Futtermittelallergie mit Gastritis?

  • Hallo ihr Lieben,


    ich habe das Forum hier total vergessen und bin heute erst durch Zufall wieder darauf gestoßen, bitte verzeiht die Abwesenheit.


    Ich war gestern mit meiner Katze (12J) beim Tierarzt, da Sie seit paar Wochen "Reizhusten" hat (ich studiere in einer anderen Stadt und meine Eltern haben mir das erst gestern erzählt X( ). Jedenfalls habe ich das vorgestern Nacht das erste mal gehört und bin am darauffolgenden Tag direkt zum Arzt. Schnupfen hat sie Ausgeschlossen, Herz hat sich gut angehört, Bauch war weich. Sie meinte dass die Reizung durch einen übersäuerten Magen kommt, da sie sich ja schon seit Jahren nach dem Essen übergeben muss und, dasss das quasi wie Sodbrennen ist und das versucht raus zu husten. Das Übergeben würde vom rohen Fleisch kommen, sie empfindet barfen nicht als das Non-plus-Ultra und Getreide wär ja auch nicht schlimm für Katzen, wie Zucker, da die das ja schon seit Jahrhunderten gewöhnt sind.


    Ich war damals schon bei einem anderen Arzt und die meinten sie hätte mehrere Allergien auf Milben und Pilze, Kartoffeln und Eier und das Übergeben würde davon kommen und mir cetirizin mitgegeben, was bis heute auch eigentlich gegen das Erbrechen hilft (Blutwerte waren da auch gut). Die neue Ärztin meinte jetzt dass von solchen Allergien Katzen sich nicht übergeben müssten, das würde sich an der Haut äußern und dass man gegen Kartoffeln gar nicht allergisch sein kann und dass in allen Ausschlussdiäten immer Kartoffeln dabei sind? Sie hat mir jetzt Omeprazol und MCP mitgegeben und ich soll das Futter umstellen, normales Katzenfutter "sensitiv". Als Schonkost jetzt erst mal Kartoffeln mit Möhren, Magerquark und Distelöl (bei Katzen? Ohne jegliches Fleisch?)


    Hab bisschen durchs Internet gelesen, dass Milchprodukte (hat die Ärztin auch empfohlen) bei Gastritis bisschen helfen/lindern aber was kann ich noch tun? Einen 3. Tierarzt aufsuchen? Und was soll ich denn jetzt füttern? Weiter beim barfen bleiben, gekochtes Fleisch geben oder wirklich versuchen auf hochwertiges Nassfutter (95-97% Fleischanteil) umzustellen?
    Können im rohen Fleisch irgendwelche Futtermilben sein?


    Meine Mutter hat leider absolut keine Lust sich um die Katze zu kümmern und ich kann froh sein, wenn sie überhaupt Taurin dazugibt... werde wohl ein fertiges Gemisch holen und das meinen kleinen Brüdern als Aufgabe auftragen :/


    Ich bin gerade echt ratlos was ich noch machen kann. Vielleicht weiß ja jemand einen Rat der in einer ähnlichen Situation war oder paar Tipps geben kann.



    Liebe verzweifelte Grüße :ka:


    Ellis

  • Zu der TA: Such Dir 'ne andere.
    ...und ganz grundsätzlich: Ernährungslehre, speziell sowas spezielles wie Ernährung eines strikten Carnivoren gehört nun mal nicht zum (Pflicht)Programm im Tiermedizinstudium.
    (Die Diätempfehlung würd ich selbst bei 'nem Hund nicht wirklich so durchziehen mögen... wobei das für ein paar Tage bei den Wuffels schon ginge. Die sind schließlich "nur" obligate Carnivoren.)


    (Die 1. TA mit ihrem Cetirizin war jetzt auch keine wirklich gelungene Empfehlung ihres Fachs...)


    Futtermittelallergien sind relativ selten, wesentlich häufiger sind Unverträglichkeiten.
    Allergisch kann man und katz nur auf Eiweiße und einige sehr wenige Metalle sein, Unverträglichkeiten können quasi gegen alles und jedes entwickelt werden. In den Auswirkungen sieht beides aber oft gleich aus.
    Von daher: Doch, auf Kartoffeln kann Katz "allergisch" reagieren - mit allem, was an Reaktionsmöglichkeiten da ist.
    Das reicht von Juckreiz, Hautirritationen bis hin zu Brechdurchfall...


