Arthrose

  • Hallo zusammen,



    ich barfe jetzt seit ca 8 Monaten. Meine beiden ( Lucky und Betti ) kennen das von Geburt an und wollen nichts mehr anderes. Ich habe auch versucht meine Stiefeltern davon zu überzeugen, bis heute ohne Erfolg.


    Gestern gab es die erschreckende Diagnose, dass ihre 10 Jahre alte Katze Arthrose an der Wirbelsäule sowie an der Hüfte hat. Die Hüftpfanne musste entfernt werden. Ob das durch barfen hätte vermieden werden können? Ich kann es nicht beantworten.


    Da ich mich nur für Standardrezepte auskenne, wollte ich fragen, inwiefern ich meine Rezepte mit welchem Präparat anreichern muss. Ich verwende für meine Rezepte Fleishc und Knochen 3/1 mit den bekannten Zusätzen. Nutze zudem den Kalkulator.


    Ein paar Ideen? Oder reicht es weiter die Standardrezepte zu verwenden?



    Gruß


    Dominik

  • Arthrose kann man mit Barf vllt. nicht verhindern aber hinauszögern.
    Da spielen ja noch andere Faktoren rein.


    Wenn du das bei deinen beiden machen willst, kannst du, wie in den Grundrezepten empfohlen, auf 1 kg Fleisch 1 g Lachsöl zugeben.


    Der reifen Katze-Dame würde das auch gut tun, doch die Arthrose nicht heilen.
    Ihr würde ich zumindest Taurin zum Futter geben, das tut allen Katzen gut, die mit Fefu gefüttert werden.
    Da Taurin relativ schnell seine Wirkung zeigt (ich erinnere mich an 2 Wochen, ist schon fast 4 Jahre her, dass ich damit angefangen habe), solltest du es schaffen, deine Stiefeltern davon zu überzeugen.
    1/4 Messlöffel einmal am Tag zum Nafu, mit etwas Wasser untermischen und abwarten.


    Du kannst die Standardrezepte füttern, langfristig wäre es bei deinen beiden m. M. nach jedoch gut, mit theoretischer Unterstützung durch den Kalkulator viel Abwechslung ins Futter zu bringen.
    Die beiden könnten vom Knochenmehl profitieren.


    Wobei es verschiedene Arten der Rohfütterung gibt, da ist den Mensch gefragt, sich Gedanken zu machen. :D

    Lydia mit Janek (geb. 2004?), SDÜ, rechtes Auge fehlt und Bella (geb. 2009?)
    und Felix im Herzen (April 1995 - 22. März 2015), hatte CNI


    Kinder lehren uns Geduld, Katzen testen sie.


    Offizielles Mitglied der Barf-Sekte


    Es heißt EHK (Europäische Hauskatze) nicht EKH (Europäisch Kurzhaar)

  • Moin,


    ging weniger um meine Katzen sondern eher um die Kranke mit Arthrose ;'-) Habe mich einfach undeutlich ausgedrückt. Das ich das allein durch barfen nicht verhindern kann, war mir von Beginn an klar, es gilt jetzt einfach, den Schaden vielleicht noch abzumildern...


    Ich habe denen jetzt mal eine Dose mitgebeben, mit dem Taurin werde ich ihnen ans Herz legen. Das Taurin ist zwar dem Futter beiegemischt, aber jeglicher Zusatz kann ja nicht schaden.

  • Na da bin ich gespannt.


    Ich wollte vor 4 Jahren auch nicht glauben, dass zusätzliches Taurin zum Dosenfutter was bringen soll.
    Hatte davon in einem Forum was gelesen.


    Nach 2 Woche zusätzlichen Taurin-Gaben war das Fell meiner Kater schöner. :D
    Das war die äußerliche Wirkung.
    Da ich dann auf Barf umgestiegen bin, kann ich weitere Auswirkungen von "nur" Taurin nicht mehr genau zuordnen, aber das hatte mir schon gereicht.


    Das Taurin im Fefu ist evtl. nicht so gut verwertbar, da es durch das Erhitzen des Futters geschädigt wird.

