Dilatative Kardiomyopathie

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Was passiert?

Bei der DCM ist die Pumpfähigkeit des Hundeherzens stark herabgesetzt, wodurch zu wenig Blut in den Kreislauf gelangt und der Blutdruck des Tieres stark absinkt. Als Kompensation dieses Problems erhöht der Körper durch Flüssigkeitsresorption in der Niere die Blutmenge. Der Blutdruck steigt an, das geschwächte Herz kann der höheren Belastung durch das gesteigerte Blutvolumen jedoch nicht bewältigen. Das Herz wächst in Folge der Belastung auseinander, die Herzwände verdünnen sich, das Herz wird fortschreitend geschädigt. Im Laufe der Schädigung treten Herzrhythmusstörungen und schließlich der Herztod ein.


Was ist die Ursache?

Man unterscheidet zwei Formen der DCM:

  1. Die Ursachen der primären DCM sind bislang nicht 100% geklärt. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass es sich um eine erblich bedingte Form der Herzschwäche handelt. Genetische Defekte im Stoffwechselbereich schädigen den Herzmuskel und rufen die primäre DCM im Laufe des Hundelebens herbei. Die primäre DCM ist die häufigste Form dieser Erkrankung.
  2. Die sekundäre DCM entsteht in der Folge anderer Erkrankungen und wird z.B. durch eine Schilddrüsenunterfunktion, bakterielle Infektionen, Medikamenten, Mangelernährung oder Schock nach einer Magendrehung ausgelöst. Sie gilt als selten.

Woran erkennt man DCM?

Es gibt verschiedene Anzeichen, die auf eine DCM Erkrankung hindeuten. Zu den häufigsten Symptomen gehören:

  • Husten
  • Apathie
  • Plötzliche Antriebslosigkeit
  • Rapide abfallende Kondition
  • Schweratmigkeit bis hin zu Atemnot
  • Blaufärbung der Schleimhäute
  • Abmagerung
  • Unregelmäßiger oder beschleunigter Herzschlag
  • Ohnmachtsanfälle

In manchen Fällen tritt ohne vorherige Anzeichen der plötzliche Herztod um. Der betroffene Hund erleidet während Anstrengung oder Erregung einen Herzanfall und verstirbt.


Diagnose

Die Diagnose kann der Tierarzt durch verschiedene Methoden erstellen.
Im frühen Stadium kann die DCM nur durch ein Langzeit EKG – auch bekannt als 24 Stunden Holter – erkannt werden. Dies zeichnet über den Zeitraum von 24 Stunden die Herzaktivität des Hundes auf und zeigt auch Arrhythmien, die nicht dauerhaft vorhanden sind, sondern nur unter Belastung zu Tage treten.
Als weitere Methode stehen das Röntgen und der Herzultraschall zur Verfügung. Wobei sich hier Ergebnisse erst zeigen, wenn schon deutliche Veränderungen am Herz zu erkennen sind, z.B. die Vergrößerung des Herzens oder die Verdünnung der Herzwände.


Welche Therapien gibt es?

Je nach Ausprägung und Stadium der Erkrankung werden Medikamente gegeben um die Kontraktionsfähigkeit des Herzens zu stärken und es zu entlasten. Wenn bereits Flüssigkeitsansammlungen im Körper entstanden sind, müssen zusätzlich Entwässerungstabletten gegeben werden.
In einigen Fällen ist eine Natriumarme Diät oder die Zufütterung von Taurin und Carnitin über das Futter notwendig.
Die DCM ist nicht heilbar, viele Hunde können jedoch lange Zeit ein beschwerdefreies Leben führen.

Welche Hunde sind betroffen?

Die primäre DCM kommt besonders häufig bei großen Hunderassen vor. Häufig betroffen sind Boxer, Dobermann, Irish Wolfhound, Neufundländer, Irish Setter, Deutsche Dogge und Bernhardiner. Bei den kleinen und mittelgroßen Rassen gilt der Cocker Spaniel, speziell der American Cocker Spaniel als gefährdet.


Bei Boxer und Dobermann tritt oftmals eine besonders aggressive und schnell verlaufende Form der primären DCM auf, der viele Hunde bereits in jungen Jahren am plötzlichen Herztod erliegen. Hier empfiehlt es sich, sich bereits vor dem Welpenkauf mit dieser Krankheit zu befassen und bei der Ahnenforschung auf die Herzgesundheit der Vorfahren zu achten.

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