Giftige Gefahren im Haushalt – Teil 3

© Ulla Trampert / pixelio.de © Ulla Trampert / pixelio.de

Wie schon in Teil 1 und Teil 2 der Serie „Giftige Gefahren im Haushalt“ soll es auch im dritten Teil um mögliche Gefahrenquellen für unsere vierbeinigen Familienmitglieder gehen. Diesmal stehen die Gefahren im Garten und Gefahren durch Zimmerpflanzenutensilien, Dekorationsmaterial und Alltagsgegenstände im Vordergrund.

 

Gefahren im Garten

Auch im Garten werden Chemikalien eingesetzt, die, werden sie von ihnen aufgenommen, für unsere Haustiere gefährlich werden können. Hierzu gehören die bereits genannten Pestizide und Insektizide, aber auch andere Pflanzenschutzmittel, wie Mittel gegen Pilzbefall (Fungizide), Unkrautvernichter (Herbizide) oder Düngemittel.

In Deutschland werden jährlich circa 540 Tonnen Pestizide zum Zweck des Pflanzenschutzes in Gärten eingesetzt. Diese töten zwar zuverlässig Unkraut, Pilze, Blattläuse, Schnecken und Co, ebenso zuverlässig töten sie aber auch Nützlinge, wie Bienen, Regenwürmer und Marienkäfer, gefährden unsere Kinder, Haus- und Nutztiere und gelangen über den Boden ins Grundwasser und damit im weiteren Verlauf in unsere Nahrungskette.

Herbizide bezeichnen die größte Gruppe der Pestizide. Diese Unkrautvernichtungsmittel werden leider in Garten, Hof und Landwirtschaft viel zu oft eingesetzt und in der Regel direkt auf die Pflanzen gesprüht. Nicht zu unterschätzen ist auch hier die Tatsache, dass diese Mittel beim Versprühen über die Haut aufgenommen oder eingeatmet werden können. Kennen Sie den beißenden Geruch, wenn auf den benachbarten landwirtschaftlichen Flächen Pflanzenschutzmittel gesprüht werden? Wenn der Wind dann noch „günstig“ steht, ist es mehr als unangenehm und kann auch bei Menschen bereits leichte Symptome auslösen.

Eine Gefährdung für unsere Haus-, aber auch die Nutztiere, entsteht vor allem bei unsachgemäßer Lagerung oder Anwendung dieser Mittel. Jedoch auch deren kontrollierter Einsatz stellt ein Risiko dar. Gerade Hunde und Katzen, die ungehinderten Freilauf genießen, und Nutztiere sind hier besonders betroffen.

Häufig enthaltene chemische Wirkstoffe sind Chloratsalze, Carbamate oder Organophosphate, um nur drei Beispiele zu nennen. Die in den Herbiziden enthaltenen Stoffe sind hochgiftig für unsere Haustiere! Symptome einer Vergiftung mit Chloratsalzen sind Müdigkeit und Erschöpfung, Erbrechen und Durchfall, Koliken, starker Durst (bei Hunden sehr deutlich), beschleunigte Atem- und Herzfrequenz und gereizte Schleimhäute. Das Blut kann seine Farbe in Richtung braun verändern. Diese Wirkstoffe sind extrem giftig für alle Haus- und Nutztiere, im schlimmsten Fall kann es zum Tod durch Ersticken kommen.

Als Carbamate bezeichnet man die Salze und Esther der Carbamidsäuren, zum Beispiel Methomyl, Bendiocarb oder Oxamyl. Sie hemmen die Acetylcholinesterase kurzzeitig und können innerhalb von 72 Stunden ausgeschieden, aber auch in der Leber gespeichert werden. Carbamate können oral (über das Maul), inhalativ (über die Atemwege) und perkutan (über die Haut) aufgenommen werden. Alle zu dieser Gruppe zählenden Stoffe sind Kontaktgifte, was ihre Gefährlichkeit noch verdeutlicht. Es treten Schwäche, eine Verengung der Pupillen, Kopfweh, Übelkeit, gereizte Bindehäute, verlangsamter Herzschlag, Unterbauchkrämpfe, Wahrnehmungsstörungen und Muskelzittern auf. Lokale Reizungen sind häufig. Im schlimmsten Fall kann das Tier bewusstlos werden und eine Atemlähmung erleiden.

Bei Verdacht auf eine Vergiftung ist unbedingt sofort der Tierarzt aufzusuchen. Dieser kann, je nach Schwere des Falles und des  Aufnahmeweges unterschiedliche Maßnahmen ergreifen. Diese reichen von Dekontamination, dem Verabreichen eines Antidots (Gegengift) bis zur Gabe medizinischer Kohle bei oraler Aufnahme. Atropin wird hier intravenös als Antidot verabreicht. Auf keinen Fall darf bei einer Vergiftung mit diesen Produkten ein Erbrechen ausgelöst werden.

Organophosphate sind Amide, Esther oder Thiolderivate von Phosphorsäuren. Auch sie werden nach oraler Aufnahme schnell aus dem Magen-Darm-Trakt resorbiert. Es kommen Atemwege und Haut als Aufnahmewege in Frage. Werden die Giftstoffe eingeatmet, erfolgt eine schnelle Verteilung im Körper, da sie über die Lungen sehr gut resorbiert werden. Erste Vergiftungssymptome treten innerhalb der ersten ein bis zwei Stunden nach Aufnahme ein. Eine Speicherung im Organismus geschieht nur in geringem Maße.

Auch hier beruht die giftige Wirkung auf einer Hemmung der Acetylcholinesterase, im Gegensatz zu den Carbamaten ist diese jedoch irreversibel. Die Anreicherung von Acetylcholin, einem wichtigen Neurotransmitter, stimuliert Synapsen im vegetativen Nervensystem, im Zentralnervensystem und an den motorischen Endplatten. Das ist damit begründet, dass Acetylcholin zum Beispiel für die Erregungsübertragung zwischen Nerv und Muskel an diesen Endplatten, außerdem für die Reizübertragung im Sympathikus und Parasympatikus verantwortlich ist und im ZNS bedeutsam, weil viele kognitive Prozesse an diesen Botenstoff gebunden sind.

Daraus folgt, dass es bei einer Vergiftung mit Organophosphaten zu Erregungszuständen, Unruhe, manchmal auch Krämpfen kommt. Weitere Symptome können sein: Aggressivität oder Depression, Angst, Ataxie, Tremor (unwillkürliches, rhythmisches Zusammenziehen einander entgegen wirkender Muskelgruppen), unwillkürliche Muskelzuckungen, erhöhter Muskeltonus (Spannungszustand der Muskeln), was zur Paralyse (komplette Lähmung der motorischen Nerven eines Körperteils) durch die Ermüdung dieser Muskeln führen kann.

Die „Palette“ der auftretenden Symptome und Folgen ist hier weitaus größer als bei den Carbamaten, was verdeutlicht, dass eine Vergiftung mit Organophosphaten wesentlich schwerwiegender ist. Deshalb soll auf diese auch näher eingegangen werden. Weitere Symptome sind Erbrechen, erhöhter Speichelfluss, Durchfall, schmerzhafter Kotabsatz und/ oder Harndrang, Kolik, erschwerte Atmung, Atemgeräusche, Husten, Atemlähmung, verlangsamter Herzschlag, steifer Gang und gestreckte Haltung, Tränenfluss, vermehrter und unkontrollierter Harnabsatz und bläulich bis violett verfärbte Schleimhäute.

Eine Vergiftung mit diesen Wirkstoffen ist extrem gefährlich! Das Tier muss sofort tierärztlich behandelt werden. Dieser wird versuchen, den Kreislauf und die Atmung zu stabilisieren und die Krämpfe unter Kontrolle zu bringen. Außerdem kann er mehrmals Aktivkohle verabreichen, auch wenn die Giftaufnahme über die Haut erfolgt ist. Fell und Haut müssen gründlichst gereinigt und bei Verstopfung Glaubersalz oder Paraffinöl verabreicht werden. Auch eine Antidottherapie, also die Behandlung mit einem Gegengift, ist hier notwendig. In Frage kommen hier Atropinsulfat und Obidoximchlorid. Das sollte innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Aufnahme von Organophosphaten geschehen.