    Nein, Rohfutter bringt keine Futtermittelmilben mit. Die sind ein typisches Trofu-Problem.


    Vorallem wäre jetzt erstmal wichtig, das der Katzenmagen zur Ruhe kommt:
    Das kann über Schonkost für Katz gehen - gedämpftes Hühnchen mit mind. Ca und Taurin und Salz nach Grundrezept. Möhrchen sind als Ballast nicht schlecht.
    Es gibt allerdings Katzen, die diese Schonkost schlicht verweigern.
    Wobei rohes Hühnchen fast genauso gut funktioniert.


    Milchprodukte... wenn Du sicher (!) bist, das Deine Katze nicht auf Milcheiweiß/Rindereiweiß reagiert: Einen Versuch ist's m.M.n. wert. Laktosefreies bitte.
    Oder Ziegenmilch(produkte).


    Ich würde, wäre es meine Katze, erstmal einen TA aufsuchen, der jetzt akut die Magenschleimhaut- und Speiseröhrenreizung/entzündung therapiert.
    Und dann eine Ausschlußdiät fahren, um rauszufinden, worauf die Katze so reagiert.
    Das heißt auch, das alle Familienmitglieder mit ziehen müssen: Keiner darf der Katze z.B. Leckerlies irgendwelcher Art zustecken. (Btw. Was kriegt Katz denn so?)


    Es gibt bei den höherwertigen Futtersorten auch Monoprotein-Sorten. Damit ließe sich eine Eliminationsdiät durchaus auch machen - und für Deine Mutter bestände der ganze Aufwand im Dose öffnen.



    (Ich überleg grad, ob Omep und MCP zusammen überhaupt...?
    Omep solitär für Katz kenn ich, funktioniert, ist aber grad bei gebarften Tieren m.M.n. mit Vorsicht zu geniessen: Omep bremst die Magensäureproduktion ziemlich drastisch. Das kann wieder ganz eigene Verdauungsprobleme machen. Kotzitis inclusive... Dauerhaft gibt's auch gerne Probleme mit der Ca-Versorgung.)

    Liebe Grüße von SiRu und den Katzingern!
    :computer2: :mkatzen:


    bekennendes Mitglied der BARF-Sekte :boehsebarferz2:



    P.S. Es heißt Supplemente...

  • Danke für die schnelle Antwort! Werde dann Montag zu einem anderen gehen, wobei das Cetirizin auch gegeben wurde weil Pixi sich die Schläfen blutig gekratzt hat und an den Beinen Fell & Haut weggeleckt/ -gebissen hat. Daraufhin haben die einen Abstrich von den wunden Stellen gemacht und Blut abgenommen.


    Wie gesagt mit dem Cetirizin übergibt sie sich normal nur, wenn sie Gras gefressen hat oder die Haarballen raus müssen, ohne dieses Husten hätte ich gar nicht gewusst, dass da wieder was nicht stimmt :ka: . Hab ihr jetzt gestern und heute gedämpften Truthahn mit Karotten/Kartoffeln, Taurin und bisschen Quark gegeben. Das isst sie auch brav und Hunger hat sie sowieso immer.


    Milchprodukte verträgt sie sehr gut, kriegt davon kein Durchfall oder Erbrechen. Früher haben meine Eltern ihr öfter ein Schälchen Milch hingestellt bis ich alt genug war sowas zu googeln, aber Durchfall hatte Sie davon nie!


