzug, hatte ich gebarft, jedoch war Puschkin nur an gekochtes und gewolftes Fleisch heranzukriegen, roh wurde komplett abgelehnt. Hinzu kam, dass sich recht schnell zeigte, dass er einige tierische Proteine nicht verträgt. Geäußert hat sich dies in Aufgasen nach dem Fressen mit entsprechenden Bauchschmerzen und gelegentlichem Durchfall. Es kristallisierte sich sehr schnell heraus, dass dunkles Fleisch (Rind, Schaf, Büffel, Ente, Fasan) keine Probleme machen, helle Sorten, außer Kaninchen, hingegen schon. Ich fütterte also nur noch entsprechende Sorten verschiedenen hochwertigen Nassfutters und alles war problemlos... bis letztes Jahr. Es begann am Jahresanfang mit Unsauberkeit wegen Ammoniumuratkristallen, entsprechend hohen Leberwerten und ging über in andauernden Durchfall mit Gewichtsverlust, der auch unter der Low-Fat Diät von vet-concept nicht besser wurde, obwohl nur vorher auch vertragene Zutaten enthalten waren. Mit der Umstellung im Juni auf vet-concept Pferd wurde es schlagartig besser, aber nie so gut, dass wir das Prednisolon, was er wegen seines stark entzündeten Darms bekam, hätten absetzen können. Mit etwas rohem fettarmem Pferdefleisch dazu wurde es nochmal deutlich besser, also stieg ich Anfang Dezember auf rohes Pferdemuskelfleisch (sehr fettarm) mit Felini Complete, Vitamin B-Komplex und L-Methionin (zwischendurch gab's mal Struvite) um. Seit Anfang Januar sind wir ohne Pred, die verlorenen 600g sind wieder drauf, der Blutbefund im Februar war wieder traumhaft und auch ansonsten geht es Puschkin wieder rundum gut, was man ihm auch deutlich anmerkt.


    Und nun wird es also höchste Zeit, die Supplementierung zu verändern, denn laut Kalki sind Pferdemuskel und FC ziemlich unausgeglichen. Ich möchte zunächst das Pferderezept mit möglichst wenig Allergiepotenzial ergänzen und plane mich längerfristig dann an Strauß zu wagen, da ich dann ein neues Geflügel hätte von dem ich (recht regional) nahezu alles beziehen könnte.
    Erstmal gibt es aber das Projekt Pferd und da wäre mein Plan folgender:
    Ich würde zunächst die aktuell unsupplementierten Portionen mit Dicalciumphosphat und Calciumcitrat aufwerten und den Fettgehalt mit Pferdefett steigern von aktuell ca. 5-7% auf etwa 10%. B-Komplex ist eh erprobt. Und dann würde ich ganz doll hoffen dass Lachs vertragen wird, Fisch war immer eher schwierig. Ansonsten müsste ich für die D-Vitamine eine andere Lösung finden. Als nächstes würde ich gucken, ob ich Pferdeleber in kleinen Mengen beziehen kann, meine Fleischquelle bietet Innereien nur stückweise an. Leber, Salz, Taurin, die Vitamin E- und Eisen-Tropfen und zu guter letzt noch Jod-Tabletten sind dann hoffentlich von der Verträglichkeit her auch kein Problem. Zittern würde ich dann nochmal bei der Zucchini die ich als Ballaststoffe gedacht habe.
    Dann wäre ich beim geplanten Rezept angekommen, ggf. noch Pferdeherz dazu. Da dies ja erstmal ohne Abwechslung ist, suche ich schon die ganze Zeit nach Nährwertangaben für Pferdeleber und -herz, um möglichst genau berechnen zu können. Bisher ohne Erfolg, deshalb habe ich jetzt erstmal Rinderleber genommen. Habt ihr da einen Tipp für mich? Auch für die spätere Planung mit Strauß.
    Erscheint die Reihenfolge sinnig, oder wäre eine andere empfehlenswert?


    Viele Grüße Anett

  • Nachtrag:

    Puschkin hatte vor 3 Tagen eine Zahnsanierung, die erste in seinem Leben. Da er außer Zahnstein aber ansonsten eine top Zahnsubstanz hatte, belese ich mich seitdem ein wenig, was diesen Status möglichst lange hält, neben einzelnen größeren Fleischstücken. Da es in der Orozyme-Produktreihe auch sehr teures Seealgenmehl (die gleiche Seealge wie beim Lunderland Seealgenmehl) gibt, das eine gute Plaqueprävention verspricht, werde ich jetzt doch hochmutig sein und das Jod doch über Seealgenmehl supplementieren.

    Daher nochmal das geänderte Rezept.