Diese Mittel müssen unbedingt sachgemäß und unzugänglich für Kinder und Haustiere gelagert werden. Als Alternative kann auf chemische Pestizide verzichtet und stattdessen auf pflanzliche Mittel zurück gegriffen werden. Diese belasten die Umwelt weitaus weniger und sind ungefährlicher für Mensch und Tier. Ich persönlich würde das jedenfalls so machen. Die andere Variante ist mir für meine Tiere viel zu riskant.

Mineraldünger können, werden sie in größeren Mengen aufgenommen, für Hunde und Katzen auch gefährlich werden. Sie bestehen meist hauptsächlich aus Stickstoff, Kalium und Phosphor. Die Symptome einer Vergiftung ähneln den vorab genannten: extremer Speichelfluss, Erbrechen, Koordinationsstörungen und Krämpfe. Man kann bei Verwendung solcher Düngemittel die Gefahr der unerwünschten Aufnahme durch unsere Haustiere verringern, indem der Rasen sofort nach der Verteilung des Düngers gründlich gewässert wird, so dass die Stoffe schnell vom Boden aufgenommen werden. Wichtig ist auch, dass die Tiere kein Wasser aus Untersetzern von Kübel- oder Zimmerpflanzen trinken, das mit Düngemittel versetzt.

Auch hier gilt: Wer diese Gefahrenquelle vermeiden will, sollte statt dieser Düngemittel besser organische verwenden, beispielsweise Pferdedung, Holzasche, Knochen- oder Hornmehl. Aber auch unter den natürlichen Düngemitteln gibt es welche, die gefährlich werden können. Wird zum Beispiel Rizinusschrot bei der Herstellung nicht ausreichend erhitzt, wird das enthaltene Rizin nicht unschädlich gemacht. Dieses wiederum kann auch zu tödlichen Vergiftungen führen.

Giftige Abwässer und Algen stellen ebenso eine Gefahr für unsere Haustiere dar, werden sie von ihnen aufgenommen. Deshalb sollte auch darauf unbedingt geachtet werden. Wasserbehälter, wie Regentonnen oder auch Behältnisse, aus denen die Tiere im Freien trinken können, müssen regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden.

 

Gefahren durch Zimmerpflanzenutensilien und Dekorationsmaterial

Selbst ungiftige Zimmerpflanzen und Pflanzendekoration können bei unachtsamem Umgang die Gefahr einer Vergiftung bergen. Bitte achten Sie beim Kauf von Blumensträußen darauf, dass bei deren floristischer Gestaltung keine Chemikalien, wie Glitterspray oder Spray für besonderen  Glanz der Blätter verwendet wurden. Auch Trockenblumen werden bei der Verarbeitung oft mit giftigen Zusatzstoffen versetzt, um ihre Haltbarkeit zu erhöhen. Sind frische Blumensträuße verwelkt, sollten diese und auch das Wasser gleich entsorgt werden, da einige Pflanzen erst während des Verrottens giftige Stoffe ins Wasser abgeben.

 

Gefahren, die von Alltagsgegenständen ausgehen

Es gibt erstaunlich viele, auf den ersten Blick harmlose Dinge, die in Haushalten zu finden und die bereits in kleinen Mengen sehr giftig sind. Von diesen sollte man Hund und Katze besser fernhalten. Dazu gehören zum Beispiel einige Münzen, welche durch ihre hohe Konzentration an Zink giftig sind. Werden diese Münzen von Haustieren aufgenommen, kann das Erbrechen und Anämie hervor rufen und im schlimmsten Fall zum Tode des Tieres führen. Selbst hergestellter Knet-Teig, sogenannter Salz-Teig, ist aufgrund seines hohen Salzgehaltes auch schädlich. Handwärmer haben einen sehr hohen Eisengehalt und sollten deshalb nicht zwischen die Zähne von Hund und Katze gelangen.

Auch Duftöle und Räucherstäbchen sind giftig. Ätherische Öle sind vor allem für Katzen schädlich. So darf zum Beispiel Teebaumöl auf keinen Fall an der Katze angewendet oder auf anderem Weg von ihr aufgenommen werden. Im Internet liest man oft den Rat, Kabel oder Möbel zum Schutz vor unerwünschtem Beknabbern mit ätherischen Ölen, wie Teebaum-, Thymian- oder Zimtöl, zu behandeln. Bitte probieren Sie das aufgrund der eventuell auftretenden negativen Begleiterscheinungen nicht aus.