    Als sie vor 12 Jahren zu uns gekommen ist hat sie jegliches Katzenfutter verweigert und meine Eltern haben ihr nur Fleisch gegeben (sie waren es aus dem Dorf in Kasachstan nicht anders gewohnt und wussten es nicht besser :peinlich: ) Sie isst keine Leckerlies oder irgendwas was nicht nach Fleisch riecht. Käse, Quark etc findet sie furchtbar toll aber gibts normal nie. Mäuse bringt sie manchmal von draußen mit ansonsten weiß ichs nicht.
    Als das mit kratzen/erbrechen anfing hab ich mich informiert und mit dem barfen angefangen, wobei ich echt Wochen gebraucht habe bis sie gekochte Möhren und die Pülverchen mitgegessen hat.
    Also wenn, dann müsste ich sie ans Dosenfutter gewöhnen, was früher auch nie funktioniert hat. Meine Mutter schneidet nur ein Stück rohes Fleisch ab und legt ihr das in Wasser hin (Pute & Huhn hauptsächlich, Rind kriegt sie auch isst sie aber nicht so gern). Gebrochen hat sie damals von allem, Blutwerte waren aber gut und Mangelerscheinungen zeigt sie auch keine (laut Ärzten).


    Also meinst du Omeprazol reicht nicht für die Magenschleimhautentzündung? MCP soll bei ihr gegen die Übelkeit helfen. Bin gespannt ob ich hier einen Arzt finde der sich mit dem Barfen / Wechselwirkungen mit Medikamenten auskennt :/ . Kann dass rohe Fleisch (ohne das restliche Barf) denn quasi Auslöser dafür sein? Dass der Magen übersäuert ist und sie sich deswegen übergeben muss? Oder eine Unverträglichkeit auf Hühnchen etc? ?(

  • Um sagen zu können, was jetzt die Gastritis ausgelöst hat, müsst ich Hellseher sein.


    Nein, ich bin mir nicht sicher, ob die Kombination von Omep mit MCP so wirklich gut für's Katz ist.
    Einzeln betrachtet... schon okay, aber in Kombination?
    :peinlich::whistling: ich grübel nur...
    Omep solo hat ich hier schon selber für's Katz.


    Als Auslöser käme z.B. aktuell auch Schimmelbefall in der Wohnung in Frage.
    Oder sie verträgt das Putzmittel für's Böden wischen nicht mehr.
    Oder hat sich neu 'ne Allergie auf irgendein bisher problemlos fressbares eingefangen.
    Oder hat die Fensterbankbegrünung für sich entdeckt - äh, wie sieht's /sah's bei Euch mit Advents- und Weihnachtsschmuck in pflanzlicher Form aus?

    Liebe Grüße von SiRu und den Katzingern!
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    P.S. Es heißt Supplemente...

  • Ich überleg halt nur ob irgendeine (rohe) Fleischsorte allein so extrem auf den Magen schlagen kann, dass sie sowas davon bekommt.
    Oh mann da dachte ich die Ärztin hätte mit dem Omeprazol kompetent gewirkt um dem "Sodbrennen" entgegenzuwirken. :watt:
    Dann lieber nur MCP? Ist gedämpftes Fleisch Schonkost oder soll ich das lieber sein lassen?
    Hab auch gestern Felini Complete und easy barf bestellt, damit sie wenigstens bisschen was kriegt bis sie zu meinem Freund kann :/ .


    Gab nur einen Tannenbaum und unsere normalen Zimmerpflanzen (Orchideen, kleine Palmen - von denen ist zumindest nichts angeknabbert die Nadeln vom Baum am Boden hat sie in meinem Beisein auch noch nicht gefressen)

  • Meist ist "sowas" nicht von 1 einzigen Sache verursacht.
    Aber 1 einzige Sache hat das Fass zum Überlaufen gebracht.


    Ich denke, Du hast jetzt genau 2 Möglichkeiten: Morgen früh zu TA Nr. 3 - in der Hoffnung, das der besser ist.
    Oder die Therapie aus Omep + MCP von TA 2.
    Über's Wochenende damit arbeiten und dann TA-Suche.
    (In vielen Katzenforen, also denen, in denen es nicht nur um 1 spezielle Art der Fütterung geht, gibt's auch die Möglichkeit, sich nach/über Tierärzte in der Region wo man wohnt zu erkundigen. Diese Art Recherche geht auch am Wochenende...)


    Okay. Das klingt(!) zumindest nicht nach Zimmergrün als Auslöser.
    Wobei weder Orchideen noch Tannenbäume katzengesundheitskompatibel sind. Und 1 mitgefressene/beim Putzen verschluckte Nadel kann im Zweifelsfall genau der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen brachte...


