Kohlenhydrate ins Futter

  • Hallo ihr Lieben,


    ich war vor kurzem mit unserer Katze beim Tierarzt, einfach mal Werte checken, sieht alles bestens aus, mussten nur mal entwurmen, das sollen wir beim Barfen jetzt wohl eh alle vier Monate tun... :wacko:


    Ich hatte der Tierärztin vom Barfen erzählt und wie ich füttere - daraufhin meinte sie, dass Katzen ja irgendwann alle Probleme mit den Nieren haben (weiss ich auch, mussten selber schon drei deswegen einschläfern...) und man deshalb schon Nierenschonend füttern sollte, sprich nicht so viel Fleisch, sondern ein bisschen mehr Kohlenhydrate wie Reis oder Kartoffeln ins Futter.. Jetzt versteh ich allerdings gar nichts mehr - ich war ja froh, vom Dosenfutter weg zu sein, indem wer weiss alles drin steckt, unter anderem unnütze Kohlenhydrate, oder bin ich jetzt auf dem Holzweg?? =O=O=O


    Soll ich welche reintun? Mein Plan war eigentlich darauf zu verzichten.... Der Arztbesuch hat mich aber verunsichert - was sagt ihr dazu?


    Liebe Grüße und allen noch einen schönen Restabend :S

  • Ich sag dazu, dass Tierärzte weder Spezialisten für die Katze, noch für deren Ernährung sind. Das hat sie dir mal fein demonstriert ;)


    Also: Finger weg von den KH! :)


    Auch was die Entwurmung angeht... Das ist ne Chemiekeule - auf Verdacht würd ich die nicht geben. Wenn du entwurmen möchtest, dann mach vorher ne Sammelkotprobe und lass schauen ob überhaupt was da ist, was entwurmt werden kann!


    LG Kathi

  • :watt:

    :hb:

    :oh:


    :kwkw:




    Nur mal so... ich barfe meine Nur-Wohnungs-Katzen seit 2011.

    Wir haben in der Zeit 1 x nachgewiesenen Wurm gehabt. Nach Flohbefall... (den haben wir uns btw. auch im Wartezimmer vom TA eingesammelt)

    Soviel zu Barf macht Würmer.


    Und ich hab eigentlich nur Senioren - mit durchweg für's Alter bemerkenswert guten Nierenwerten.

    :peinlich:Tips hatte Niereninsuffizienz. Allerdings auch 'nen Blasentumor - bevor ich den Kater vernünftig auf Nierenschonkost setzen konnte, hat der Krebs ihn umgebracht.


    Und selbst dann: In's CNI-Futter gehört keine Extra-Portion Reis. Echte P-Reduktion, wenn sie dann nötig wird, funktioniert mit mehr Fett...


    (Ich hoff, sie ist auf medizinischem Gebiet besser. Fütterung von strikten Carnivoren ist ja nicht wirklich Studieninhalt...)

    Liebe Grüße von SiRu und den Katzingern!


    Napoleon 17.06.1997 - 27.07.2012 &

    Tiger 17.06.1997 - 02.02.2016 (die Brüder sind 1 Tag nach Weihnachten 2006 hier eingezogen);

    Flocki  17.06.2007 , Einzug Mitte Oktober 2007

    Minka 01.01.1999 - 08.10.2015, eingezogen 25.07. 2012

    Tips 01.04.2002 - 02.07.2016 &

    Taps 01.04.2002 - 12.02.2020 eingezogen sind die Brüder im Juni 2012

    Leonie 01.06. 2009, eingezogen hier 12.03.2016


    :computer2: :mkatzen:


    bekennendes Mitglied der BARF-Sekte :boehsebarferz2:

  • beagle2 und Mausi88


    Also ich gebe immer mal wieder Kotproben ab um auf Würmer untersuchen zu lassen.

    War bisher immer ohne Befund.


    Von Reis und Kartoffeln im Futter halte ich gar nichts.

    Wie fit ist denn Die TÄ in Sachen Ernährungspysiologie bei der Katze?

    Die meisten TÄ haben da leider nicht viel Ahnung.

    Da es ja ein anderes Fachgebiet ist, wird auch im Studium wenig bis gar nichts dazu gelernt (hat mir unsere TÄ selber verraten).


    Nierenschonung wird dadurch erreicht leicht verdauliche Bestandteile in der Nahrung zu haben.

    Da Katzen aber - anders als Menschen und selbst Hunde - keine Kohlehydrate verwerten können, es sei den sie sind schon "aufgeschlossen" haben sie meiner Meinung nach nichts im Katzenfutter verloren.

    Denn alles was nicht einfach verdaulich ist belastet den Stoffwechsel (auch die Nieren).