Auch einige pflanzliche Mittel zur Floh- und Zeckenabwehr enthalten ätherische Öle. Im guten Glauben, seiner Katze etwas Gutes zu tun, indem man auf diese, statt auf chemische Mittel, zurückgreift, verwendet so mancher Tierhalter diese Alternative. Die Werbung trägt auch noch ihren Teil dazu bei, indem mit Schlagworten „natürlich“ oder „rein pflanzlich“ geworben wird. Davon ist jedoch unbedingt abzuraten, weil diese vor allem für Katzen absolut giftig sind. Hunde sind hier wesentlich toleranter, dennoch gibt es Mittel, die für Hunde nicht geeignet sind und Hunde, die auf ätherische Öle in jeder Form empfindlich reagieren. Als Tierhalter sollten Sie sich unbedingt über tierartspezifische Unverträglichkeiten informieren und beraten lassen.

DAS Beispiel ist das bekannte und immer beliebtere Teebaumöl. Hier ist es der hohe Gehalt an Terpenen und Phenolen, der es zu einer hochgiftigen Gefahrenquelle macht. Schon einige wenige Tropfen können, werden sie zur Behandlung gegen Lästlinge ins Fell geträufelt, Ihren Liebling in Lebensgefahr bringen. Für Katzen ist dies besonders gefährlich, da es für sie hochgiftig ist. Nicht nur die Aufnahme über die Haut ist hier relevant, auch nehmen Katzen die Giftstoffe aus dem Fell beim Putzen direkt über die Zunge auf. Sie können jedoch diese Stoffe über ihren Stoffwechsel nur sehr langsam abbauen. Hier ist absolute Vorsicht geboten und man sollte auf die Verwendung von Mitteln, die Teebaumöl, egal ob hochkonzentriert oder verdünnt, enthalten, generell verzichten und auf andere Möglichkeiten zurück greifen. Ist es dennoch zu einer Vergiftung gekommen, treten folgende Symptome auf: Unruhe, Zittern, Schwäche und Taumeln. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu epileptischen Anfällen kommen und, wird die Vergiftung nicht oder nicht rechtzeitig erkannt, zum

Tod.

Ein zweites Beispiel ist Thymianöl. Neben seiner Verwendung als Zeckenschutz, kommt es auch oft bei der Behandlung von Erkrankungen der oberen Luftwege zum Einsatz. Auch dieses Öl ist vor allem für Katzen extrem giftig und sollte deshalb auf gar keinen Fall eingesetzt werden! Die Symptomatik im Vergiftungsfall ist dieselbe wie beim Teebaumöl.

Die beschriebenen Fakten treffen im weitesten Sinne auf alle ätherischen Öle zu. Bitte informieren Sie sich also vor deren Einsatz gründlich oder verzichten Sie zur Sicherheit für Ihre Tiere auf deren Verwendung.

 

Vorbeugen ist besser als heilen – Maßnahmen zum Schutz vor Vergiftungen

Auf einige der in den drei Teilen dieser Artikelserie genannten Mittel kann man im Haushalt sicherlich auch verzichten. Sie gar nicht erst zu nutzen, ist wohl der beste Schutz vor Vergiftungsfällen bei Kindern und Haustieren. Für den Rest helfen ein paar eigentlich kleine Schutzmaßnahmen, um unsere Mitbewohner vor Schaden zu bewahren.

An oberster Stelle steht der sachgemäße und achtsame Umgang und die entsprechende Lagerung dieser Mittel. Nachlässigkeit im Umgang mit giftigen Stoffen kann unser Haustier das Leben kosten. Reinigungsmittel, Haushaltschemikalien und andere Giftstoffe sollten unbedingt immer außer Reichweite unserer Haustiere in verschlossenen Schränken und sicher verschließbaren Behältern aufbewahrt werden, so dass Katze und Hund keinen Zugang zu ihnen erlangen können.

Medikamente – egal ob für Mensch oder Tier – dürfen nie offen herum liegen gelassen werden. Sie müssen außer Reichweite der Vierbeiner aufbewahrt werden. Die eigenmächtige Gabe von für Menschen bestimmten Medikamenten an Tiere ist unbedingt zu unterlassen, es sei denn, sie wurde mit dem Tierarzt abgesprochen und von diesem bestätigt. Sie kann – wie beschrieben – fatale Folgen haben.