    (Ich hab die Fensterbänke voller Amaryllis - die sind auch nichts für Katzen. Ich weiß es, meine Katzen anscheinend auch.
    Hätt ich 'nen Katzenneuzugang, die da ihr Näschen dran hätt, wären die Amaryllis sofort wech.
    Tannenbäumchen gibt's hier nicht.)

    Liebe Grüße von SiRu und den Katzingern!
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    P.S. Es heißt Supplemente...

  • Liegt denn eine tatsächliche Übelkeit vor? So richtig mit Leckerchen verweigern und allem?
    Wenn nicht, würde ich zum Omep raten, um die Magenschleimhaut zu schonen und das MCP weglassen.
    Mit dem Omep wirklich nur nicht übertreiben, da schließe ich mich @SiRu an. Ich habe für mein CNIchen Ranitidin hier (das ist ähnlich in der Wirkung) und gebe das sehr sehr selten. Einfach wegen der Kombination Barf und Säureproduktionsdrosselung.


    Wie oft gibt es eigentlich Futter? Kleinere Mahlzeiten in kürzeren Abständen könnten unter Umständen auch helfen. Dann kann der Magen nicht so sehr mit Säure volllaufen, die nichts zu zersetzen hat. Das Übersäuerungsproblem (ohne diagnostizierte Gastritis) habe ich bei meinem CNIchen auch, dank Futterautomat ist es möglich alle vier Stunden zu füttern und trotzdem locker zwölf Stunden aus dem Haus zu sein und ebenfalls die Nacht durchzuschlafen.

  • Ich hab einen Arzt gefunden der sogar Ernährungsberatung anbietet, der wird dann davon hoffentlich Bescheid wissen, und morgen früh offen hat.


    Wobei ich auch diesen Artikel gefunden habe http://www.tiermedizinportal.d…s-bei-der-katze/011501/2/ dort wird bei Behandlung auch Omeprazol und Antihistaminika genannt ?( , was hältst du davon?


    Wenn Sie das jetzt aber wirklich seit mindestens 2 Jahren hat, kann sich das bestimmt verschlimmert haben bzw chronisch oder was Geschwürmäßiges sein. Okay Frage selbst beantwortet ich geh da morgen, spätestens Montag definitiv hin!


    Hm also die Orchideen stehen da auch schon seit min 8 Jahren, die hat da noch nie dran gegessen und der Tannenbaum war vor drei Wochen noch nicht da als der Husten angefangen hat.



    @Kuro Übelkeit an sich m.M. nach nicht. Sie hat immer Hunger und könnte den ganzen Tag essen. Das hat mir die 1. TÄ auch geraten und auch das Fleisch sehr klein schneiden damit das schneller/besser verdaut wird, hat aber alles nichts gebracht (gab 5x/Tag) - ab 3-5 Tage kein Cetirizin --> nach jedem füttern direkt erbrochen. Wenn sie alle 2/3 Tage Cetrizin kriegt kommt gar nichts außer mal Gras oder Haarballen.
    Bei meiner Mama kriegt sie 2x mal am Tag, sie ist aber auch von 7:20-19:30 nicht zu Hause. Aber so ein Futterautomat ist wirklich eine Idee.
    Vom Omep 10mg soll ich eine halbe Tablette am Tag geben (MCP 1/16). Wie viel kriegt deine, falls man das ansatzweise vergleichen kann? Werde das definitiv morgen/Montag ansprechen.


    Nochmals danke für die schnelle Rückmeldung!


    Liebe Grüße!

    Einmal editiert, zuletzt von Ello () aus folgendem Grund: Edit an Kuro

  • Also zum Arzt mit Ernährungsberatung sage ich: Vorsicht. Kann gut sein, muss aber leider nicht. Anhören und dann im Nachhinein durchdenken/besprechen und dann eventuell Vorschläge von ihm umsetzen.


    Ich kenne MCP nur im Zusammenhang mit Übelkeit (muss aber nicht bedeuten, dass es nicht noch mehr Einsatzgebiete gibt). Und einen zu guten Ruf hat es mittlerweile wohl ohnehin nicht mehr (aber auch da bin ich nicht auf dem aktuellen Stand).
    Wenn so viel ohne Cetirizin erbrochen wird, klingt das schon stark nach einer Allergie/Unverträglichkeit. Aber das ist nicht mein Spezialgebiet.