    Wenn deine TÄ da andere Infos hat - gerne her damit (Quellenangaben).

    Da bin ich sehr neugierig.


    Das A und O der Fütterung bei "Niere" ist die Phosphatreduktion.

    Erst ab einem sehr späten Stadium der Nierenerkrankung wird auch das Protein reduziert.


    Bei nachweislich kranken Katzen kann (bei wirklicher Phosphatreduktion) auch mit Fett - soweit es akzeptiert wird - aufgewertet werden.


    Ein Link, ein weiterer, der auch und noch einer.


    Es gab mal Infos von einem großen Futtermittelhersteller - die sind aber (habe gesucht und versucht) wohl nicht mehr öffentlich zugänglich.

  • Ich schließe mich mal SiRu s Smiley-Sammlung an und packe noch den dazu.

    :lach:

    Entschuldigung, aber der musste sein (nicht wegen dir, sondern der Ärztin).


    Wie schon gesagt wurde, deine Ärztin hat sehr gut unter Beweis gestellt, dass sie keine Ahnung von Katzenernährung hat. Und anscheinend auch nicht von Katzen im Zusammenhang mit Ernährung.


    Bei einem strikten Carnivoren (was die Katze ist), sind die Nieren ganz sicher nicht darauf ausgelegt, die pflanzlichen Überreste zu filtern (dass der Körper zusätzlich die Nährstoffe aus dem Pflanzengedöns überwiegend nicht ziehen kann, weil der evulotionär eben nicht so angelegt ist, kommt noch dazu, was bedeutet, das Pflanzengedöns wandert durch, verschleißt die Organe und hat keinen Mehrwert für den Körper). Heißt auf gut deutsch: Zusätzliche Nierenbelastung, aber ganz sicher nicht das, was deine Ärztin da eigentlich bezwecken will.


    Sie würde bei mir wohl vom Glauben abfallen.

    Ende Januar 2015 bekam ich die Diagnose CNI bei Shiyuu. Sie war damals 3 Jahre und 8 Monate alt. Ich habe davor etwas experimentell gebarft (weil auch zu wenig Wissen, immerhin war regelmäßig FC im Spiel, was es auch nicht ganz falsch gemacht hat). Ich wollte mich damals gerade mit Frankenprey auseinandersetzen und bin dann aber wegen der Nieren beim Suppi-Barf gelandet.

    Shiyuu ist jetzt 6,5 Jahre alt. Und sie hat super weiches, glänzendes Fell. Sie ist an der Grenze zum Übergewicht (noch sehe ich eine Taille, aber sie sollte wirklich nicht zunehmen). Und hat fast drei Jahre lang eine diagnostizierte CNI und wird die ganze Zeit gebarft. Und das auch noch ohne KH. Anfangs hatte ich rohe Möhre als Ballaststoff, mag sie nicht. Später Kokosflocken, die ich aber auch schon lange weglasse und gar keine Ballaststoffe gebe.

    Das Barfen an sich kann also wohl kaum Grund für eine CNI sein.

    Ich behaupte, es sind gerade die KH in gängigem Futter, gepaart mit zu wenig Flüssigkeit (durch Trockenfutter). Und dann kommen Veranlagung und/oder andere Krankheiten hinzu. Shiyuu hat die CNI durch ihre HCM. Und es kann natürlich genetische Gründe geben, warum Katzen an CNI erkranken, egal wie gesund man sie ernährt. Wo die Nieren schon schwach sind, kann das trotzdem passieren. Aber wenn man ausgewogen barft, liegt es ganz sicher nicht am Futter. Wichtig ist hierbei tatsächlich der Aspekt der Ausgewogenheit, weswegen wir hier ja immer so vehement auf gutes Einlesen hinweisen.

    Ich komme aus Ironien. Das liegt am Sarkastischen Meer.

  • Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten und Sorry für meine späte Reaktion! Der Einzelhandel ist ne tolle Zeit rund um Weihnachten... :sleeping: 8o


    In wie weit unsere Tierärztin sich mit Ernährung auskennt weiss ich nicht, anscheinend nicht wirklich ausreichend - ich werde nochmal schauen, das wir zum nächsten Check-up mal einen anderen Arzt "ausprobieren", ich hab mittlerweile vier mit denen ich absolut nicht zufrieden bin (auch mit anderen Tieren die krankheitsbedingt behandelt werden mussten).

    Hab mich mal etwas bei den Wurmkuren eingelesen, scheinen wirklch nicht ohne zu sein, ich werde ihren Rat also nicht befolgen, sondern lieber wie ihr, alle paar Monate mal eine Probe abgeben und checken lassen :thumbup:


    Und zu den KH - solange ihre Werte top sind, werde ich alles so lassen wie es ist:!:


    Schönen Abend euch allen noch :)