Beutetierprinzip besser als Supplementbarf?!

  • Hallo ihr Lieben ??

    Ich barfe jetzt schon seit knapp 2 Monaten mit dem Kalki und bin mit dem Ergebnis eigentlich sehr zufrieden. Mia wiegt mittlerweile 3.5 Kg und Sky 4.00 Kg, die beiden wirken topfit und haben auch ein schönes glänzendes Fell ?Da ich noch auf FB in einer anderen Gruppe bin, die Barf mit Supplementen eher kritisch betrachtet, bin ich nun etwas verunsichert ? Ich meine ich kann mir nicht vorstellen, dass die anderen Barfarten so viel ausgewogener sind. Dort ist immer die Rede davon, dass chemische Supplemente nicht so gut aufgenommen werden können und natürliche viel besser wären. Was sagt ihr dazu?


    Danke schon mal jetzt :peinlich:

  • Ich frage doch erstmal gern, welche Gruppe auf FB das ist.


    Über die Verwertung von im Labor hergestellten Supplementen im Gegensatz zu denen, die die Natur von sich aus liefert, gibt es wohl wirklich bereits Erkenntnisse und in den meisten Fällen sind die natürlichen Supplemente besser verwertbar (auf Taurin soll das aber beispielsweise nicht zutreffen). Besser bedeutet aber nicht ausschließlich.


    Hinzu kommt, dass es noch ganz andere Faktoren gibt.

    Und ebenfalls gibt es kein pauschales das-eine-ist-besser-als-das-andere.


    Was bringt es einem mit Niere B-Vitamine zu supplementieren, wenn die Katzen es nicht mögen? Was bringt es einem, wenn Knochen zwar auf natürliche Weise Ca und P ins Futter bringen, sich das Ganze aber durch eine vorliegende CNI und nur ein sehr kleiner Anteil an Knochen, die für einen angestrebten Wert noch im Rezept fehlen, schwierig gestaltet, das überhaupt zu vermischen (3 Hühnerhälse für ein Monatsrezept bringen niemals einen ausgewogenen Anteil, selbst bei gewolften Hälsen finde ich eine gleichmäßige Verteilung schwierig)?


    Ja, ich achte auf natürliche Supplemente. Dafür muss ich aber nicht pauschal barfen (etwas anderes sind Beutetierprinzipe nämlich nicht). Ich nutze exakt 2, ab und zu 3 synthetische Supplemente: das eine ist Taurin (aus oben genanntem Grund und weil es, wenn man es supplementiert, kaum eine brauchbare Alternative gibt), ein Vit. B-Komplex (wegen vorliegender CNI, angestrebter Deckung von allen B-Vitaminen) und ab und zu Eisentabletten (wenn ich kein Blut bekomme). Alles andere sind Supplemente natürlichen Ursprungs.

    Nur weiß ich eben auch, dass es da dann auch noch mal Verfechter gibt, die der Ansicht sind, dass beispielsweise Fortain oder Blutmehl durch ihre Bearbeitung nicht mehr unter natürliche Supplemente fallen.


    Ganz im Ernst, sollen sie machen. Sollen sie pauschal arbeiten, wenn sie damit glücklich sind und genau nachdenken. Denn so einfach ist das alles nicht, wie es gern dargestellt wird. Gerade in FB-Gruppen.

    Ich komme aus Ironien. Das liegt am Sarkastischen Meer.

  • Ich unterschreib jetzt mal einfach bei Kuro ...


    Und wirklich synthetische erstellte Supplemente... Taurin. Und Dicalciumphosphat.

    Die beiden sind Laborerzeugnisse. Bzw. Abfallprodukte chemischer Prozesse, die für die Industrie sonst Abfall wären. (Taurin fällt bei der Waschmittelherstellung an...)

    (:peinlich:Und wegen chronisch krankem Tier, gibt's hier Kupfer und Zink als Orotate bzw. -gluconate oder -lactate separat zugesetzt. Das ist dann auch nicht mehr strikt natürlich, aber ziemlich nah dran...)


    Alles andere in meinen Rezepten ist natürlich: Vom Dorschlebertran über die Leber bis zum Salz (ja-ha: NaCl entsteht nicht im Labor - das wird wahlweise in Bergwerken abgebaut, oder aus Meerwasser eingetrocknet. und das ist "einfach so" in der Natur entstanden.)


    Wobei dann manches mal auch zu Fragen ist: Was gilt per Definitoin - nicht per Faktenlage, die kann ganz anders aussehen;)- sondern eben per selbsterstellter Definition als künstlich und was als natürlich. (irgendwo ist mir Bierhefe für die B-Vitamine mal als künstlich definiert aufgefallen...)


    ;) Ich ziehe beispielsweise das verarbeitete Knochenmehl dem strikt chemiden Dicalciumphosphat vor: Der begleitenden Mineralstoffe wegen. Knochenmehl liefert mehr als nur Calcium und Phosphate - Dicalciumphosphat eben nur Ca und P.

    Allerdings stehen Knochen bei mir noch weiter unten auf der Liste der eingesetzten Suppies... auch, weil meine Katzinger auch bei feingewolfte Knochen, sobald sie ein winziges Stückchen noch finden, diese gnadenlos als nicht-fressbar aussortieren und liegen lassen.

    Außerdem Knochenmehl ist für die Ca und P-Versorgung besser berechenbar als Knochen...


    Man kann natürlich immer in extremis gehen: Wird nur eventuell schwierig bis unmöglich, wenn das Katz dann - warum auch immer - krank ist/wird und eine angepasste Diät benötigt.



    Mehr oder minder philosophische Anmerkung....;)

    So sehr wir hier mit unserem Kalki von außen oft "Chemid" wirken, so wenig ist Leben als solches Biologie.