    Die Ranitidin sind etwas anders. Sie bekommt davon 15 mg, wenn ich ihr etwas gebe, eine Tablette enthält 75 mg.


    Und ja, das mit dem fein schneiden kenne ich auch, ich nutze mittlerweile einen Wolf, zwei verschiedene Messer und Scheiben, um zum Teil Fitzelstücke und den Rest feingewolft zu verarbeiten. Das ist weit angenehmer, denn so fein schnippeln ist echt anstrengend und fast nicht machbar.

  • Ich schließe mich meinen Vorschreibern an.


    Was ich noch zu der Liste von Möglichkeiten zur Auslösung einer Allergie/Unverträglichkeit hinzufügen möchte und weil du nach Fleischsorten fragst, die den Magen schonen.


    Habt ihr in letzter Zeit eure Zimmerpflanzen gedüngt?
    Und wenn ja, mit welchem Mittel?


    Es besteht auch die Möglichkeit, das euer Kater das Düngerwasser getrunken hat, wenn er ran kommt.
    Bitte unbedingt darüber nachdenken.

    Lydia mit Janek (geb. 2004?), SDÜ, rechtes Auge fehlt und Bella (geb. 2009?)
    und Felix im Herzen (April 1995 - 22. März 2015), hatte CNI


    Kinder lehren uns Geduld, Katzen testen sie.


    Offizielles Mitglied der Barf-Sekte


    Es heißt EHK (Europäische Hauskatze) nicht EKH (Europäisch Kurzhaar)

  • Dachte nur wenn eine Praxis damit wirbt, dass die von verschiedenen Ernährungen Bescheid wissen aber mal sehen.


    MCP fand ich persönlich für mich immer toll, hat direkt gewirkt :D Bei Wiki steht "Außerdem fördert es indirekt, durch Beschleunigung der Peristaltik des Magens und Erhöhung der Öffnungsfrequenz des Pylorus, die Aufnahme anderer Medikamente bzw. Wirkstoffe, ..." "In der Tiermedizin ist Metoclopramid zugelassen zur symptomatischen Behandlung von Erbrechen, reduzierter Magen-Darm-Motilität bei Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Magenpförtnerkrampf (Pylorusspasmus), chronischer Nierenentzündung (Nephritis) und Verdauungsintoleranz gegenüber manchen Tierarzneimitteln bei Hunden und Katzen." Wenn Ich es noch recht in Erinnerung hab hilft das nicht nur gegen direkte Übelkeit, sondern hindert den Körper generell vorm Erbrechen.


    Den Wolf hatte ich auch mal benutzt aber bei Hack und den kleinen Stücken hat sie immer so geschlungen gar nicht gekaut, da dachte ich dass davon das Erbrechen kommt. Dass sie eben nur schlingt und der Magen das so schnell nicht verdauen kann. Mittlerweile schneide ich längliche Stücke, sodass sie zum selber kauen gezwungen ist klappt an sich auch gut.


    Habe nachgefragt, Zimmerpflanzen wurden gar nicht gedüngt, weder drinnen noch im Garten.


    Ich klapper Montag mal ein paar Ärzte ab um zu fragen ob sie sich mit Barfen auskennen bevor ich mit Katze dahingehe, im Internet hab ich zu unseren Ärzten in diversen Foren gar nichts gefunden X/
    Darf ich hier die Links zu den Webseiten rein stellen? Einer hat angegeben mit "VetMedLab, LABOKLIN, Labor Dr.Dr.Barutzki, Fachpraxis für Tierpathologie Dr.von Bomhardt" zusammen zu arbeiten (Laboklin hab ich jetzt schon öfter wegen Blutwerten gelesen), der bei jameda auch die beste und meisten Bewertung/en hat. Der andere sieht auch ganz gut aus oder halt wieder in die Tierklinik (die 1. Diagnose mit dem Cetirizin). ?(

  • Ich weiß nur, dass vor einer Weile in Bezug auch viel negativ über MCP geredet wurde, nur kurz anwenden und sowas. Aber ich weiß nicht, wie das ausgegangen ist, ob der Stand geblieben ist oder sich der Sturm doch wieder gelegt hat.


