Herzlich Willkommen bei dubarfst Gabriela

  • Hallo Gabriela,


    im Namen des Teams und aller Mitglieder heiße ich Dich in unserer Community herzlich willkommen-


    Es wäre schön, wenn du dich und deine Tiere kurz vorstellen könntest, damit wir dich schon mal ein wenig kennen lernen können.


    Bei Frage und Problemen stehen dir die Administratoren und Moderatoren des Forums gerne helfend zur Seite.



    Liebe Grüße im Namen des gesamten Teams


    Paulchen

  • Hallo,


    mein Name ist Gabriela und ich habe zwei Birmchen-Katzis, Mutter und Sohn im Alter von knapp 14 und von 12 Jahren.


    Bei der Mutter wurde im Sommer CNI festgestellt, leider ist die Kleine der absolute Trockenfutter-Junkie. Höchstens noch einmal die Woche ein bisschen Gelee vom Nassfutter des Discounters ablecken ist alles, was sie so mag.

    Aber seit einiger Zeit futtert die Kleine auch ein bisschen rohes Hühnchenfleisch.


    Das Söhnchen isst zum Glück gemischter, liebend gern Trockenfutter, eine Sorte Nassfutter und auch etwas rohes Hähnchenfleisch.


    Jetzt will ich versuchen, für beide Katzis den Roh-Anteil zu erhöhen, vor allem für die Kleine ist das ist sicher besser als nur Trockenfutter.

    Vor zwei Jahren habe ich schon mal versucht zu barfen, aber mit Null Erfolg, meine Mischung wurde von beiden Katzis komplett abgelehnt.

    Jetzt habe ich angefangen, etwas Eierschalenpulver auf das Fleisch zugeben (5 gr auf 1 kg Hühnchenfleisch), sowie ein klein bisschen Salz, das wird von der Kleinen und ihrem Sohn seit kurzen schon mal gegessen.

    Frage: Mach ich da auch nichts falsch? Nicht, dass durch den Eierschalenzusatz irgendwie Harnsteine oder etwas anderes entstehen? Weiß das zufällig jemand?


    Und meine zweite Frage: ich will in Kürze versuchen, das Easy Barf auszuprobieren. Dann muss ich für beide Katzis ein anderes nehmen, oder? Ich steig da nicht ganz durch, was brache ich denn da für wen von den Sorten "Basic oder Sensitiv oder Plus"?

    Füttern will ich erst mal reines Hähnchenfilet ohne Knochen, was anderes wird ja nicht gegessen.


    Für Hilfe und Tipps wäre ich sehr dankbar.


    Liebe Grüße,

    Gabriela

  • Hallo. :hal:


    Meine erste Frage ist ja gleich mal, wie die CNI festgestellt worden ist. Dazu gebe ich dir mal diesen Artikel an die Hand. Es wäre schön, wenn du die Fragen hier beantworten könntest, dann wird es etwas einfacher die Situation allgemein einzuschätzen (lass dich von dem Umfang nicht abschrecken, das Thema ist leider ein bisschen komplexer).


    Wenn die CNI wirklich zutrifft, ja, dann brauchst du unterschiedliches Futter für beide. Ich nehme an, dass sie bislang Diät-Trockenfutter frisst und er etwas anderes? Mit diesem unterschiedlichen Zusätzen baust du dann quasi auch Diätfutter und normales Futter.


    Haben die beiden denn auch Namen? :)

  • Hallo Kuro,


    ja sie heißen Lisa und Sam.


    A.

    Sam hatte als kleiner Kater Darmbluten, aber das "Sensitive" Spezialfutter, dass damals der TA empfohlen hat, hat das zwar wegbekommen, dafür hatte er dann Struvit und die Blase musste gespült werden. Laut einer Bekannten habe ich es dann mit möglichst unterschiedlichem Essen versucht, hängen geblieben ist Nassfutter von All-die und AlmNat Strauss, Trockenfutter, etwas She-Bah/ShinyC Huhn und abends immer ein bisschen rohes Hühnerfilet (hat ein halbes Jahr gedauert, bis er letzteres angerührt hat).

    Die Mischung hat dann alles verbessert. Nur zu Zahnstein neigt er noch.

    Aber seit zwei Wochen geht er häufiger zur Toilette, könnte am Wetter liegen, aber ich mache mir auch Gedanken, ob ich nicht durch den Eierschalenzusatz da den PH Urin Wert verändert habe und er dann plötzlich wieder Urinsteine bekommt.


