Widerspruch -Knochenfütterung ...Helft mir bitte auf die Sprünge

  • Hello :)


    hoffentlich habt ihr noch einen Moment Geduld mit mir... :schü:


    Also ich hab mittlerweile ganz viele Texte gefunden die erklären wie die Verdauung eines Hundes allgemein funktioniert z.B von welchen Stück des Darmes die Nahrung in welcher Form, in den nächsten Teil des Darmes wandert ....und dann die Mineralstoffe über die Darmwand ins Blut wandern


    Ich hätte es aber gerne etwas genauer z.B. einen Text der mir erklärt was da genau passiert wenn die Magensäure etwas auflöst , wo die Stoffe im Körper hingelangen, was beim Überschuss passiert usw.
    Hoffentlich versteht ihr was ich meine ... :peinlich:


    Mich interessiert es deshalb weil ich folgende Aussage überprüfen möchte :

    • die Aufnahme von Calcium aus dem Darm erfolgt über die Darmwand ins Blut
    • entscheidend ist dabei, wie gesättigt das Blutplasma zu diesem Zeitpunkt mit Calcium ist
    • man noch so viel Knochen verfüttern, der Hund kann nur das an Kalzium in sein Skelett einbauen, was zuvor vom Darm über die Darmwand ins Blutserum übergegangen ist
    • wenn aber das Blutserum mit Calcium gesättigt ist, wird aus dem Darm einfach nicht mehr Calcium aufgenommen


    Ach so und bis jetzt hab ich keine Aussage gefunden, die die Theorie des Tierarztes bestätigt :!:

  • Guck dafür vielleicht auch mal bei den Biologen, den Humanmedizinern, den Ernährungsfachleuten und den Biochemikern. Nicht nur bei den Tiermedizinern.
    Das als den einen expliziten Text wüsst ich so auch nicht... und die ganze Literatur-Liste wie sie im Case, Carey, Hirakama - Ernährung von Hund und Katze z.B. steht werd ich jetzt auch nicht abschreiben. ( :whistling: Zumal der Wälzer nicht mehr wirklich druckfrisch ist...)


    Ach, ;) einfach gibt's in dem Zusammenhang nicht: Nicht nur die Sättigung des Blutserums an sich spielt eine Rolle, ganz wichtig ist auch noch das Parathormon. Das steuert das ganze nämlich...
    Und das Angebot an Phosphorverbindungen.
    Und diverse andere Kleinigkeiten...

    Liebe Grüße von SiRu und den Katzingern!
    :computer2: :mkatzen:


    bekennendes Mitglied der BARF-Sekte :boehsebarferz2:



    P.S. Es heißt Supplemente...

  • Hallo , da bin ich wieder :D


    also ich hab mich jetzt mal mit Chemikern unterhalten. Die haben mir jetzt folgendes erklärt...


    " Die Knochen werden im Magen (weitestgehend) aufgelöst, im ersten Teil des Darms wird der saure Mageninhalt aber wieder neutralisiert,
    so dass das Calcium zu einem großen Teil in unlöslicher Form (im Prinzip als"Kalk") vorliegt.
    Dennoch resorbiert der Darm Calcium (eben den Teil,der noch gelöst vorliegt bzw. schon immer gelöst war - Calcium ist nicht nur in
    Knochen). Das reicht üblicherweise aus, um den Calciumbedarf jedes Tieres
    (Fleisch- oder Allesfresser) zu decken."


    Im der Broschüre von S.Simon ist ein Kalbsknochen (100g) mit 13 800 mg aufgelistet. Weiß jemand von Euch ob die kompletten 13 800 mg aus löslichem Calcium besteht?


    Und noch eine Frage... ist meine Berechnung richtig, dass ein 25 Kg Hund ca. 1250 mg am Tag braucht ?

  • Zu der Rechenaufgabe kann ich Dir nix sagen.


    Aber zu der Chemiker-Aussage möcht ich was senfen:
    Um einen ausreichenden Teil noch löslichen Ca übrig zu haben, muß also vorne sehr viel mehr an Ca rein, als rein rechnerisch bei völliger Resorption nötig wäre.
    Als Beispiel: Vorne 100 g Ca-Verbindungen (Knochen, z.B.) rein, damit im Darm noch 0,0001 g reines Ca resorbiert werden kann...
    Und berechnet wird für's Futter ja das, was oben rein muß, damit im Darm genügend aufgenommen werden kann.

    Liebe Grüße von SiRu und den Katzingern!
    :computer2: :mkatzen:


    bekennendes Mitglied der BARF-Sekte :boehsebarferz2:



    P.S. Es heißt Supplemente...

  • Hallo SiRu ,
    ok ich glaube langsam fügen sich die Puzzelstücke in meinem Kopf zusammen :) Dankeee :yes:


    Ich überlege ja ernsthaft ob ich mir nen Ernährungsplan von einer Ernährungsberaterin erstellen lassen soll. Im Moment merke ich einfach, dass ich noch sehr sehr unsicher bin ob ich das mit den notwendigen Nährstoffen alles richtig mache.
    Nach langem hin und her überlegen möchte ich erstmal auf das Knochenfüttern verzichten. Also ich habe es ne Zeitlang gemacht aber der eine meiner Hunde hat es nicht wirklich gut vertragen. Der andere hatte keine Probleme.
    Aber jetzt steh ich natürlich vor der Frage, was ist der beste Ersatz.


    Ich wollte mich noch mal bedanken, für euer offenes Ohr und die hilfreichen Antworten :yes:

  • Oh je. Ich schau gleich mal .


    Wie ist es denn mit dem Verfüttern von Innereien? Hab ich es richtig verstanden, dass es hierbei auf die wöchentliche Gesamtmenge ankommt?


    Ist es denn dann egal ob ich sagen wir mal, zwei Mahlzeiten in der Woche Innereien fütter oder mehr, hauptsache ich komme auf den Wochenbedarf?

  • Richtig! Es heißt, man sollte innerhalb von vier Wochen ein ausgewogenes Verhältnis hinbekommen. Also kannst du die Innereien auf zwei Tage verteilen. Manche Hunde bekommen Matschekacke von zu vielen Innereien auf einmal. Dann solltest du sie auf mehrere Tage verteilen!

  • Ich denk auch das das vom individuellen Hund abhängt, wieviel Knochen er verträgt. Wäre aber lieber erst mal vorsichtig damit, gerade wenn mans vorher noch gar nicht verfüttert hat

  • @Kondor ist das dein Sport, auf alte Beiträge zu antworten und dazu noch Leuten, die seit über 1 Jahr nicht im Forum waren.
    Sind eigentlich schon irgendwo Schulferien?
    Muss mal in den Kalender gucken.

    Lydia mit Janek (geb. 2004?), SDÜ, rechtes Auge fehlt und Bella (geb. 2009?)
    und Felix im Herzen (April 1995 - 22. März 2015), hatte CNI


    Kinder lehren uns Geduld, Katzen testen sie.


    Offizielles Mitglied der Barf-Sekte


    Es heißt EHK (Europäische Hauskatze) nicht EKH (Europäisch Kurzhaar)