    Lydia mit Janek (geb. 2004?), SDÜ, rechtes Auge fehlt und Bella (geb. 2009?)
    und Felix im Herzen (April 1995 - 22. März 2015), hatte CNI


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  • Hallo Dominik,


    was das Barfen angeht bin ich ja auch noch etwas ahnungslos... aber was Arthrose angeht, da habe ich durch mein Pflegepferd ein bisschen Ahnung...


    Arthrose kann man weder verhindern noch heilen, man kann höchstens den Verlauf und die Symptome etwas abmildern und dem Tier sein weiteres Leben dadurch etwas einfacher machen.
    Man sollte auf jeden Fall auf das Gewicht achten, damit nich unnötiges Übergewicht die Gelenke belastet, regelmäßige Bewegung sorgt für die Versorgung der Gelenkknorpel mit Nährstoffen (da Arthrose ja etwas "zwickt" mögen viele Tiere sich dann nicht mehr bewegen, man sollte sie aber in mildem Rahmen doch dazu animieren).
    Bewährt haben sich außerdem Produkte mit Grünlippmuscheln, die habe ich auch schon in verschiedenen Barf-Shops für Hunde und Katzen gesehen.
    Beim Pferd gibt man auch gerne noch Teufelskralle und/oder Ingwer (schmerzlindernd und entzündungshemmend), inwiefern diese Mittelchen aber für Katzen geeignet sind, weiß ich nicht, bzw sind sie ja auch sehr geruchs- und geschmacksintensiv...


    Wäre interessant zu hören, ob hier schon jemand mal Erfahrung mit TK oder Ingwer für Katzen gemacht hat bzw ob jemand weiß, wie dieses Zeug überhaupt geeignet ist.


    Liebe Grüße
    Angel

  • Danke für den Tipp, ich werde es weiterleiten bzw mal probieren.


    Momentan sieht es so aus, dass sich das Tier sehr wohl fühlt. Sie humpelt zwar, rennt aber fleißig draußen herum.


    Gruß
    Dominik

  • Gern geschehen!


    Ja, die Frühlingsgefühle... gestern hat mein Rentner-Pferdchen auch seinen 2. Frühling gehabt, so dass unser Ausritt doch recht flott wurde... Wenn das Wetter wieder wärmer und trockener wird, geht es den Arthrose-Patienten meistens etwas besser, bzw. wenn etwas Spaß macht, wird auch mal das Zwicken in den Gelenken ignoriert und rumgetobt.

  • Von Teufelskralle und Ingwer bei Katzen hab ich noch nicht gelesen.


    Grünlippmuschelextrakt könnte man versuchen.
    Da muss man aber drau achten, dass es wirklich der reine Extrakt ist, da wird viel geschummelt.
    Gibt es u. a. http://bio-barf.de/Gruenlippmuschelextrakt.html
    Evtl. auch etwas mehr Lachsöl.


    Ich denke, dass eine Katze als strenger Carnivore eher tierische Extrakte verarbeiten kann als pflanzliche.

    Lydia mit Janek (geb. 2004?), SDÜ, rechtes Auge fehlt und Bella (geb. 2009?)
    und Felix im Herzen (April 1995 - 22. März 2015), hatte CNI


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    Es heißt EHK (Europäische Hauskatze) nicht EKH (Europäisch Kurzhaar)

  • Bei den Grünlippmuschelextrakten sollte man aber sehr aufpassen.


    Mein Tiger hat im rechten Ellenbogen auch sehr starke Arthrose. Und so wollte ich beim Tierarzt Grünlippmuschelextrakt holen, weil ich auch viel darüber gelesen hatte und es unbedingt ausprobieren wollte. Mein Tiger schrie zeitweise vor Schmerzen, sobald er das Gelenk bewegte. Das war keine schöne Zeit.


    Die TÄ sagte mir damals, dass es für Katzen nicht so einfach sei. Die Präparate, die es zu kaufen gäbe (ist allerdings nun schon 2 Jahre her), wären für Hunde oder Pferde. Und man könne diese nicht für Katzen nehmen, weil darin irgendein Trägerstoff für Katzen nicht verwertbar (oder sagte sie schädlich?) sei. Es ist schon ein Weilchen her, genau weiß ich es nicht mehr.


