Bauchspeicheldrüsenentzündung - was muss man beachten?

  • Hallo,

    nachdem ihr mir bereits mit meinem BARF-Einstieg so toll weitergeholfen habt, bitte ich erneut um eure Meinung. Leider habe ich das Barfen in den letzten Monaten nicht "weiterentwickeln" können, aufgrund von beruflicher Veränderung. Ich arbeite noch immer mit FeliniComplete und dem Rezept, welches ich hier im Forum gemeinsam mit Unterstützung erstellt habe > Erster Beitrag


    Meine Versuche mit einem Rezept mit Rindfleisch, und einem mit Putenfleisch, sind bei meinem Kater nicht gut angekommen. Daher bekommt er weiterhin sein Hühnchen-Rezept und hin und wieder ein besseres Dosenfutter. Über den Kalkulator habe ich mich noch nicht getraut ... ich weiß aber, dass ich es ab jetzt tun muss ... :computer3:


    Denn ich musste mit meinem Liebling am vergangenen Donnerstag in die Tierklinik fahren. Nachdem er keinen Kot mehr absetzen konnte, und sich innerhalb weniger Minuten mehrmals erbrochen hat (uns hier unverdautes Futter mitgekommen ist). In der Klinik konnte der erste Verdacht auf eine Verstopfung nicht bestätigt werden, da im Röntgen keine Verstopfung im Darm ausgemacht werden konnte. Daher habe ich natürlich einem Blutbild zugestimmt und auch ein Schnelltest für die Bauchspeicheldrüse wurde gemacht. Laut Tierarzt war das Blutbild eigentlich recht schön, bis auf ein erhöhter Leberwert, aber der Schnelltest für die Bauchspeicheldrüse war positiv. Daher wurde ein Serum in ein Labor geschickt, um den Verdacht einer Bauchspeicheldrüsenentzündung zu bestätigen > er hat einen Wert von 6,3 (anstelle der im Normbereich liegenden 3,5; ich habe euch Blutbilder, und eine Auflistung was er alles erhalten hat, unten angefügt)

    An Medikamenten habe ich am Donnerstag folgendes mitbekommen: Omep Mut 10mg (Magenschutz), DiaDog `n Cat (reguliert gestörte Verdauungsgänge) und OmniBiotic (mit verschiedenen Lactobazillen). Schmerzmittel und weitere Medikamente hat er mittels einer Infusion erhalten.


    Nun muss ich dazu sagen, dass er bereits zweimal eine derartige Sympthomatik gezeigt hatte, bis jetzt aber immer eine Verstopfung der Auslöser war. Bzw. nach einem Einlauf ist es ihm dann immer gleich besser gegangen ... ich mache mir daher große Vorwürfe, weshalb ich nicht 2016 und 2017 als dies passiert ist, auf einen derartigen Test bestanden habe :( Vielleicht hatte er bereits damals eine Entzündung, die aber nicht aufgefallen ist ... ich befürchte aktuell, dass er bereits eine chronische Entzündung hat. Ist das möglich, dass diese immer nur phasenweise aufflammt und Pausen von über einem Jahr einlegt? Die Verstopfungen Ende 2017 hat mich dann eben auf Barf gebracht, seitdem ich dann Mitte 2018 damit angefangen habe, hatte er auch nicht erneut derartige Probleme. Daher war ich damals davon überzeugt, dass diese "Verstopfung" aufgrund des Futters passiert ist.


    Gestern war ich nochmals in der Klinik, zur Kontrolluntersuchung und die Laborwerte besprechen. Leider hat sich der Verdackt auf eine Entzüdnung der Bauchspeicheldrüse bestätigt, daher erhielt mein Kater eine dreistündige Infusion und erneut Schmerzmittel, Magenschutz und weitere Medikamente mittels Infusion. Genau die selbe Prozedur bekommt er heute dann nochmals. Dies ist ein Kompromiss, damit er nicht übers Wochenende in der Klinik bleiben muss. Da meine Katze vor fremden Menschen, Tieren, Geräuschen (eigentlich allem was fremd ist), ... fürchterliche Panik hat, wäre diese fremde Umgebung für ihn katastrophal - daher bin ich ganz froh, wenn er wenigstens zwischenzeitlich sich immer Zuhause erholen kann.


    Als Futterempfehlung hat mir der Tierarzt ein Schonkostfutter von RoyalCanin empfohlen, und ich soll Huhn mit Reis kochen und ihn damit füttern. Ich sage es einmal so, alles nicht das bevorzugte Futter von meinem Kater :( Außerdem vermute ich sehr stark, dass ihm einfach sau schlecht ist > auch seine Lieblingsleckerchen rührt er nur sehr zaghaft an (die benötige ich um ihn seine Tabletten unterzujubeln). Damit der Kerl überhaupt etwas zu sich nimmt habe ich das Schonkostfutter mit einem sehr miesen Dosenfutter aufgepeppt, welches meinen Kater doch dazu verleitet ein paar Happen zu essen :ka:


    Ich möchte nun die Zeit nutzen und mich darauf vorbereiten was nach seiner Genesung kommt. Daher bitte ich erneut um eure Hilfe, ob ich weiterhin so Einsteigerbarfen kann, oder aber, ich aufgrund seiner Problematik die Ernährung komplett umkrempeln muss. Ich habe hier im Forum im Bezug auf die Bauchspeicheldrüse auch bereits "Koch-Barf" gelesen. Kann ich dies mit dem Huhnrezept von mir (+FeliniComplete) umsetzen? Oder benötigt er aufgrund seiner Problematik nun was ganz anderes? Auf reine Fertigfutterfütterung möchte ich eigentlich nicht mehr umstellen ... aber sollte er das benötigen, dann mache ich das natürlich.


    Falls ihr auch Tipps habt, welche Literatur ich mir zu dem Thema "Bauchspeicheldrüse" ansehen soll, oder welche Tests noch hilfreich sind, bitte gebt mir Bescheid. Aktuell bin ich sehr planlos und fühle mich richtige ohnmächtig, weil ich nicht weiß, ob ich das ausgelöst habe, oder wie ich ihm nun helfen soll. Laut Tierarzt kommt eine derartige Entzündung sehr häufig bei Katzen vor und ein Auslöser ist fast nie eruierbar. Ich möchte trotzdem ausschließen, dass ich zumindest unterstützend eingewirkt habe ...


    Ich bedanke mich schon jetzt, dass ihr den Text bis hier hin gelesen habt und freue mich auf eure Meinung.


    Vielen Dank,


    und liebe Grüße