Frettchen barfen, Bericht :)

  • Ich möchte gern darüber berichten, wie meine Frettchen zum Barf gekommen sind.
    Die zwei Süßen haben wir seit 2 Monaten, werden jetzt 3 und 4 Jahre alt. Vorher haben sie Katzentrockenfutter gefressen und hin und wieder Katzennassfutter.
    Ich habe angefangen ihnen mehr und mehr Nassfutter zu geben und Barf. Trockenfutter reduziert. Futtertiere zerteilt Küken und Mäuse.


    Seit anfang März bekommen sie kein 24h Trockenfutter mehr. Noch noch alle paar Tage mal, was sie meistens gar nicht anrühren. Um die ständigen Futtergaben zu gewährleisten habe ich einen Petsafe Futterautomat. Hierüber gibt es regelmäßig 1x nachts Futter.
    Tagsüber fütter ich je nach Wachzustand 2-4x. Abends bekommen sie meistens 1 Futtertier Küken oder Maus. Ich schlitze nur noch den Bauch an und der Kopf wird immer zuerst gefressen.. lasse Futtertiere 2 Nächte im Gehege.


    Barf
    klappt mit einer sehr groben dreieckigen Wolfscheibe sehr gut. Knochen und Leber fressen sie nicht. Mit dem Fleischwolf klappt das super, viel schneller als von Hand. Die Stücke sind noch so groß, dass sie teilweise kauen müssen , und ist auch kein Fleischbrei der zu sehr an den Zähnen klebt.


    Fleisch
    Huhn mit oder ohne Haut
    Pute
    Geflügelherzen
    Geflügelmagen
    Rinderhack , immer nur geringe Menge 1/5 ca
    Rinderherz, geringe Menge 1/5 ca
    Kaninchen- muss noch ausprobiert werden


    Fett
    entweder reicht die Haut aus oder ich gebe etwas Gänseschmalz drüber
    möchte auf pflanzliche Fette verzichten


    Balaststoffe
    Frettchen brauchen kaum Balaststoffe, ich gebe nur hin und wieder ganz wenig Weizenkleie dazu ca 1/2TL auf 500gr Fleisch


    Supplemente
    1-2 Mahlzeiten mit Vitakalk/Woche, bis es leer ist, 12gr/kg Fleisch
    Hälfte Mahlzeiten mit Felini Complete 12,5gr/kg Fleisch
    Hälfte Mahlzeiten mit Carnizoo 1,5% der Fleischmenge
    TCPremixPlus möchte ich jetzt dazu nehmen (ist bestellt)
    Ich gebe immer noch etwas Taurin hinzu, da Frettchen einen höheren Bedarf haben
    Manchmal gebe ich noch etwas Bierhefeflocken dazu


    Eigelb fütter ich nur ganz selten, wenn dann teile ich 1 Eigelb auf beide auf


    Menge
    für 2 Frettchen gebe ich 150-180 gr Fleisch am Tag plus 1 Futtertier Küken oder Maus, den Dotter drücke ich nicht aus


    Veränderungen
    - weniger Kot
    - Weniger Kotgeruch
    - schöneres Fell
    - Weniger Zahnfleischentzündungen
    - weniger pupsen/Blähungen



    Ich werde weiter berichten, wäre schön hier noch Frettihalter mit barffrettchen zu treffen :thumbup:

  • Die zwei hatten jetzt etwas dünnen Kot.
    Habe ich 0,5 % Weizenkleie dem Futter zugegeben jeder MZ, was vorher nur sporadisch war.
    Der Kot ist gut geworden, sah aber mit gelblichen Punkten wie eine Verwertungsstörung aus. Ganz ohne Balaststoffe geht wohl nicht.


    Jetzt habe ich heute einige Portionen wieder eingefroren und 1% Gurke hinzu gefügt. Mal schauen was passiert! Der erste Kot nach der Mahlzeit sah super aus!
    Die Fähe hat ausserdem angefangen nur Futtertiere vorzuziehen, jetzt hab ich raus gefunden, dass sie eher nur Huhn mag.. vorher hab ich es immer mit Pute gemischt. Ausserdem hab ich ein Drittel etwas feiner gewolft, weil sie den Brei mag und mit den kleinen Stückchen vermengt.