    Leben ist immer Chemie - ohne chemische Prozesse läuft kein Organismus...

    Liebe Grüße von SiRu und den Katzingern!


    Napoleon 17.06.1997 - 27.07.2012 &

    Tiger 17.06.1997 - 02.02.2016 (die Brüder sind 1 Tag nach Weihnachten 2006 hier eingezogen);

    Flocki  17.06.2007 , Einzug Mitte Oktober 2007

    Minka 01.01.1999 - 08.10.2015, eingezogen 25.07. 2012

    Tips 01.04.2002 - 02.07.2016 &

    Taps 01.04.2002 - 12.02.2020 eingezogen sind die Brüder im Juni 2012

    Leonie 01.06. 2009, eingezogen hier 12.03.2016


    :computer2: :mkatzen:


    bekennendes Mitglied der BARF-Sekte :boehsebarferz2:

  • Tu mir- und Dir! - mal 'nen Gefallen.

    Definiere bitte Supplement.

    Liebe Grüße von SiRu und den Katzingern!


    Napoleon 17.06.1997 - 27.07.2012 &

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    Leonie 01.06. 2009, eingezogen hier 12.03.2016


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    bekennendes Mitglied der BARF-Sekte :boehsebarferz2:

  • In welchem Zusammenhang?


    Es sind alles Supplemente - Leber für Vitamin A, Lachs Vitamin D, Fortain für Eisen etc.


    Nur wenn ich mir streckenweise die Anleitungen für das Beutetierprinzip durchlese, wird dort häufig (natürlich nicht immer) in dem Moment von Supplement gesprochen, wenn es in Pulverform dazu kommt und nicht in natürlicher ("fleischiger")


    Mit "Barf mit Supplementen" meinte ich das verwenden eines Barf-Kalkulator anstelle einer %-Tabelle.


    War vermutlich blöde ausgedrückt.

  • Dann sind wir uns zumindest in dem Punkt einig, was ein Supplement ist. :)


    Sagen wir so, es gibt FB-Gruppen, die sind für beides offen. Aber Beutetierprinzip ist dort verbreiteter als in Foren.

    Und was die Offenheit betrifft, hängt es dann noch von den einzelnen Menschen ab.

    Da ich aber in einigen FB-Gruppen war, bin ich neugierig, ob es eine von ihnen ist.

    Ich komme aus Ironien. Das liegt am Sarkastischen Meer.

  • *grins* Dann hast Du verstanden, worum es mir mit der Frage ging.:knuddel:

    Die meisten Suppie-Ablehner verstehen die Frage nämlich mal sowas von gar nicht... für mich/uns hier ist z.B. Blut ein Supplement, Knochen ebenso - damit überfordert man nicht wenige der Beutetier-in-Prozent-Nachbauer gründlich.



    (Ich hab hier 'nen Kater, den Taps, er ist nicht der erste, da wäre ich mit Beutetiernachbau ohne die ach so bösen Pulver hoffnungslos aufgeschmissen. Der verdaut nämlich nicht richtig, heißt, ich brauch Maus-Concentrée... das geht nur über Pulverchen.

    Der Kater Tiger (mein Avatarbild) war auch so'n krankes Tier.

    Und Katze Minka und die Kater Tips & Napoleon waren auch alte und chronisch kranke Senioren. Da gingen aus sehr unterschiedlichen Gründen manche, und dazu jeweils verschiedene, Sachen eben nicht mehr so einfach strikt mausig... mit Beutetiernachbau nach prozentualer Zusammensetzung von Maus hätte ich da eher das Ende beschleunigt, als den Tieren Gutes zu tun.)

    Liebe Grüße von SiRu und den Katzingern!


    Napoleon 17.06.1997 - 27.07.2012 &

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    Minka 01.01.1999 - 08.10.2015, eingezogen 25.07. 2012

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    bekennendes Mitglied der BARF-Sekte :boehsebarferz2:

  • ;)^^ Hab ich nur... macht entspanntes Futterzubereiten für Mensch und Katz locker möglich.

    Liebe Grüße von SiRu und den Katzingern!


    Napoleon 17.06.1997 - 27.07.2012 &

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  • Ich wünschte, Simba wäre auch so. Den muss ich aussperren, wenn ich matsche... der hängt mir sonst dauernd am Fleischpott... :schleck::ungeduld:


    Ich hab mich bisher mit dem Beutetierprinzip noch nicht so sehr befasst, habe aber kein so negatives Gefühl bei "chemischen" Zusätzen, weil man sie u.U. viel exakter dosieren kann. Ich hab bei Morle einer THP vertraut und kaum noch einem Tierarzt, als sie ihren Schnupfen nicht los wurde (bin natürlich dennoch dorthin gegangen, wenn es nötig war), und auch die kochen nur mit Wasser, trotz vielfach vorhandener "Wunderheil"-Versprechen bei Naturarzneimitteln und Horrorgeschichten der ach so bösen Chemie gegenüber. Ich tendiere, wenn möglich, zwar auch zum weitgehend Natürlichen, aber ich hab z.B. kein so gutes Gefühl dabei, Niere zu verfüttern als B-Supplement, weil sie als Entgiftungsorgan sicher nicht nur wertvolle Mineralstoffe mit sich bringt, sondern u.U. auch den einen oder anderen Giftstoff. Selbst wenn Bierhefe kein tierisches Suppi ist, fühle ich mich damit irgendwie sicherer... mag aber auch falsch liegen.

    Bei Blut/Fortain weiß ich ehrlich noch gar nicht, ob ich nicht bei den Eisentabletten bleibe. Finde die gar nicht so schlecht, das Fortain fand ich irgendwie eklig und Rinderblut geht wegen Simbas Rind-Allergie sowieso nicht.