    Das kann durchaus individuell sein. Ich kann nur von Shiyuu reden, die hat immer nur so klein zerteilt (denn richtiges Kauen ist bei Katzen nicht), wie sie schlucken konnte. Je größer die Stücke, desto mehr Magensäure muss zum Zersetzen ran, desto mehr Arbeit findet im Magen statt. Denn Katzen beginnen keine Vorverdauung im Maul, wie wir das bereits beim Kauen tun. Können sie nicht. Sie mahlen nicht und sie produzieren auch keine Amylase. Und bei Shiyuu ist es so, sobald die Stücken größer sind, als das, was ich jetzt mit zweiflügeligem Messer und 14er Lochscheibe wolfe, kommt es häufig wieder raus. Früher gab es hier auch ordentliche Stücke, es gab Hühnerhälse am Stück, aber das geht alles nicht mehr. Den gastritisgeplagten Magen dürften größere Stücke vermutlich mehr belasten, aber das vermute ich nur, eine sichere Aussage kann ich natürlich nicht treffen. Wenn sie das Stückige verträgt, kannst du es weiter geben. Wenn halt regelmäßig was Retour kommt, würde ich mal gewolft versuchen (ich wolfe die Hälfte wie oben angegeben, die andere Hälfte mit vierflügeligem Messer und 3er Scheibe, damit ich mehr Wasser im Futter verstecken kann), zumindest, bis die Gastritis abgeklungen ist.


    Was die Ärzte betrifft, das Problem ist, dass der Begriff Ernährungsberatung nicht geschützt ist. Man kann - rein theoretisch - einen Wochenendkurs belegen, ein Zertifikat bekommen und sich trotzdem mit dieser Zusatzbezeichnung ausstatten (deswegen bin ich ganz generell sehr misstrauisch bei Ernährungsberatern für Katzen). Es kann sein, dass er gut ist, ich finde es nur wichtig, genau hinzuhören, auch zu hinterfragen und im Anschluss noch mal alles zu durchdenken oder mit anderen durchzusprechen, je nach eigenem Wissensstand. Ich habe mittlerweile so einiges gehört von anderen, die sich haben beraten lassen (meist durch reine Ernährungsberater, aber ich glaube ein, zwei Ärzte mit der Richtung waren auch schon dabei) und so ziemlich immer fand ich es gruselig.

  • Für Menschen wird das wohl nur noch zur Unterstützung von einer Chemo verschrieben oder bei Migräne und die Konzentration wurde auf 1/5 vom alten gesenkt, wie die Akzeptanz bei Tieren ist weiß ich leider nicht.


    Früher hat halt weder gewolftes noch klein gestücktes gegen das Erbrechen geholfen aber wenn das für den Magen besser ist, werde ich das nochmal machen mit ein paar kleinen Stückchen rein, gewolftes isst sie gar nicht gern.


    Ich weiß was du meinst! Auf der Website der Tierklinik steht auch ganz groß Ernährungsberatung Blabla und unten: "Wir arbeiten speziell mit Futtermittelherstellern wie Royal Canin und Hills zusammen. Zu diesem Thema bieten wir Ihnen in unserer Klinik eine individuelle Ernährungsberatung für Ihr Tier an." Na dann.


    Ich hoffe einfach dass der Arzt auf das Thema Omep + barfen eingeht, weiß nicht was ich sonst noch tun kann. :ka:

  • Ach, das muss noch nicht mal so krass sein.
    Es fängt schon damit an, dass viele Ernährungsberater den Unterschied zwischen Hund und Katze nicht zu kennen scheinen. Da werden Katzen dann wie kleine Hunde behandelt, mit entsprechendem Anteil Kohlenhydrate, Plänen, die heute den einen Nährstoff, morgen den anderen vorsehen (und dabei rede ich nicht nur von fettlöslichen Vitaminen) und so weiter. Das ist ganz einfach kein Katzenbarf. Nur erkennt der Laie das oft nicht und glaubt, seinem Tier etwas Gutes zu tun, das Gegenteil ist dann leider der Fall.


    Das mit der Klinik ist dann noch mal eine andere Hausnummer, die aber halt auch über Barf hinausgeht.

  • :peinlich:
    'tschulligung, aber...
    Ich würd einen TA nie nach seinen Kenntnissen zum Thema (Katzen)Barf aussuchen.
    Mir reicht's da völlig, wenn er sich mit der Medizin auskennt, seine Sachkenntnis glaubwürdig rüberbringt, mich als Kunden ernstnimmt (was schon genügend hohe Auswahlhürden sind...) - um's Futter kümmer ich mich dann schon.

    Liebe Grüße von SiRu und den Katzingern!
    :computer2: :mkatzen:


    bekennendes Mitglied der BARF-Sekte :boehsebarferz2:



    P.S. Es heißt Supplemente...

  • Man darf nicht vergessen, dass Tierärzte (idR) viele Tierarten können müssen, und sich auch nicht auf ein Gebiet (z.B. Zähne) spezialisiert haben. Vergleich zum Menschenarzt: der Arzt muss EINE "Tier"art können, und spezialisiert sich noch!


    Wenn man sich das mal vor Augen führt können wir froh sein, wenn wir einen guten Tierarzt finden, der sich (allgemein) mit unserer Tierart bestens auskennt, und auch im Speziellen fit ist was z.B. Zähne angeht.


    Jetzt auch noch zu erwarten, dass er Spezialist der Ernährung ist... Puah.



    Edit: Ich war (mitm Zwerghamster) mal bei einer TÄ, die sagte im Verlauf unseres Gesprächs ganz klar, sie kenne sich nicht so gut mit der Ernährung von (Zwerg)Hamstern aus. Sie sagte, die Leute der Hamsterhilfe (von der der Zwerg kam) wüssten da wohl besser bescheid, und ich solle was die Ernährung angeht lieber dort nachhören.
    Ich fand das damals (und heute auch noch) wirklich toll!

  • hab ich da jetzt was falsch Verstanden? :whistling: Ich dachte das Omep mit barf eben nicht gut geht?
    Und das würde ich gern ansprechen bzw ernst genommen werden und nicht "Dann müssen Sie eben normales Futter geben" oder dass ich ihr dann keine Medikamente geben kann. Oder auch dass ich meiner Katze Karotten, Kartoffeln und Quark mehrere Tage geben soll :D
    Was den Ernährungsplan angeht, ziehe ich euch immer vor :jaha:

  • Omeprazol ist immer mit Vorsicht zu genießen, egal, ob Mensch oder Katz. Es gibt gute, sehr gute!, Gründe dafür, das man das Zeug mittlerweile nur noch in geringster Stärke und kleinster Abpackung so in der Apotheke kaufen kann. (Und ich wär ja dafür, es grundsätzlich verschreibungspflichtig zu machen.)


    Für 1 bis 5 Tage... geht das mal. Auch mit Barf.
    Mit der für eine Katze diesen Gewichts niedrigstmöglichen Dosierung, wenn's irgend geht.
    Allerdings solltest Du es Katz dann leicht machen: Weißes Fleisch (Hühnchen , Kaninchen) und das vergleichsweise kleingeschnitten. Gehacktes ist da, wenn Katz denn Pamps annimmt, nicht schlecht... Oder Kochbarf - auch da ist die Verdauung einfacher, weil das Garen die Proteine bereits denaturiert hat. Damit sind sie leichter verdaulich => weniger Magensäure muß ran.
    Und Katz genau beobachten... also ob sie sich (relativ) normal verhält, normal frisst, und normalen Output hat.


    Wobei ich Magenschleimhautschutz, der sich als echter Schutzfilm auf die Schleimhaut legt, im Zweifelsfall bevorzuge. Das stört i.d.R. weniger...
    ( :whistling::saint: Wobei es je nach Katz und Mittel schon 'ne Kunst ist, das in die Katz reinzukriegen. Frag nicht... :ftft::baby2: )

    Liebe Grüße von SiRu und den Katzingern!
    :computer2: :mkatzen:


    bekennendes Mitglied der BARF-Sekte :boehsebarferz2:



    P.S. Es heißt Supplemente...