    Ich war dann froh, als dann kurz darauf speziell ein Präparat für Katzen auf den Markt kam. Das bekommt unser Tiger seitdem. Ich finde, er zeigt nicht mehr ganz so starke Schmerzen. Die Schmerzmittel konnten wir zumindest absetzen und er bewegt sich trotzdem noch freiwillig, was er vorher selbst mit Schmerzmitteln nicht immer tat.


    Ich weiß nicht, ob ich das Präparat hier so einfach nennen darf. Aber schau doch mal in dem großen bekannten Auktionshaus nach "Katze Arthrose Gelenke"

    Einmal editiert, zuletzt von Jona ()

  • Wie schon befüchtet macht die Dame den Futterwechsel nicht mit.


    Das Fleisch wird nicht angerührt. Die Schwiegermutter will schon aufgeben.


    Hat jemand eine "to do" liste zur Futterumstellung? Ich habe ihr dazu geraten, erstmal ganz wenig Fleisch in ihr gewohntes Futter zu mischen und dann immer weiter zu steigern.

  • Anscheinend scheint das Thema ziemlich durchgekaut zu sein. Habe jetzt auch ein paar Vorschläge dazu gefunden.


    Es wird zudem vermutt, dass das Fleisch schon verdorben gewesen sein soll, ich habe haustierkost davon mal unterrichtet. Muss aber erstmal testen, ob meine Katzen das Futter fressen würden. Ungewöhnlich sieht das aufgetaute Fleisch meiner Meinung nach nicht aus und schlecht riechen tut es auch nicht. Heute morgen sind meine zwei drüber hergefallen.


    Hat jemand Erfahrung mit verdorbenem Fleisch von Lieferanten? Es würde mich auch wundern.


    Mal wieder zum Arthrosefall. Das Tier ist Fleisch vom Metzger (Hack, Rindergulasch) ohne weiteres. Auch mit den Zusätzen klappt es einwandfrei. Sie lehnt weiterhin das aufgetautet verarbeitete Futter vom Lieferanten ab, was angeblich verdorben sein soll. Was auch immer das Tier stört...keine Ahnung. Ich werde erstmal eine Dose von mir zu meiner Schwiegermutter bringen, ggf frisst die das. In der Vergangenheit hat sie mein Futter auch gefressen. Vielleicht Verarbeitungsfehler? Wer weiß :)

  • Ich werde erstmal eine Dose von mir zu meiner Schwiegermutter bringen, ggf frisst die das. In der Vergangenheit hat sie mein Futter auch gefressen.

    Deine Schwiegermutter hat seltsame Ernährungsgewohnheiten..... 8|

    Liebe Grüße,
    Melanie mit
    Rosi :skatze: Sally :lkatze: und Bessi:shund:


    und Bienchen im Herzen

  • Die K

    Deine Schwiegermutter hat seltsame Ernährungsgewohnheiten..... 8|


    Die Katze der Schwiegermutter natürlich :P


    Bevor ich hier jedoch weiter Monologe führe bitte einfach schließen. Danke :-)

    Einmal editiert, zuletzt von Lalelu ()

  • Von Teufelskralle und Ingwer bei Katzen hab ich noch nicht gelesen.


    Ich denke, dass eine Katze als strenger Carnivore eher tierische Extrakte verarbeiten kann als pflanzliche.


    Ich denke, es kommt darauf an, wie die Teufelskralle und der Ingwer bzw die Wirkstoffe daraus aufbereitet sind. Klar, dem Pferd kann man einfach getrocknete TK oder Ingwer oder gemahlenen Ingwer geben.


    Es gibt aber auch Teufelskrallen-Extrakte (auch für Menschen übrigens), die müssten doch evtl. gehen, weil ja der Wirkstoff isoliert wurde und nicht mehr in der Verdauung aus den Pflanzenteilen gezogen werden muss...? Oder täusch ich mich da?:ka: Bleibt natürlich noch die Frage, ob es für Katzen überhaupt verträglich ist... da bin ich leider auch nicht im Bilde - vielleicht müsste man dazu einen Tierheilpraktiker fragen?