    Die Fähe frisst teilweise eine halbe oder ein Drittel Maus und erst 6 Stunden später wieder so ein kleines Stück. Selbst NaFu frisst sie ca nur TL voll. Scheint ihr wohl zu reichen! Gewicht gleichbleibend, um 1 kg rum! Der Rüde ist wesentlich aktiver. Aber auch hier: je aktiver, desto mehr futtert er, schläft er mehr, frisst er viel, viel weniger. Maus und Küken zerteile ich, und leg immer nur ein Stück rein, damit es nicht so schnell verdirbt. Dafür lieber öfter und frisch.


    TCPremixPlus ist noch nicht angekommen, wird aber sofort getestet, wenn es da ist!

  • Weizenkleie ist doch pups-trocken.
    Vllt. war es zu viel.


    Küken kann ja auch durch die Flaumfedern der Kotabsatz in Gang halten.


    Versuche es doch wirklich eher mit Gemüse, meint Möhren, Gurke, rote Paprika, Tomate püriert oder Sesamkörner.
    Die Körner sind zwar auch trocken, kommen aber bei Katzen unverändert hinten raus.
    Man hat halt die Körnchen im Kot und darf nicht denken, das wären Wurmeier. :whistling:


    Frettchen weiß ich nicht genau, ich habe bei meinen Katern jahrelang gar keine Ballaststoffe gegeben.
    Erst als mein älterer Kater Felix altersbedingt Probleme mit dem Rücken bekam hab ich etwas Sesam ans Futter gemacht um ihm den Kotabsatz etwas zu erleichtern.
    Wenn man "Rücken" hat, fällt das Drücken schwerer.

    Lydia mit Janek (geb. 2004?), SDÜ, rechtes Auge fehlt und Bella (geb. 2009?)
    und Felix im Herzen (April 1995 - 22. März 2015), hatte CNI


    Kinder lehren uns Geduld, Katzen testen sie.


    Offizielles Mitglied der Barf-Sekte


    Es heißt EHK (Europäische Hauskatze) nicht EKH (Europäisch Kurzhaar)

  • Ich hab vorher nur sporadisch Balaststoffe gegeben, aber überwiegend keine. Und dann war der Kot etwas dünn.


    Die Fähe frisst sehr viel Futtertier, der Rüde momentan gar nicht.
    Die Weizenkleie habe ich mit dem Fleisch mit etwas Wasser eingeweicht und ich gebe auch immer vorher noch Brühe oder Wasser hinzu, zu trocken kann es nicht gewesen sein. und genau gerechnet und gewogen 0,5%.


    Dann war der Kot, hauptsächlich vom Rüde so mit gelben Punkten, wie er es nach laktose freier Milch hat (geb ich nicht mehr, war auch immer nur als Leckerli ein bisschen), also wie Verwertungsstörung. Und aus dem Maul stinkt er, der Atem, Zähne unverändert.


    Dann bin ich auf die Gurke gekommen, weil ich weiss, dass man diese oder auch Wasser- Melone den Frettchen geben darf, weil keine KH. Genau abgewogen 1%. Das ist ja wirklich wenig.
    Das gibt es seit gestern. Und auch die Fähe geht wieder mehr ans Fleisch. Kothaufen sehen seitdem super aus!


    Ansonsten würde ich vielleicht Babyglas Karotte mal probieren, aber das lohnt sich ja kaum, dann müsste ich es einfrieren in kleinen Portionen. Erfahrungen damit?

  • ?( Du hast mit dünn jetzt was in Richtung Matschekacke gemeint, oder das Du zu schlanke Würstchen gefunden hast?
    *Verwirrt bin*


    Aber egal - wenn das jetzt klappt, ist's richtig.

    Liebe Grüße von SiRu und den Katzingern!
    :computer2: :mkatzen:


    bekennendes Mitglied der BARF-Sekte :boehsebarferz2:



    P.S. Es heißt Supplemente...

  • Also jetzt hab ich schon wieder mehrfach diesen weich-breiigen okerfarbenen nicht geformten Kot entdeckt. Keine Schleimbeimengungen. 1-2 Haufen / Tag sind so, der Rest ist normal.
    Vielleicht gebe ich zuviel Fett dran, verwende viel Fleisch mit Haut und mache meistens noch einen Schluck Brühe dran..


    Jetzt führe ich erstmal Buch, um rauszufinden, was sie nicht vertragen.
    Ich habe jetzt auch die Balaststoffe komplett weg gelassen = unverändert.

  • Ich würd da ja jetzt gern was kluges zu sagen... aber geht nicht.
    Da steh ich wie der Ochs vor'm Scheunentor.


    ?(


    Mmmmmh.... können Frettchen eigentlich auch nachweislich Bauchspeicheldrüse-, Leber- oder Darmentzündungsgeschichten bekommen? Also gibt es Möglichkeiten, sowas über'n Blutbild einschätzen zu können? (Das das grundsätzlich vorkommen kann, ist klar. Ich dacht jetzt wirklich an Diagnosemöglichkeiten bei den Wusels...)


    Lehmfarben-gelbe und matschig-stinkender Häufchen wär bei Katzen 'nen Verdacht auf Giardien wert - fiese kleine Darmparasiten der hartnäckigen Sorte.
    Aber dann sollte der Kot eigentlich immer so sein, und nicht nur mal...

    Liebe Grüße von SiRu und den Katzingern!
    :computer2: :mkatzen:


    bekennendes Mitglied der BARF-Sekte :boehsebarferz2:



    P.S. Es heißt Supplemente...

  • Kann lehmfarbener Kot nicht auch auf Probleme mit der Galle/Leber hindeuten?
    Der Ansatz übers Fett könnte da richtig sein...

    Mc Flurry (♀ *2012), kerngesund und furchtbar flauschig, 100% Barf
    Adina (♀ *2013), kerngesund und genauso flauschig, 100% Barf

  • Hi !
    Also denke, wenn es eine Entzündung Pankreas oder Darm wäre, wäre der Kot immer dünn und auffällig und nicht nur zwischendrin.
    Giardien weiss ich, werden nicht immer ausgeschieden und zwischendrin können normale Haufen vorkommen. Allerdings müsste er schleimig sein, dünner, evtl grünlich, körniges Aussehen. Meine Freundin weiß, wie Giardienkot aussieht bei Fretts, sie meint, es wären keine.
    Ihre haben auch immer mal Durchfall, sie gibt dann Babykarottengläschen dazu.


    Ich habe jetzt mal aufgeschrieben, was ich gefüttert habe und dazu wie der Kot von jedem aussah. Oh, leider hab ich die Bilder vergessen. Wollt ich auch immer mal eins machen.
    Und Karotte hab ich beigemengt wie von der Freundin empfohlen (Babyglas) aber nur eine Winzmenge (unter 5 %).
    Was bis jetzt raus kam:
    Eigelb- macht Durchfall


    Gewicht: Keine Abnahme. Beobachte jetzt mal ein paar Tage. Dann evtl Kotprobe sammeln. Allgemeinbefinden gut.

  • Karotten erinnert mich wieder an die Morosche Karottensuppe:
    Karotten können Antibiotika ersetzen


    Bei Mensch und Hunden wirkt sie.
    Und meien Katzen hat sie in kleiner Menge geschmeckt ohne dass sie Bedarf hatten.

    Lydia mit Janek (geb. 2004?), SDÜ, rechtes Auge fehlt und Bella (geb. 2009?)
    und Felix im Herzen (April 1995 - 22. März 2015), hatte CNI


    Kinder lehren uns Geduld, Katzen testen sie.


    Offizielles Mitglied der Barf-Sekte


    Es heißt EHK (Europäische Hauskatze) nicht EKH (Europäisch Kurzhaar)

  • Die Dame hat die Karotte wohl gar nicht vertragen. Ca 3 Stunden später hat sie alles erbrochen. Unverdaut alles. Ihr war richtig übel, Nase blass.
    Hab ihr dann erstmal Kamillentee etwas gegeben und Brühe. Als das drin blieb etwas Babyglas Huhn (wird gern bei kranken Fretts gegeben). Das hat sie gefressen.
    Dann ist ihre Nase wieder rosig geworden und sie ist durchs Wohnzimmer gesprungen. Keine Übelkeit, kein Bauchweh und jetzt hat sie schon die 2. Mahlzeit Brei gefuttert und alles drin geblieben und Fretti gut drauf.


    Jetzt ist allerdings beim wiegen aufgefallen, der Rüde frisst ihr ja alles weg und wird immer dicker.. hat seit Februar 410 gr zugenommen. Ich muss oft nachgeben, weil er alles der Dame weg futtert.


    Sonst wird ja empfohlen 2x am Tag Fleisch und Rest Trofu. Das will ich aber nicht, möchte nicht soviel Trofu geben!


    Oder lernt er noch, wann er satt ist? Klar sollten sie immer was haben, aber wenn er zwei Schüsseln gefressen hat, kann er ja nach einer Stunde nicht unterzuckern und Hunger haben.

  • Sonst wird ja empfohlen 2x am Tag Fleisch und Rest Trofu.

    Das hat insoweit den Vorteil, dass das Trofu ständig da steht und sich die Fretts nach Bedarf bedienen können.
    Kannst du die Mahlzeiten auf 3 Gaben aufteilen?
    Wäre evtl. besser?


    Eigentlich kenn ich mich ja nicht aus, ist nur so ein Gedanke.
    Nicht dass das Mädel gekötzelt hat, weil der Magen zu leer war.

    Lydia mit Janek (geb. 2004?), SDÜ, rechtes Auge fehlt und Bella (geb. 2009?)
    und Felix im Herzen (April 1995 - 22. März 2015), hatte CNI


    Kinder lehren uns Geduld, Katzen testen sie.


    Offizielles Mitglied der Barf-Sekte


    Es heißt EHK (Europäische Hauskatze) nicht EKH (Europäisch Kurzhaar)

  • Hm, das könnte auch sein mit dem leeren Magen. Aber es war nicht unmittelbar nach dem Fressen? 3 Stunden verzögert.


    Aber wie bei Katzen geht das den Fretts halt auch auf die Nieren. Das Trofu benötigt die dreifache Wassermenge, um überhaupt weich zu werden. Von Natur aus decken sie fast ihren Bedarf über das Futter.


    Es widerstrebt mir schon total, nachts Trofu zu stellen, weil der Rüde momentan alles frisst was er findet, er mag nur kein Trofu und momentan kein Futtertier.
    Oder ich probiere Futterautomat 2x Futter nachts und Futtertier und bis die erste Kammer aufgeht Trockenfutter.


    Es kann halt auch passieren, dass sie dann nur Trockenfutter wollen, das möchte ich vermeiden, wenn es immer steht.


    In der Frettchenernährung wird einfach meistens unsupplementiertes Fleisch/ Herz/Magen /Hühnerflügel gegeben 2x am Tag, Teils Futtertier- meistens nicht täglich und dann wird gesagt, dass Trockenfutter gleicht alles aus..
    Davon bin ich nicht überzeugt.


    Meine ersten beiden Fretts waren Trockenfutterjunkies 5 jährig. Die eine musste eingeschläfert werden nach 1/2 Jahr bei mir nach Einzug, gestaute Niere, veränderte Pankreas, Aszites.
    Der Bruder hatte einen massiven Bauchtumor und hat 4 Monate länger gelebt. Sie sind keine 6 Jahre geworden.


    Bei Fretts weiß man, Kohlenhydrate fördern ein Insulinom.
    Eine Maus enthält 2-5 %. Trockenfutter die meisten 14-17% nur eins um die 10%. Das ist aber immer noch mehr als ein Beutetier.


    Man kann auch nicht so nach Uhrzeit füttern, sie schlafen viel. Ich bin viel zu Hause und fütter immer, wenn sie wach werden, das klappt gut. Sollte ich weg gehen, stell ich Futter rein, länger weg Futterautomat und Futtertier. So ist immer gewährleistet, dass sie genug haben.

  • Mein Beitrag oben sollte nicht für Trofu stehen.
    Nur den Gedanken an eine Mahlzeit mehr etwas begründen.




    In der Frettchenernährung wird einfach meistens unsupplementiertes Fleisch/ Herz/Magen /Hühnerflügel gegeben 2x am Tag, Teils Futtertier- meistens nicht täglich und dann wird gesagt, dass Trockenfutter gleicht alles aus..

    Das liest sich wie die 20%-Regel.
    Das war evtl. mal so, aber auch das Fertigfutter wurde in den letzten Jahren verändert.

    Lydia mit Janek (geb. 2004?), SDÜ, rechtes Auge fehlt und Bella (geb. 2009?)
    und Felix im Herzen (April 1995 - 22. März 2015), hatte CNI


    Kinder lehren uns Geduld, Katzen testen sie.


    Offizielles Mitglied der Barf-Sekte


    Es heißt EHK (Europäische Hauskatze) nicht EKH (Europäisch Kurzhaar)

  • Sie haben tatsächlich gar kein Durchfall mehr.Ich brauche jetzt erstmal alle Vorräte auf vom Barf und gebe dazu noch Dose.
    Danach weiss ich noch nicht was ich mache. Entweder teilbarfen oder Dose + 20% Fleischregel+ Futtertier.