Barf-Guru, dubarfst-Fütterungsmethode & Co

Ich bin in vielen einschlägigen Foren und Blogs stiller Mitleser. Zum Einen, weil es mich natürlich interessiert, was so in der Welt der Rohfütterer und alternativen Tiergesundheit gerade so diskutiert wird. Zum Anderen natürlich auch um zu erfahren, was über dubarfst, mich und andere so geschrieben wird. Häufig kommt es dann vor, dass ich von der "dubarfst-Fütterungsmethode" lese oder mich damit konfrontiert sehe, dass man mich als Barf-Guru bezeichnet.

© dubarfst | MuTiG GbR © dubarfst | MuTiG GbR

Letzteres ist mal als Kritik und mal als Lob gemeint. In beiden Fällen ist es jedoch schlicht und einfach falsch! Weder habe ich die Weisheit mit Löffeln gefressen, noch behaupte ich, dass ich immer die Wahrheit für mich gepachtet habe. Beispielsweise in einer Reaktion auf meinen Blog-Artikel „Pflanzliche Anteile in der Hundeernährung – nur ein Mythos?“. Im DogForum wurde über das Thema „Der Mythos vom pflanzlichen Anteil“ ebenfalls diskutiert. Soweit so gut. Irgendwann entdeckt natürlich auch jemand meinen oben genannten Blog-Eintrag und verlinkt diesen (Danke dafür!) mit folgendem Kommentar:

Die Reaktion der Barf-Gemeinde 😉

Und ein wenig später in der Diskussion:

du zitierst gerade den Barfautor, der sehr bemüht ist, die eigene Ideologie wieder ins richtige Licht rücken . 😀

 

Ahhh ja. Also weder bin ich „die Barf-Gemeinde“ oder deren Guru, noch maße ich mir an, für diese, so sie denn überhaupt als Einheit existiert, zu reden/schreiben. Ich schreibe hier und anderswo lediglich meine ganz persönliche Meinungen und Erfahrungen und werde dies auch weiterhin so halten. Auch sehe ich BARFen nicht als (m)eine Ideologie. Und ins rechte Licht muss ich diese erst recht nicht rücken.

Doch was ist BARFen für mich? BARFen ist für mich lediglich ein Oberbegriff für unterschiedlichste Spielarten der Rohfütterung, ein Versuch der natürlichen und gesunden Ernährung unserer Hunde und Katzen ein Stück näher zu kommen. Es vereint so unterschiedliche Methoden und Ansichten, wie Hunde und Katzen, die danach ernährt werden. Gemeinsam haben diese lediglich, dass der Hauptbestandteil dieser Ernährungsformen aus rohen, tierischen Komponenten besteht – aber eben nicht ausschließlich. Ob diese unterschiedlichen Methoden sich nun Natural Dog|Cat Food (NDF), Pray Model oder wie auch immer nennen, ist (mir) egal. Wichtig ist, dass ein paar Grundlagen der Ernährung von Carnivoren beachtet werden und Abwechslung, Abwechslung, Abwechslung.

Und deshalb gibt es auch keine „dubarfst-Methode“. dubarfst ist, egal ob nun Print-Magazin oder Community, für alle Spielarten der Rohfütterung offen. Denn letztendlich ist die Kombination aus Hunde- bzw. Katzenhalter und seinem Hund / seiner Katze ausschlaggebend dafür, wie die Rohfütterung genau aussieht. Keine der genannten Methoden ist auf alle Hunde und alle Katzen übertragbar. Das hat noch nie funktioniert und wird es nie. Und nur, wenn wir auch mal über den Tellerrand unserer eigenen Fütterung hinaus sehen, können wir das Beste für unserer Hunde und Katzen dabei heraus holen.

Wir freuen uns über ihre Kommentare zum Thema: