Amyloidose bei Katzen

  • Bei der Amyloidose handelt es sich um eine Stoffwechselstörung,
    welche zur Ablagerung nicht abbaubarer Eiweiße (Amyloide) führt.
    Amyloid ist eine Proteinvariante des Körpers. Bei einer Amyloidose lagert sich Amyloid in den Organen
    und Körpergeweben ab und beschädigt sie.


    Normalerweise treten die Auswirkungen erst bei erwachsenen Katzen in Erscheinung
    (im Alter von 1 -12 Jahren, im Durchschnitt bei 4 Jahren).
    Im Anfangstadium zeigen die Katzen unklare Symptome wie stumpfes Fell, Lethargie, Auszehrung und Gewichtsverlust.


    Bei Katzen werden diese Ablagerungen oft in den Nieren gefunden, im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es zum Beispiel zu chronischer Niereninsuffizienz (CNI) und führt in der Regel zum Tod des Tieres.
    Eine Früherkennung ist bislang nur in geringem Umfang möglich.
    Zusätzlich wird die Diagnosesicherheit durch eine Vielzahl von Nierenerkrankungen mit ähnlichen Symptomen (aber ohne Amyloidablagerung im Nierengewebe) verringert.


    Eine Biopsie von Nierengewebe am lebenden Tier ist zwar möglich, allerdings vom Ergebnis
    her eher als unzuverlässige Diagnosemethode einzustufen.
    Somit ist die Amyloidose meist nur bei toten Tieren durch Anfärbung des untersuchten Gewebes mit dem so genannten „Kongo-Rottest“ zuverlässig festzustellen.


    Die Leber Amyloidose weist normalerweise keine Symptome auf bis die Leber reißt und dadurch eine Blutung im Bauchraum ausgelöst wird.


    Die Amyloidose ist bei Katzen inzwischen auf dem Vormarsch.
    "Cinnamon kommt bekanntlich über Abessiner in die Rassen", daher versteht es sich von selbst, dass sich die Züchter, die die Farbe cinnamon züchten, auch mit Amyloidose auseinander setzen müssen (egal ob sie es hatten/haben oder bisher Glück hatten)!
    Betroffen sind hauptsächlich Abessiner, Somalikatzen, Orientalen, Siamesen, Thaikatzen-
    aber mittlerweile auch vermehrt Hauskatzen und andere Rassen
    .


    Das weiss man bisher: die genetische Amyloidose kommt über das bisher bekannte Abessinergen, aber auch über das Siamgen!


    Normalerweise ist es so:


    --> Siamgen - löst Leberamyloidose aus
    --> Abessinergen - löst Nierenamyloidose aus


    Sehr selten gibt es die Schilddrüsenamyloidose, welches aber sehr wahrscheinlich der Vorreiter für eine systemische Amyloidose, also den gesamten Körper betreffend ist.


    Diagnose FIP? 
    Im Anfangstadium zeigen die Katzen unklare Symptome wie stumpfes Fell, Lethargie, Auszehrung und Gewichtsverlust.


    Wenn die Krankheit fortschreitet, wird die Auszehrung deutlicher, jedoch kann eine Gewichtszunahme durch Ansammlung von Flüssigkeit im Bauchraum oder Ödeme beobachtet werden.
    Dies geht leider häufig mit der Diagnose FIP einher und es wird, vielleicht durch den geringen Bekanntheitsgrad der Amyloidose nicht weiter "gesucht".

    Wenn sich die Nierenfunktion verschlechtert, zeigen sich Symptome wie Trägheit, Appetit- und Gewichtsverlust begleitet von einem starken Durst, erhöhter Urinabgabe und Erbrechen.


    Weitere Informationen dazu auf der Homepage: www.amyloidosekatzen.de