    B.

    Lisa soll laut Klinik morgens und Abend Ranitidin (1/8 Tab) bekommen, SUC und Hepar und eine Mariendistel/Vit B Tab (letztere bekomme ich nicht in sie rein).

    Dazu Nierendiät, aber davon ist mir von Freunden mit CNI Katzen abgeraten worden. Und so nehme ich das Nierentrockenfutter nur vereinzelt als Appetitanreger und um die homöopathischen Tropfen darauf zu tröpfeln (dafür sind die gut, sehr saugfähig).

    Als Trockenfutter bekommen beide Ori-jenh ((ich schreib die Namen mal ein bisschen anders, ich weiß nicht wieweit ich die hier nennen darf).


    Jetzt wird es schlimm, ich schreib mal die Ereignisse...

    Festgestellt wurde die CNI im Sommer, mit langer Vorgeschichte und traumatischem Weitergang.

    Wir waren fünf Tage im Urlaub und die Nichte Catsitter. Da kam Lisa aus dem Garten und schnappte nach Luft und urinierte. Die erste Klinik hat dann Halsentzündung und entzündete Mandeln festgestellt, sie bekam Kortison und Penicillin. Dann zwei Wochen lang jede Nacht extreme Unruhe, Verstopfung und kaum was essen hinzu. Penicillin Tab abgesetzt. HausTA meinte, Verstopfung ist Ursache. Lisa aß weiter hin wenig und nur nachts, kein entspanntes Liegen.

    Nach zwei Wochen habe ich mir einen Termin in einer anderen Klinik geben lassen, hier Blutabnahme und Ultraschall.

    Erste Fehldiagnose: Bauchspeicheldrüsenentzündung (wurde zum Glück nicht bestätigt).

    Zweite Diagnose: leichte CNI, empfohlene Maßnahmen s.o.

    Diagnose HausTA: Vergiftung (wurde zum Glück nicht bestätigt).


    Ich mit den Nerven am Ende.

    Symptome blieben: nachts wach, Lisa setzte sich zu ihrem Essen, guckte es an und ging wieder weg. Keine Veränderung der 2,5 Kilo (Normalgewicht so 3 bis 3,2 kg).


    Dann hat sie einen Tag lang überhaupt nichts mehr gegessen, sondern sich nach Schlucken einen Trockenfutterkörnchens erschrocken unters Sofa geflüchtet.

    Wegen Wochenende Klinik angerufen, TÄ empfahl Magenspiegelung.


    Dummerweise haben wir sie dann dort hingebracht. Bekommen sollte sie eine Magenspiegelung und sicherheitshalber geröngte Zähne (wegen Forl), zusätzlich hat man ohne unser Wissen auch die Lunge gespiegelt. Eine Inhalationsnarkose wäre wohl nicht gegangen, man hätte eine normale gemacht, immerhin mit laufender Infusion. Abgegeben haben wir sie Sonntag Abend, aber es wurde nicht wie besprochen am nächsten Morgen alles gemacht sondern erst nachmittags. Wiederbekommen haben wir sie am Dienstag mittag.

    Fast tot.


    Sie konnte sich vor Schwäche nicht bewegen, hatte Schmerzen, drehte sich im Kreis und röhrte wie ein heiserer Dinosaurier. Ich geschockt ohne Ende. Klinik meinte, Katze wieder vorbeibringen.

    Ich habe gedacht, da stirbt sie besser zu Hause, wenn ich sie da jetzt wieder hinbringe, stirbt sie eh. Sie hatte ja auch die ganzen Tage nicht gegessen.


    14 Tage hatte ich minütlich das Gefühl, sie stirbt. Essen konnte sie nur im Liegen vom Finger. Sie hat sie gedreht (Schlaganfall?), und auch der Gesichtsausdruck war völlig verändert.

    Schlimme Zeiten.


    So langsam hat die Kleine sich vieles wieder Stück für Stück zurückerobert. Gehen, stehen, später Treppen steigen.


    Auch ja, das Ergebnis der Klinik war dann: alles Untersuchte ohne Befund, Blutwerte (noch vor der Narkose) wären aber bei CNI zweiten Grades (irgendein Wert über bei 2200 oder sowas).


    Einige Zeit später bin ich dann etwas zusammengeklappt aber egal.


    Stand jetzt: Lisa sitzt immer noch etwas vor dem Essen, bevor sie was anrührt. Die Fleischhäppchen muss ich abends per Hand füttern, Trockenfutter isst sie von alleine.

    Sie ist ruhiger und guckt auch wieder wie früher. Treppen steigt sie sehr vorsichtig, alle Bewegungen mit den Pfötchen hat sie nicht drauf, aber die meisten, im Kreis drehen macht sie nur ein-, zweimal in der Toilette (vermutlich weil sie die Scharrbewegung einpfotig nicht drauf hat).

    So um drei Uhr ist sie ein bisschen wach und läuft durch die Gegend, schläft aber irgendwann wieder (Früher konnte man die Ihr nach ihr stellen: um 11 Uhr abends ins Bett, um 6:15 Morgens aufstehen und alle wecken.


    Leider waren wir vor fünf Wochen noch mal nachts in der (anderen) Klinik: aufgeplatzter Analabzess. Ist ganz langsam verheilt. Der Klinikbesuch war natürlich gar nichts für sie, sie hat sich nur flach hingekauert.

    Sie ist immer noch traumatisiert.


    Aktuelles Blutbild habe ich daher nicht. Mein HausTA macht übrigens keine Blutdruckuntersuchungen, ich hatte gefragt, sehr blöd, ihn kennt die Kleine.


    Fehlt noch was? Na ich fürchte das ist eh schon sehr viel gewesen.


    Liebe Grüße,

    Gabriela

  • Da ist sehr viel Unschönes gewesen, aber ich kann da jetzt leider auch nicht viel sagen.

    Ich weiß nicht, wie die Werte aussehen.

    Was kam beim Nierenschall raus?

    Und da scheint eine Menge zusammen zu spielen.


    Mich würde nicht wundern, wenn die Nieren zumindest derzeit bei all den Untersuchungen in Mitleidenschaft gezogen worden sind, aber ob sie sich davon wieder erholen können, hängt von vielem ab. Leider scheint ihr dort auch nicht in besten Händen zusammen, aber ich weiß auch gerade nicht, was ich raten soll.


    Allerdings, wenn die Nieren tatsächlich angegriffen bzw. geschädigt sind und es kein Nierenfutter gibt, war da jemals die Rede von einem Phosphatbinder? Das ist ja - wie auch im Artikel erwähnt - der Weg, wenn normales Futter gegeben wird.

  • Hallo,


    der Artikel fasst vieles gut zusammen.


    Und mit dem Phosphatbinder sitze ich so ein bisschen auf heißen Kohlen, noch verwende ich keinen.


    Zu Anfang sollte ja Nierenfutter geben, das habe ich versucht, aber erst seit kurzem isst Lisa das entsprechende Trockenfutter, wenngleich nur teilweise. Nassfutter leider überhaupt nicht, das normale allerdings auch kaum.

    Ein Phosphatbinder soll ja unbedingt in Absprache mit dem TA und den aktuellen Blutwerten und den gegebenen Medikamenten erfolgen. Und eine Kontrolle der Werte alle zwei bis vier Wochen sollte auch erfolgen.

    Das ist jetzt mein Problem. Da Lisa ja durch die gemachten Erfahrungen in Hochpanik beim TA gerät, möchte ich zurzeit keine Blutabnahme riskieren, bis sie gewichtsmäßig und von den Nerven her stabiler ist.

    Ein zweiter Schlaganfall durch Stress beim TA und bei der Blutabnahme ist mir einfach zu riskant!


    So langsam macht sie einen etwas stabileren Eindruck, aber auch wegen des noch nicht völlig abgeheilten Analabszess will ich erst im Januar zur Blutabnahme gehen.


    Bis dahin versuche ich mangels besseren Ideen, ihr anteilig mehr Nierenfutter zu geben, und mehr Durchblick über Ernährung und auch übers Barfen zu bekommen. Und einen TA hier in der Nähe mit einem Blutdruckmessgerät zu finden.


    Was die Ernährung betrifft, finde ich auch verwirrend, dass es oft heisst: "Bloss keine Nierendiät. Bloss kein Trockenfutter. Und auf keinen Fall barfen."

    Und was bekomme ich verfüttert? Ein bisschen Trockenfutter und eine kleine Menge Rohfleisch.

    Alles nicht so einfach.


    Grüße,

    Gabriela