Es gibt diverse Nahrungs- und Genussmittel, die für den menschlichen Verzehr gedacht, für unsere Haustiere jedoch giftig sind. Diese dürfen grundsätzlich nicht an Hunde und Katzen verfüttert werden. Ob diese nun für den Menschen gesund oder ungesund sind, sei mal dahin gestellt. Zumindest der erwachsene Mensch kann jedoch selbst entscheiden, was er zu sich nimmt und was nicht. Bei Kindern sind hier natürlich die Eltern verantwortlich verpflichtet, sorgsam mit dem Thema umzugehen.

Nahrungsmittel und Süßwaren, welche Xylit, Kakao oder andere schädliche Stoffe enthalten, sollten nicht offen in Haus oder Wohnung herum liegen, sondern immer sicher vor dem Zugriff unserer Katzen und Hunde verwahrt werden.

Mülleimer in Küche, Bad und Werkstatt mit verschließbaren Deckeln sind praktisch, da diese von den Vierbeinern nicht einfach geöffnet werden können und so verhindert wird, dass Tiere sich an für sie schädlichen Sachen vergreifen.Arbeitsflächen und Tische sollten sauber sein, um zum Einen die Tiere nicht in Versuchung zu führen, aber auch um schädliche Rückstände von Reinigungs- und Arbeitsmitteln zu vermeiden. Auch in Garage und Werkstatt ist darauf zu achten, dass verschüttete Dinge, wie zum Beispiel Frostschutzmittel, sofort gründlich aufgewischt werden.

Den Toilettendeckel bitte verschlossen halten. Neben der Gefahr, dass Katzen in die Toilette fallen könnten, besteht auch hier die Möglichkeit, dass Hund oder Katze Giftstoffe aufnehmen, in dem sie daraus trinken und dabei Reste von WC-Reiniger oder Duftsteinen zu sich nehmen.

Auch im Garten kann man Unfälle vermeiden, wenn bei Benutzung chemischer Substanzen ein paar Grundregeln beachtet werden. Wurden solche Mittel, zum Beispiel Unkrautvernichter auf Gehwegen, im Garten eingesetzt, sollten die Tiere die entsprechenden Bereiche mindestens 24 Stunden nicht betreten. Unbedingt zu verhindern ist, dass die Haustiere chemisch behandeltes – auch chemisch gedüngtes – Gras fressen. Dass man dem Hund nicht gestatten sollte, sich auf einer solchen behandelten Rasenfläche zu wälzen, versteht sich von selbst. Aber auch Komposthaufen sollten tabu sein, da sich hier Dinge befinden können, die für Hund und/ oder Katze gefährlich werden können, zum Beispiel Zwiebeln, Knoblauch, Weintrauben, Kaffeesatz oder auch Reste von giftigen Gartenpflanzen und Blumenzwiebeln.

Rattenköder, Ameisen-, Schneckenfallen und ähnliches müssen unbedingt an für Haustiere unzugänglichen Orten ausgelegt werden, sollte ihr Einsatz doch einmal unbedingt notwendig sein. Ich persönlich verzichte besser generell auf solche Mittel, um die Tiere nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Außerdem gibt es natürliche Alternativen, die im Normalfall gut helfen, um zum Beispiel Ameisen Herr zu werden.

Nach dem Einpudern des Fells, zum Beispiel mit Mitteln zur Flohbekämpfung, kann man dieses mit einem feuchten Handtuch abwischen. Auch Shampoo unbedingt gründlichst ausspülen und Flohhalsbänder nicht herum liegen lassen. Von der Benutzung von letzteren kann ich generell nur dringend abraten. Ich finde, es nicht vertretbar, Hund oder Katze mit einem mit Nervengift getränkten Halsband herum laufen zu lassen. Meiner persönlichen Meinung nach, gehören diese verboten.

 

Im nächsten Heft erfahren Sie mehr über für Tiere giftige Nahrungsmittel.

Über Isabelle Czok-Alm (7 Artikel)
:-)

Wir freuen uns über ihre Kommentare zum Thema: