Endlich! Hessen untersagt die Tötung männlicher Eintagsküken

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Wie in der Pressemitteilung des Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 04.09.2014 bekanntgegeben wurde hat das Land Hessen die Tötung männlicher Eintagsküken untersagt. Die zuständige Ministerin Priska Hinz sagte dazu:

„Tierschutz darf nicht länger der reinen Wirtschaftlichkeit untergeordnet werden. Eine landwirtschaftliche Produktionsform, bei der die Hälfte der Jungtiere systembedingt getötet wird, ist völlig inakzeptabel. Darum wird das Geschlecht eines Kükens in Hessen künftig nicht sein Todesurteil bedeuten.“

Deutschlandweit werden systembedingt pro Jahr etwa 40 Millionen männliche Eintagsküken nach dem Schlupf aussortiert und getötet. Allein 15 Millionen hiervon in einer der größten Brütereien Deutschlands in Hessen. Nur ein Bruchteil hiervon wird über Tierfutter verwertet, der überwiegende Teil wird wie Müll entsorgt. Die Ministerin sagte hierzu weiter:

„Die massenhafte Tötung männlicher Eintagsküken wird in Hessen keine Zukunft haben.“

Entsprechende Alternativen , die etwa eine zuverlässige Geschlechterbestimmung schon im Hühnerei zulassen werden derzeit beispielsweise an der Uni Leipzig erforscht uns sind in greifbare Nähe gerückt. Denkbare wäre zudem die Züchtung sogenannter Zweinutzungsrassen, welche sowohl zur Eiererzeugung, als auch für die Mast geeignet wären. Eine geschlechterbezogene Auslese würde sich damit erübrigen.

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