Barfen bei Lymphdrüsenkrebs?

  • Hallo zusammen,


    eine liebe Freundin hat vor einem Jahr eine 11-jährige Katze aufgenommen, der man damals nur noch wenige Wochen bis Monate Lebenserwartung zugesprochen hatte und man daraufhin entsorgt hatte. Die Kleine hat Lymphdrysenkrebs und war in einem desolaten Zustand.


    Nun hat die kleine Kämpferin ihre Lebenserwartungen schon vielfach übertroffen und erfreut sich wieder/immer noch guter Gesundheit.


    Aufgrund des Krebses sind ihre Nieren schon stark in Mitleidenschaft gezogen und in letzter Zeit frisst sie ihr Dosenfutter (nur hochwertige Sorten wie Grau, CFF, GranataPet, Dibo...) schlechter, stürzt sich jedoch auf alles, was man ihr roh anbietet.


    Nun möchte meine Freundin ihre kleine Kämpferin gern zu mehr als 20% mit Rohem versorgen.


    Könnt ihr mir sagen, ob das so eine gute Idee ist?
    Muss das Futter auf irgendeine Art und Weise speziell supplementiert werden?


    Vielen Dank für eure Ratschläge.


    Mundgulli

  • Oh mann, Schei...krankheiten, ...


    Ich weiß es nicht sicher.
    Ich schreibe dir jetzt mal auf, was ICH in dieser Situation und aus meinem inzwischen gesammelten Wissen machen würde.


    Ich würde der Katze das Futter geben, was sie mag.
    Und da das rohes Fleisch ist, würde ich ihr rohes Fleisch mit Felini complete geben.
    Immer hingucken, dass die Katze es verträgt und dass der Kotabsatz klappt.
    Möglichst viel Wasser ins Futter und auch etwas mehr Fett, wenn die Katze es mitfrisst.


    Und wenn der Katze das schmeckt UND bekommt, dann würde ich überlegen, auf etwas nierenschonenderes Futter umzusteigen, doch ganz ganz in Ruhe.


    Gruß an die Kämpferin und ihre "Mäuse"fängerin :hal:

    Lydia mit Janek (geb. 2004?), SDÜ, rechtes Auge fehlt und Bella (geb. 2009?)
    und Felix im Herzen (April 1995 - 22. März 2015), hatte CNI


    Kinder lehren uns Geduld, Katzen testen sie.


    Offizielles Mitglied der Barf-Sekte


    Es heißt EHK (Europäische Hauskatze) nicht EKH (Europäisch Kurzhaar)

  • Nun möchte meine Freundin ihre kleine Kämpferin gern zu mehr als 20% mit Rohem versorgen.

    Ich habe kürzlich gerade mit einer Freundin über die 20%-Regelung gesprochen und wir sind übereingekommen, dass 20% unsupplementiertes Fleisch auf Dauer die Nieren schädigen kann.
    Fertigfutter hat ein ausgewogenes Ca/P-Verhältnis meist von 1:1. Fleisch ohne alles hat ein total unausgewogenes Ca/P-Verhältnis von 1:15 (Putenbrust, roh, Ca 13 mg, P 200 mg je 100 g)
    Wenn man das "Gesamt-Verhältnis" über 5 Tage (4 Tage Fefu und 1 Tag unsupplementiertes Fleisch) ausrechnet, hat das Futter ein Ca/P-Verhältnis von 1:3,8 und damit einen sehr hohen Phosphatüberschuss, der auf Dauer die Nieren schädigt.
    Wenn die Nieren der Katze sowieso schon sehr in Mitleidenschaft gezogen worden sind, dann würde ich zumindest für einen Ausgleich des Verhältnisses sorgen und ein Calciumsupplement zufügen.


    Wenn die Katze natürlich auf Rohfleisch steht, würde ich sie nierenschonend barfen.