Eiweiße / Proteine

Proteine setzen sich zusammen aus den verschiedenen Aminosäuren und kommen sowohl in tierischen, als auch in pflanzlichen Futtermitteln vor. Im Organismus unserer Hunde bzw. Katzen dienen sie als Bausteine bei der Synthese von Enzymen, Hormonen und Sekreten und der Erhaltung der eigenen Körpersubstanz. Die meiste Aminosäuren können durch den Organismus des Hundes / der Katze selbst synthetisiert werden, aber es gibt 10 Aminosäuren, welche mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Diese essentiellen Aminosäuren sind:
  • Arginin
  • Histidin
  • Isoleuzin
  • Leuzin
  • Lysin
  • Methionin
  • Phenylalanin
  • Threonin
  • Tryptophan
  • Valin

Ein Mangel an diesen essentiellen Aminosäuren führt zu Krankheiten und bei längerer Dauer auch zum Tod. Fehlt beispielsweise Arginin so kann Ammoniak nicht zu Harnstoff umgewandelt und über den Harn ausgeschieden werden. Es kommt zur Anreicherung von Ammoniak im Blut, was letztendlich zum Tod führt.

Der Gehalt an essentiellen Aminosäuren ist ein wichtiges Kriterium bei der Beurteilung der Proteinqualität einer Ration. In tierischen Futtermitteln ist der Gehalt an essentiellen Aminosäuren und deren Zusammensetzung günstiger als in pflanzlichen Futtermitteln - ein Aspekt, der gerade bei der Fütterung selbsterstellter Rationen zu beachten ist.

Ein weiteres Kriterium zur Beurteilung der Proteinqualität ist die biologische Wertigkeit des Proteins. Diese sagt aus, wie viel des aufgenommenen Proteins letztendlich dem Organismus zu Gute kommt und nicht durch Harn und Kot wieder ausgeschieden wird. Angegeben wird die biologische Wertigkeit des Proteins in % und sie erleichtert den Vergleich der Proteine untereinander. Letztendlich sagt sie aber nichts über den Gehalt an und die Zusammensetzung der essentiellen Aminosäuren aus.

Futtermittelbestandteil Biologische Wertigkeit (%)
Hühnerei 100
Milch 92
Leber 79
Rindfleisch 78
Weizen 48
Mais 45


Einen weiteren Unterschied beim Vergleich tierischer und pflanzlicher Proteinquellen findet man in der Verdaulichkeit. So werden pflanzliche Eiweiße langsamer und schlechter verdaut als tierische. Reines Muskelfleisch wird schneller und besser verdaut als Fleisch mit einem hohen Anteil an Bindegewebe.

In der Regel werden zu hohe Mengen an Proteinen in der Ration besser vertragen als eine Unterversorgung. Zu beachten ist jedoch, dass auch eine extreme Eiweißüberfütterung schwer verdaulicher Eiweiße auf Dauer zu einer Überbeanspruchung von Leber und Niere führt. Eine Unterversorgung zieht Unterernährung, Infektionsanfälligkeit und Blutarmut nach sich.


Proteinreiche Futtermittel sind unter anderem:
  • Fleisch
  • Leber
  • Milchprodukte
  • Eier
  • Pansen
  • Lunge
  • Herz
  • Fisch

© 2005 - 2008 Peter Alm

 

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